Trocchia, weithin bekannt als der Journalist, der die „Aruba“-Affäre aufdeckte, erzählt die Geschichte des italienischen Mörders...
Der italienische Investigativjournalist Nello Trocchia, Autor des Buches „Invincibili“, hat mit einem kürzlich auf Facebook veröffentlichten Video die Aufmerksamkeit erneut auf den Aufstieg und die Raffinesse albanischer Verbrecherclans in Italien gelenkt.
Trocchia, der weithin als der Journalist bekannt ist, der die "Aruba"-Affäre aufdeckte, liefert neue Details über die Verbindungen zwischen der Welt der Elite, dem organisierten Verbrechen und albanischen Strukturen, die in Rom und darüber hinaus operieren.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Matteo Costacurta, ein Mann, der sich zwischen römischen Adelskreisen, dem Poloclub in Parioli und einem tadellosen öffentlichen Image bewegt, laut Trocchia aber im Hintergrund als Auftragsmörder für albanische Bosse agiert. Costacurta, der unter zahlreichen Spitznamen wie „Matteo di San Giovanni“, „Principe“ oder „San Pietro“ bekannt ist, wird als eine Figur mit einer Leidenschaft für Waffen und Luxus beschrieben, die so gar nicht dem klassischen Bild eines Straßenkriminellen entspricht.
Einer der albanischen Bosse, Elvis Demçe, beschreibt Costacurta als einen Mann, der „stundenlang ruhig umhergeht, ohne zu ahnen, dass jemand anderes den ‚Startknopf‘ in der Hand hält“. Dies unterstreicht die heimliche Kontrolle, die die Clans über ihre Henker ausüben. Laut Trocchia tötet Costacurta nicht für Geld – das hat er –, sondern aus Leidenschaft. Dies verdeutlicht eine Realität, in der Verbrechen nicht mehr nur eine Notwendigkeit, sondern eine Wahl und ein Statussymbol ist.
Der italienische Journalist enthüllt außerdem Reisen in den Libanon, Netzwerke finsterer Beziehungen und eine Geburtstagsfeier in den Räumlichkeiten eines wegen des Massakers von Bologna Verurteilten, bei der auch Fabrizio Piscitelli, bekannt als Diabolik, ein weiterer schwerwiegender Name der römischen Verbrechensgeschichte, anwesend war.
Laut Trocchia ist all dies in dem Buch „Invincibili“ dokumentiert und analysiert, das er als erstes investigatives Buch über die albanische Mafia bezeichnet. Er argumentiert, dass diese Clans nicht länger nur eine Randerscheinung der italienischen Kriminalität seien, sondern zentrale Akteure, die in der Lage seien, Eliten zu durchdringen, Allianzen zu bilden und mit modernen und diskreten Methoden zu operieren.
Eine Adelsfamilie, der Poloclub in Parioli und eine Pistole stets griffbereit. Man nennt ihn bei vielen Namen: Matteo von San Giovanni, der Prinz oder der Heilige Petrus. Sein richtiger Name ist Matteo Costacurta. Er hegt eine Leidenschaft für die erhobene Hand (eine klare politische Anspielung), für Polo und für Waffen. In Wahrheit ist sein Job, im Auftrag albanischer Bosse zu töten. Einer von ihnen, Elvis Demçe, beschreibt es so: „Stellt euch vor, da läuft jemand acht Stunden am Tag, jeden Tag, mit dem Heiligen Petrus auf dem Rücken herum und hat keine Ahnung, dass ich den Knopf habe, um den Film zu starten. Nur um ihn zu stoppen, versteht er den Film überhaupt nicht, sonst hätte man ihm schon vor Jesus Christus das Wetter angesagt.“
Costacurta tötet nicht für Geld, davon hat er genug. Er schießt aus Vergnügen. Denn in Rom gibt es jene, die aus Langeweile schießen, und jene, die es aus Leidenschaft tun. Ich werde Ihnen von Costacurtas Reisen in den Libanon erzählen, von seinen Verbindungen und Kontakten und von einer besonderen Geburtstagsfeier im Gefängnis eines Verurteilten des Massakers von Bologna. Auf dieser Feier war auch ein Freund von ihm: Fabrizio Piscitelli, genannt „Diabolik “, sagt er. / Broschüre
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