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Editorial 3 Janar 2026, 22:04

Nach Venezuela, wer ist der nächste?

Shkruar nga Gjergj Zefi
Nach Venezuela, wer ist der nächste?
Venezuela heute /

Die militärische Intervention der USA in Lateinamerika lässt die alte Doktrin der regionalen Vorherrschaft wieder aufleben und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für eine Welt, in der Gewalt die Diplomatie ersetzt...

Wenn eine Supermacht ohne internationale Zustimmung militärisch in einem souveränen Staat interveniert, gerät die globale Ordnung ins Wanken. Genau das geschieht in Venezuela. Die Vereinigten Staaten rechtfertigen ihr Vorgehen mit dem Drogenkrieg und dem Schutz der nationalen Sicherheit, doch die Signale dieser Intervention sind viel weitreichender, tiefgreifender und gefährlicher.

Was in Caracas geschah, ist nicht einfach nur eine Operation gegen ein autoritäres Regime, sondern eine stillschweigende Rückkehr zu einer politischen Logik des 19. Jahrhunderts: dass die westliche Hemisphäre ausschließlich Amerika gehört.

Auf den ersten Blick erscheint Washingtons strategischer Vorteil klar: die Ausschaltung eines Verbündeten Moskaus und Teherans in der Region, die Rückgewinnung der Kontrolle über Energieressourcen und die Etablierung eines neuen Gleichgewichts in Lateinamerika in einer Zeit wachsenden chinesischen und russischen Einflusses. Das Problem entsteht jedoch, wenn ein solches Vorgehen, so gerechtfertigt es auch im Lichte eines Bündnisses erscheinen mag, gegen internationale Normen verstößt und eine Kettenreaktion auslöst. In einer Welt, in der Regeln nur noch vorübergehend gelten und Gewalt den Dialog ersetzt, schafft jeder einseitige Akt das Recht für einen weiteren. Und nach dieser Logik kann Peking Venezuela als Präzedenzfall für Taiwan betrachten.

Wenn eine Supermacht im Namen der „regionalen Sicherheit“ intervenieren kann, warum sollte China dann nicht auch in einem Gebiet intervenieren, das es als untrennbaren Bestandteil seines Territoriums betrachtet? Was die USA in Asien verhindern wollen, haben sie nun in Lateinamerika erreicht. Darin liegt die größte Gefahr: die Ersetzung des Völkerrechts durch das Recht des Stärkeren.

Für kleinere Länder, die oft zwischen den Fronten größerer Interessen stehen, ist dies ein Weckruf. Die Schaffung solcher Präzedenzfälle verstärkt die globale Unsicherheit, schwächt multilaterale Institutionen und verwandelt die Welt in ein Schlachtfeld mit unklaren Regeln. Die Diplomatie tritt in den Hintergrund und Gewalt tritt an ihre Stelle – mit Folgen, die nicht nur große Kontinente, sondern auch vergleichsweise kleine Regionen wie den Balkan betreffen.

Daher ist es an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft, einschließlich der NATO- und EU-Staaten, über den eingeschlagenen Weg der globalen Ordnung nachdenkt. Die Intervention in Venezuela sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Kontext eines zunehmend angespannten internationalen Klimas, in dem ein Ereignis an einem Ort der Welt globale Erschütterungen auslösen kann. Und morgen, bevor wir in Taiwan über eine diplomatische Lösung beraten, werden wir uns vielleicht erklären müssen, warum wir zu Venezuela geschwiegen haben. / Broschüre

venezuela kush e ka radhën?!

2 Komente

  1. T
    Tony

    Ligjerisht nderhyrja e arrestimi e grabitja e nje presidenti mund të quhet shkelje e rende e tere verr ver. Edhe mos diskutimi ne Senat duket arrogant. Por për hir të secretit të operacionit ky veprim nuk mund të kryhej. Ky nuk ishte nje invadim ushtarak por rrembim i nje personi kriminel ne kerkim. Pse a mund të rrezohej Hitleri, Enveri, Stalini, Kadafi, Sadami me zgjedhje demokratike? Kurre. Keshtu më mirë të shkelet e drejta nje personi se sa të nje populli e me shume gjakderdhje. Tani pse e qysh e ku aresyeja te nafta e mineralet e bananet, Amerikani sa fillon nje muhabet të thote: “What’s in it for me?”

    1. M
      Malo

      Ska cfar i shtoje komentit tuaj je i sakte madje pak me i ashper duhet te ishte komenti juaj,te majtet nuk kuptojne ndryshe….????????????‍♂️

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