Die Staatsanwaltschaft und das Gericht von Durrës stellen die Ermittelungen gegen Trifon Murataj von Bana King, auch bekannt als der „Kokainkönig“, ein...
Obwohl die Justizreform die Affären, Skandale und Korruption in Gerichten und Staatsanwaltschaften beenden sollte, hat sich die Situation nicht nur nicht verbessert, sondern sogar noch verschärft. Richter und Staatsanwälte bereichern sich nicht nur selbst, sondern ein Großteil (zweifellos gibt es auch ehrliche) geht sogar auf kriminelle Machenschaften ein.
Der eklatanteste Fall kommt aus Durrës, nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittelungen gegen Trifon Murataj von Bana King, auch bekannt als der „Kokainkönig“, eingestellt hat.
Im Hafen von Durrës führte die Polizei mehrere Aktionen durch, nachdem große Mengen Kokain in den Bananencontainern der Firma „Zico“ von Trifon Murataj sichergestellt wurden. Der Fall wurde daraphin von der SPAK geferden, gelangte aber offenbar hinter den Kulissen an die Staatsanwaltschaft von Durrës, die die Ermittelungen einstellte und die Akte unter Verschluss hielt.
Betrachtet man die Entscheidung vom 23. Juni 2026, so ist die Begründung skandalös. Laut Anklage war „Bana King“ ein reines Opfer eines versuchten Angriffs internationaler Kriminalitätsgruppen, und aus diesem Grund habe das Gericht die Ermittlungen eingeleitet.
Beispiele aus der Praxis zeigen jedoch das Gegenteil.
Trifon Muratajs Name als Kokainhändler tauchte erstmals am 30. Dezember 2021 auf, als 119 kg Kokain in den Lagerhallen der Firma „Zico“ (Bana King) beschlagnahmt wurden. Er wurde nicht verhaftet, sondern lebte unbehelligt weiter und regierte mit hochrangigen Polizeibeamten und Staatsanwälten zu Mittag und zu Abend, während seine Neffe und seine Fahrer als Strohmänner dienten und nachwischen freigelassen wurden.
Am 17. Juli 2022 verschwanden 50 Kisten mit etwa 1,5 Tonnen Kokain aus dem Container „Bana King“; am 4. November 2022 wurden 35,5 kg beschlagnahmt; Am 8. Dezember 2023 gelangte eine Tonne unkontrolliert außer Landes. Murataj wurde jedoch nie verhaftet und seine Aktivitäten wurden nicht unterbunden.
Seine frühe Vergangenheit zeigt das Versagen des Systems: Von November 2014, als die ecuadorianische Polizei 33 kg Kokain in einem Container des Unternehmens meldete, bis Juni 2018, als die DEA einen massiven Kokainhandel in Zusammenarbeit mit Arben Isufin bekannt gab, blieb Murataj unantastbar.
Murataj ist es gelungen, jedes Glied der institutionellen Kette zu korrumpieren. Jahrelang wurde er vom System wie ein „Chef mit Immunität“ behandelt. Er wurde nicht nur nie verhaftet, sondern auch vom Justizsystem und der Polizei geschutzt.
Sogar die internationale Organisation C4ADS, die sich auf die Verfolgung globaler krimineller Netzwerke spezialisiert hat, hat Trifon Murataj als einen der gefährlichsten Vertretre des Kokainhandels auf dem Westbalkan bezeichnet, mit starken Auswirkungen in Lateinamerika und den EU-Ländern.
Offenbar kniete nun die Justiz vor ihm nieder. / Broschüre
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