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Editorial27 Dhjetor 2025, 10:41

Der zynische Umgang des Westens mit den Verlusten in der Ukraine

Shkruar nga Gjergj Zefi
Der zynische Umgang des Westens mit den Verlusten in der Ukraine
Ein Feuerwehrmann nach russischen Raketen- und Drohnenangriffen während des russischen Angriffs auf die Ukraine in Kiew, Ukraine, Mitternacht, 27. Dezember 2025. Bildnachweis: Reuters /

Von der „Verteidigung von Werten“ zum politischen Taktieren: Der Krieg in der Ukraine endet nicht mit Gerechtigkeit, sondern mit strategischer Erschöpfung und geopolitischen Interessen…

Das angekündigte Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump ist weder klassische Diplomatie noch Frieden im historischen Sinne. Es ist politisches Geschäft, entkleidet von Idealen und gekleidet in den brutalen Zynismus einer Welt, in der Kriege nicht mit dem Ende der Waffenruhe enden, sondern mit der Verschiebung der Interessen.

Die Ukraine geht in das vierte Kriegsjahr nicht als souveräner Akteur, der aus moralischer Kraft verhandelt, sondern als erschöpfte Partei, die aufgefordert wird, sich angesichts der amerikanischen Realpolitik zu "verwirklichen", wo das Wort "Sieg" längst durch den Begriff "Verlustmanagement" ersetzt wurde.

Trump begrüßt Selenskyj nicht als Verbündeten, sondern als geerbtes Problem. Ein teurer, langwieriger und politisch unliebsamer Konflikt für ein Amerika, das sich immer mehr abschottet und zu seinen isolationistischen Instinkten zurückkehrt. Die Botschaft ist simpel und brutal: Entweder man akzeptiert jetzt einen schlechten Frieden oder man steht morgen ohne jegliche Unterstützung vor einem noch schlimmeren Krieg. Die erwähnten Sicherheitsgarantien sind vage Formeln, zahnlose politische Dokumente, die weder den russischen Panzer noch die Rakete, die auf Kiew fällt, aufhalten werden. Die NATO bleibt ein Tabu, denn niemand im Westen will für den Donbass sterben, egal wie heroisch es in Reden klingen mag.

In diesem Szenario hat Wladimir Putins Russland keinen Grund zur Eile. Der Kreml weiß, dass die Zeit für ihn arbeitet. Mit jedem Tag, der vergeht, zehrt die Ukraine Ressourcen, Menschen und die politische Geduld des Westens auf. Jeder „Friedensplan“, der in den USA diskutiert wird, ist im Grunde die Legalisierung vollendeter Tatsachen: Gebietsverluste werden als „Kompromisse“ bezeichnet, Invasionen als „Realität vor Ort“ umgedeutet, und ein geschwächter Staat wird aufgefordert, im Namen der regionalen Stabilität seinen eigenen Akt der Selbstverstümmelung zu unterzeichnen.

Selenskyj befindet sich in einer denkbar ungünstigen Lage: ein Held vor den Kameras, aber ein Verhandlungspartner ohne Trümpfe. Das als Option ins Spiel gebrachte Referendum ist kein Ausdruck von Demokratie, sondern ein Mechanismus zur Schuldzuweisung. Ein eleganter Weg, die Verantwortung für ein Abkommen, das niemand offen zu verteidigen wagt, auf das Volk abzuwälzen. Auch hier wird die Geschichte zynisch sein: Sie wird eine „souveräne Entscheidung“ nennen, die in Wirklichkeit geopolitischer Druck im Gewand einer Wahl ist.

Dies ist nicht das Ende des Krieges in der Ukraine, sondern der Beginn einer neuen Phase, in der der Krieg ohne Illusionen weitergeht. Ohne Reden über Werte, ohne Flaggen in sozialen Netzwerken und ohne leere Versprechungen über die internationale Ordnung. Es ist der Moment, in dem der Westen – wenn auch nicht direkt – akzeptiert, dass die Ukraine eine Frontlinie war, kein Ziel; ein Druckmittel, kein langfristiges Projekt. Und wenn Trump vor den Kameras von „Frieden“ spricht, ist in Wirklichkeit etwas anderes geschehen: die Normalisierung der Tatsache, dass im 21. Jahrhundert Grenzen immer noch mit Gewalt verschoben werden – es genügt, wenn die Rechnung zu hoch wird, um sie abzulehnen. / Broschüre

menaxhimi i humbjes perëndimi ukraina

1 Komente

  1. F
    Feti Dema

    Mesa duket: vija e frontit do ngrijë aty ku e gjen dakortësia në bisedimet e fundit. Garant për vijën e frontit do jenë SHBA. Do kryen zgjedhjet presidenciale në Ukrahinë dhe referenduni me pyetjen: A jeni për vazhdimin e luftës deri në çlirimin e gjithë teritoreve të pushtuara, apo për paqe ku për Rusinë Donbasi është vijë e kuqe? Konkluzioni: Askush nuk duhet të krruhet me superfuqitë, në zonat e tyre të influencës.

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