
34 Jahre nach dem Massaker von Capaci gedenkt Italien der beiden Symbole der Gerechtigkeit, die die Cosa Nostra bis zum Opfer herausforderten.
Am 23. Mai 1992 erschütterte eine gewaltige Explosion die Autobahn bei Capaci, am Stadtrand von Palermo. Unter dem Asphalt hatte die Mafia etwa 500 Kilogramm Sprengstoff versteckt. Als der Autokonvoi darüberfuhr, riss die Explosion einen großen Krater auf und riss Richter Giovanni Falcone, seine Frau Francesca Morvillo und drei Leibwächter in den Tod.
Es war der Beginn des erbittertsten Krieges zwischen dem italienischen Staat und der Cosa Nostra.
Nur 57 Tage später, am 19. Juli 1992, schlug die Mafia erneut zu. In der Via D'Amelio in Palermo explodierte eine Autobombe in der Nähe der Wohnung von Paolo Borsellinos Mutter. Der Richter und fünf seiner Begleiter kamen dabei ums Leben.
Die beiden Attentate gingen als dramatischster Moment im modernen Kampf gegen die italienische Mafia in die Geschichte ein.
Heute, 34 Jahre später, erinnert sich Italien an Falcone und Borsellino nicht nur als Richter, sondern auch als Symbole bürgerlichen Mutes und des Kampfes gegen das organisierte Verbrechen.
In Palermo marschierten Tausende von Studenten, Richtern, Bürgern und Vertretern von Institutionen zu symbolträchtigen Orten der Mafia-Massaker. Der italienische Präsident Sergio Mattarella erklärte, ihr Opfer bleibe „ein unersetzlicher ethischer Bezugspunkt für das demokratische Gewissen des Landes“.
Doch die Geschichte von Falcone und Borsellino begann nicht mit den Attentaten. Sie begann Jahre zuvor in einem Sizilien, in dem die Mafia jeden Aspekt des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens durchdrungen hatte.
Zwei Freunde aus Palermo
Giovanni Falcone und Paolo Borsellino wuchsen im selben Viertel von Palermo, Kalsa, auf. Schon als Kinder spielten sie in denselben Straßen, die später von der Mafia beherrscht werden sollten.
Beide wurden Richter und schlossen sich in den 1980er Jahren der berühmten Anti-Mafia-Gruppe an, die von Richter Rocco Chinnici gegründet und später von Antonino Caponnetto geleitet wurde.
Dort entstand der „Anti-Mafia-Pool“, das erste Team von Staatsanwälten, das beschloss, die Mafia als eine einzige Organisation und nicht als isolierte Verbrechen zu untersuchen.
Falcone revolutionierte die Ermittlungsarbeit. Er verfolgte Geldströme, analysierte die finanziellen Verbindungen der Cosa Nostra und knüpfte Beziehungen zum amerikanischen FBI, um den internationalen Heroinhandel aufzudecken.

Im Jahr 1984 kam es zum entscheidenden Wendepunkt: Der Mafioso Tommaso Buscetta, bekannt als der „Boss zweier Welten“, erklärte sich bereit, mit der Justiz zusammenzuarbeiten.
Zum ersten Mal erhielt der italienische Staat ein vollständiges Bild von der Struktur der Cosa Nostra.
Aus Buscettas Aussagen entstand der „Maxiprocesso“, der größte Anti-Mafia-Prozess in der italienischen Geschichte.
Der Prozess, der die Mafia erschütterte
Im Jahr 1986 begannen in einem eigens dafür errichteten Bunker in der Nähe des Ucciardone-Gefängnisses in Palermo die Prozesse gegen Hunderte von Mafiosi.
Über 470 Angeklagte saßen auf der Anklagebank. Zum ersten Mal griff der italienische Staat die Cosa Nostra als zentralisierte kriminelle Organisation an.
Falcone und Borsellino lebten in Isolation, unter ständigem Schutz, im Bewusstsein, dass sie zu Zielscheiben geworden waren.
1987 verhängte das Gericht Hunderte von Strafen, darunter auch lebenslange Haftstrafen. Der Mafia wurde klar, dass sie ihre historische Immunität verloren hatte.
Während Falcone und Borsellino in der Öffentlichkeit zu Symbolen des Staates wurden, blieben sie innerhalb der Institutionen oft isoliert.
Falcone wurde politisch angegriffen, ihm wurde vorgeworfen, nach Provokation zu streben, und erlitt mehrere Rückschläge in seiner Karriere. Dennoch setzte er den Kampf fort.
1992 bestätigte der Kassationsgerichtshof die Verurteilungen der „Maxiprocesso“. Es war der schwerste Schlag, den die Mafia je erlitten hatte.
Für die Cosa Nostra war Rache nur eine Frage der Zeit.
Die Massaker, die Italien veränderten
Das Massaker von Capaci schockierte Italien und ganz Europa. Die Bilder der zerstörten Autobahn wurden zum Symbol für die Brutalität der Mafia.
Paolo Borsellino war sofort klar, dass auch er das nächste Ziel sein würde.
„Es wird nicht lange dauern“, hatte er engen Freunden nach Falcones Ermordung gesagt.
57 Tage später traf seine Vorhersage ein.

