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Aktualitet23 Prill 2026, 14:30

SPAK-Operation: Details enthüllt; 2 Millionen Euro Callcenter-Betrug in 3 Monaten, Durchsuchungen in 4 Wohnungen und einem Büro

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SPAK-Operation: Details enthüllt; 2 Millionen Euro Callcenter-Betrug in 3
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Die französische Antikorruptionsbehörde SPAK hat Einzelheiten zu der am Mittwochnachmittag durchgeführten Operation gegen ein Callcenter in Tirana bekannt gegeben. Dieses steht im Verdacht, mehrere französische Staatsbürger um insgesamt zwei Millionen Euro betrogen zu haben – und das innerhalb von nur drei Monaten. Laut SPAK ereignete sich der Betrug zwischen Februar und Mai 2023. Die Operation wurde in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden durchgeführt.

Die Operation wurde auf ein Büro und vier Wohnungen ausgeweitet, eine Person wurde festgenommen. Laut SPAK sind insgesamt 13 französische Staatsbürger in den Betrug verwickelt. Der Schaden wird für die ersten vier auf rund 845.000 Euro und für die übrigen neun auf 1,1 Millionen Euro geschätzt.

Es wird vermutet, dass das Callcenter im Zentrum von Tirana, in der Nähe des Sami-Frashëri-Gymnasiums, ansässig war, wo die illegalen Aktivitäten laut vorliegenden Informationen über eine Firma getarnt durchgeführt wurden.

Bei dem mutmaßlichen Eigentümer handelt es sich um Gentian Pjetërgjokaj, der wegen Betrugs mit schwerwiegenden Folgen verhaftet wurde.

Im Zuge der Operation wurde auch der Polizist August Berberi festgenommen. Dessen Handy wurde beschlagnahmt und seine Wohnung von Beamten der BKH und der AMP im Rahmen von Ermittlungen wegen möglicher Beteiligung an den Aktivitäten durchsucht.

Offizielle Mitteilung von SPAK

Die Sonderstruktur gegen Korruption und organisierte Kriminalität (SPAK) führte in Zusammenarbeit mit den Kriminalpolizisten der Abteilung für Finanz- und Digitalermittlungen der Gendarmerie von Pau (Frankreich) am 22.4.2026 Kontrollen in einem Callcenter und vier Wohnungen in Tirana durch, im Zusammenhang mit einer gemeinsamen Untersuchung des Straftatbestands des „Computerbetrugs“.

Aufgrund eines spontanen Informationsaustauschs mit Eurojust hat die Ermittlungsabteilung der Gendarmerie in Pau der Sonderstaatsanwaltschaft die Daten zu den Ermittlungen wegen Betrugs an mehreren französischen Staatsbürgern im Zusammenhang mit Investitionen in Kryptowährungen übermittelt. Auf Grundlage dieser Informationen wurde das Strafverfahren Nr. 39/20255 wegen der Straftatbestände „Computerbetrug“ in Form einer organisierten kriminellen Vereinigung, „Organisation von Straftaten“ sowie „Begehung von Straftaten durch eine kriminelle Vereinigung“ gemäß den Artikeln 28/4, 143/b, 333/a und 334 des Strafgesetzbuches eingeleitet.

Laut Ermittlungsdaten führt die Staatsanwaltschaft Pau Voruntersuchungen wegen Betrugs durch Investitionen in Kryptowährungen durch, die im Rahmen einer organisierten Gruppe über die Firma "Universal Trade" (https://universaltrade.io) getätigt wurden, sowie wegen Geldwäsche unter erschwerenden Umständen, nachdem vier französische Staatsbürger mehrere Anzeigen erstattet hatten.

Der Schaden, der vier französischen Staatsbürgern entstanden ist, beläuft sich auf 845.400 Euro, während der Schaden gegenüber neun weiteren, bereits identifizierten Whistleblowern im Zeitraum Februar 2023 bis Mai 2023 1,1 Millionen Euro erreicht hat.

Die Opfer wurden von Agenten mit gefälschten französischen Identitäten kontaktiert, die französische Staatsbürger anwiesen, über die Plattform https://universaltrade.io in Kryptowährungen zu investieren.

Die gemeinsame Untersuchung ermöglichte die Rückverfolgung der von den Opfern in Kryptowährung transferierten Gelder und führte zur Identifizierung der Wallet-Inhaber, darunter mehrere albanische Staatsbürger. Aufgrund begründeter Verdachtsmomente und der vorliegenden Beweise haben diese Bürger Kryptowährungs-Wallets mit dem Ziel eröffnet, Gelder an die Betrüger zu überweisen.

Die identifizierten Bürger sind:

AB,
E. Sh.,
BZ,
FB,
GP,

Nach Überprüfung und Vernehmung der Bürger AB, E. Sh. und BZ stellte sich heraus, dass Bürger GP die Hauptrolle bei der Einrichtung der Kryptowährungs-Wallets und der Überweisung der Gelder der Opfer spielte. Daraufhin wurde der vom Sonderstaatsanwalt ausgestellte Haftbefehl von Ermittlern des Nationalen Ermittlungsbüros vollstreckt.

Im Zuge dieser internationalen Operation und der durchgeführten Kontrollen wurden Computer, elektronische Speichermedien, Mobiltelefone, vier „Cold Wallets“, ein Luxusfahrzeug, verschiedene Dokumente mit Bezug zu den Opfern und den Beteiligten, Siegel von Wirtschaftsunternehmen, mutmaßlich gefälschte Ausweisdokumente, automatische Geldzählgeräte sowie Geldbeträge in US-Dollar, kanadischen Dollar, Euro, Pfund und Lek im Gesamtwert von ca. 5.000.000 Lek beschlagnahmt.

Hinsichtlich der an dieser kriminellen Handlung beteiligten Personen und Organisationen wird derzeit eine detaillierte Analyse der Ermittlungsdaten durchgeführt, um die strafrechtliche Verantwortlichkeit vollständig zu dokumentieren.

Die am 22.4.2026 durchgeführten Kontrollen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der Polizeiaufsichtsbehörde und mit Unterstützung der Staatspolizei.

 

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