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Forum 2 Prill 2026, 22:43

Der „Autokrat“ am Rande des Abgrunds – jemand muss ihm den letzten „Kick“ geben!

Shkruar nga Dragan Sormaz
Der „Autokrat“ am Rande des Abgrunds – jemand muss ihm den
Foto mit künstlicher Intelligenz erstellt

Aleksandar Vučićs Macht ist nicht mehr so ​​stark wie früher...

Der vergleichsweise schwache und wenig überzeugende Sieg der Regierungskoalition in traditionell SNS-nahen Gebieten deutet auf tiefgreifende Verschiebungen innerhalb der Wählerschaft hin. Diese Verschiebungen haben jedoch noch keine klare politische Ausdrucksform gefunden. Das System ist eindeutig in Bewegung, aber es fehlt eine treibende Kraft, die diese Bewegung lenken würde.

Der Vertrauensverlust in die Regierung ist sichtbar und messbar. Verglichen mit den Wahlen von 2022 sind die Ergebnisse der von Vučić geführten Liste deutlich schwächer, und das, obwohl der Präsident darauf bestanden hatte, alle Koalitionspartner unter einem gemeinsamen politischen Dach zu vereinen. Hinzu kommt der maximale Einsatz aller verfügbaren Mechanismen zur Wählermobilisierung und -kontrolle. Das Bild wird dadurch noch deutlicher: Es handelt sich um einen gravierenden Vertrauensverlust in die Regierung.

Selbst der intensive Einsatz des Parteiapparats und der loyalen Gefolgschaft konnte diesen Trend nicht verbergen. Im Gegenteil: Versuche, durch die Veröffentlichung neuer Skandale – wie etwa der Vorwürfe der Wahlmanipulation gegen die marginale Oppositionspartei Narodna Partija – Aufmerksamkeit zu erregen, wirken eher wie ein Ablenkungsmanöver und ein Zeichen politischer Nervosität als eine ernsthafte Strategie. Besonders besorgniserregend für die Regierung sind die minimalen prozentualen Veränderungen in Gebieten, die zuvor als sicher galten. Denn wenn die Veränderungen dort gering sind, wo die Regierung am stärksten vertreten ist, was ist dann erst in den großen Ballungszentren zu erwarten, wo die Opposition deutlich mehr Potenzial hat?

Auffällig ist auch, dass die SNS in den ärmsten Gebieten, wie etwa in Majdanpek, deutlich leichter gewonnen hat, während der Unterschied in Kula (Vojvodina) trotz aller Manipulationen des Regimes, einschließlich Gewalt und offener Einschüchterung, gering ist. In einigen Gemeinden wird die SNS mit allen Koalitionspartnern nun nur noch einen Gemeinderatssitz mehr haben.

Die Schwäche der Regierung an sich bedeutet jedoch nicht zwangsläufig ihren Sturz. Dies zeigt sich auch deutlich an der anderen Seite des politischen Spektrums, der Opposition, namentlich der sogenannten Studentenliste, die trotz der starken Proteste der vergangenen Zeit nicht in der Lage ist, von der Unzufriedenheit der Bürger zu profitieren.

Anders als das Modell, das die Demokratische Opposition Serbiens im Jahr 2000 im Kampf gegen das Regime von Slobodan Milošević anwandte, wirkt die heutige Oppositionsszene zersplittert, programmatisch unklar und organisatorisch unzureichend. Im Zeitalter der sozialen Netzwerke, in dem sich die meisten Bürger außerhalb der traditionellen Medien informieren, ist es theoretisch einfacher, die Informationsblockade zu durchbrechen. Doch ohne ein klares politisches Angebot reicht selbst dieser Kommunikationskanal nicht aus.

Die Hauptprobleme dieser politischen Gruppierung liegen auf der Hand. Ihr fehlt eine klare Position zu strategischen Fragen wie der europäischen Integration oder dem Verhältnis zur NATO. Die Organisation ist schwach und hat keine anerkannte und glaubwürdige Führung. Ihr Programm beschränkt sich auf allgemeine Aussagen zum Kampf gegen Korruption, ohne konkrete Maßnahmen, die diesen Kampf überhaupt erst ermöglichen würden. Auch fehlt eine klare Haltung oder ein Modell für eine neue Politik gegenüber dem Kosovo, der Regionalpolitik und dem Erbe der Kriege der 1990er Jahre.

Besonders bedeutsam ist das Fehlen einer klaren Position zum Ukraine-Krieg und zu den Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland. In einem politischen Umfeld, in dem geopolitische Fragen eine zentrale Rolle spielen, ist Unklarheit nicht neutral – sie stellt ein politisches Handicap dar.

Im Gegensatz zu dieser Opposition bietet die SNS dennoch einen gewissen Rahmen, wenngleich problematisch und veraltet. Ihre Politik basiert auf einer Mischung aus Populismus, quasi-patriotischer Rhetorik und einem Wirtschaftsnarrativ, das sich im Wesentlichen auf Infrastrukturprojekte und die Manipulation statistischer Indikatoren beschränkt. Dieses Modell wird für Serbien zunehmend kostspielig, ist aber politisch weiterhin wirksam, da es eine klare und eindeutige Botschaft vermittelt.

Das Problem der Opposition ist, dass ihr weder eine klare Botschaft noch eine kohärente Strategie noch der politische Mut zukommt, sich grundlegend von dem von Vučić „patentierten“ politischen Modell zu lösen. Doch diese Wahlen haben etwas Wichtiges offenbart: Das Potenzial für Veränderung ist vorhanden. Die Wählerschaft ist in Bewegung, das Vertrauen in die Macht schwindet, und der politische Raum für eine neue Alternative öffnet sich. Was fehlt, ist die politische Ausgestaltung dieses Raums.

In diesem Zusammenhang ist die Erfahrung der ungarischen TISZA-Partei und ihres Vorsitzenden Péter Magyar äußerst lehrreich. Ihr Beispiel zeigt, dass selbst unter starker Kontrolle von Institutionen und Medien eine gut organisierte, klar profilierte und modern konzipierte politische Alternative bedeutende Erfolge erzielen kann. Anders ausgedrückt: Serbiens Problem liegt heute nicht nur in der Schwäche der Regierung, sondern auch in der Schwäche der Alternative. Ohne diese Alternative bleibt jeder Wandel lediglich eine Möglichkeit, aber keine Realität. / Adaptiert aus „Pamphlet“ von „TheGeopost“

vucic autokrati

1 Komente

  1. K
    Kiu

    Po ne c'pune kemi me Vucic, apo artikull per kosoven nga kosovaret

    Lini një Përgjigje