Nach den Anschlägen reagierte Italien mit Wut. Zehntausende Menschen gingen auf die Straße, während der Staat seine größte Offensive gegen die Mafia startete.
In den darauffolgenden Jahren wurden die mächtigsten Bosse der Cosa Nostra verhaftet, darunter Salvatore „Totò“ Riina und Bernardo Provenzano.
Falcone und Borsellino wurden zu den wichtigsten moralischen Figuren des modernen Italiens.

Heute tragen Schulen, Flughäfen, Institutionen und öffentliche Plätze ihre Namen. Für viele Italiener verkörpern sie die Idee, dass der Staat nur dann gegen die Mafia gewinnen kann, wenn Gerechtigkeit, Mut und die Gesellschaft Hand in Hand gehen.
In Palermo ertönen jedes Jahr Sirenen zur gleichen Zeit wie bei der Bombenexplosion in Capaci.
Und jedes Jahr stellt sich Italien wieder dieselbe Frage, die Falcone schon vor Jahrzehnten aufwarf: „Die Mafia ist ein menschliches Phänomen, und wie jedes menschliche Phänomen hat sie einen Anfang und wird ein Ende haben.“ / Broschüre
Dergoni nje kopje te busteve te tyre ti vendosin prane SPAK, ndoshta i shohin dhe marrin sadopak shembull ata prokuroret qe vene ne pune ne zyrat e ketij institucioni.
Ka dicka te keqe ketu te ne? Ne kemi dal pas nje diktature 50 vjecare, kurse Italia jo? Jemi popull i shtypur i rrahur i frikesuar deri ne palce, duhet shum kohe qe te ndergjegjesohen e te reagojne. Flm!
Bustet duhen vendosur në kryeministri , në kryeqendrën e mafies.
Gjergji flet me gjuhen e qeveritareve qe tere kohen merren me kohen monizmit..Kjo per te harruar e heshtur per poshtersite e te tashmes. Pse ne si popull reaguam ne 91, ne 97 etj etj. Por tani qeveria aktuale ka krijuar kushte adekuate qe shqiptaret te ikin dhe vetem te ikin se nuk strehohen dot ne kullat dhe pallatet qe ndertojne mafja dhe qeveritaret me cmime extra te larta, se nuk ka meritokraci dhe nuk vepron ligji, por mbetet ne leter. se parlamenti, me urdher te Rames mbron te korruptuarit e tj...Pra kush do reagoje ne keto kushte, apo ata pensionistet me 150 mije leke? Pastaj mos harroni bashkepunimin Rama Berisha qe i jep mundesi Kryemi istrit te beje cfare te doje me pronat, me buxhetin etj e tj dhe ta dali be podcast me ato syzet e kuqe per ti bere karshillek atyre qe bin ne varferi apo ikin jashte. Prandaj lereni te kaluaren, merruni me te tashmen, me korrupsionin, grabitjen e pronave, me lojen qe ben qeveria dhe banka lidhur me vleren e euros apo dollarit qe i trajton sikur te jene domate dhe kalben, prandaj duhen shitur sa ne lire dhe ato i mbledh po qeveria perme BSh ne menyre qe te shlyej sa me shume borxhin e pastaj te marri borxh tjeter e ti shpjere tek oligarket apo qeveritaret me biznese...