Teheran stellt Entwurf eines Abkommens mit den USA und der UNO vor
Iranische Staatsmedien berichteten, dass Teheran und Washington einen ersten Entwurf für eine Absichtserklärung vorbereitet hätten, die darauf abzielt, die militärischen Spannungen zu verringern und die kommerzielle Schifffahrt in der Straße von Hormuz wiederherzustellen.
Laut iranischem Staatsfernsehen sieht der Entwurf vor, dass der Iran den Handelsverkehr in der Straße von Hormus innerhalb von 30 Tagen auf das Vorkonfliktniveau wiederherstellt. Im Gegenzug würden die Vereinigten Staaten ihre Streitkräfte aus den Gebieten nahe des Irans abziehen und die Seeblockade iranischer Häfen aufheben.
Die Straße von Hormus gilt als einer der strategisch wichtigsten Knotenpunkte des Welthandels, da ein Großteil der weltweiten Öl- und Gasexporte durch sie hindurchfließt. Jede Entwicklung in diesem Seeweg hat direkte Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte und die regionale Sicherheit.
Dem Entwurf zufolge wird der Verkehr von Handelsschiffen in Zusammenarbeit mit Oman geregelt, während Militärschiffe nicht in das Abkommen einbezogen sind. Das Dokument trägt den Namen „Islamabad-Memorandum“ und sieht eine endgültige Einigung innerhalb von 60 Tagen vor. Sollte diese erzielt werden, ist der Text dem UN-Sicherheitsrat zur Annahme als verbindliche Resolution vorzulegen.
Bislang gibt es vonseiten der US-Regierung keine offizielle Bestätigung über die Existenz oder den Inhalt des von iranischen Medien veröffentlichten Entwurfs.
Unterdessen reagierte US-Präsident Donald Trump scharf auf die US-Medien und die Opposition hinsichtlich der Entwicklungen im Iran. In einem Beitrag auf der Plattform „Truth Social“ erklärte Trump, selbst wenn der Iran vollständig kapitulieren würde, würden die US-Medien die Situation als Sieg für Teheran darstellen.
„Die New York Times, das Wall Street Journal, CNN und andere Fake-News-Medien würden schreiben, dass der Iran einen großen Sieg über die Vereinigten Staaten errungen habe“, schrieb Trump und warf den Demokraten und den Medien vor, seiner Meinung nach „völlig die Kontrolle verloren zu haben“. / Broschüre
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