Die politische Debatte konzentriert sich auf den Rücktritt von Edi Rama, während niemand über seinen Nachfolger und dessen Wahl spricht. Die Gefahr besteht nicht im Machtwechsel selbst, sondern in der Amtseinführung eines zufällig gewählten Premierministers, dessen Wahl nicht dem Willen der Bürger, sondern den Umständen geschuldet ist.
Albanien tritt in eine Phase ein, in der nicht mehr Edi Rama im Mittelpunkt steht, sondern die Frage nach seiner Nachfolge. Die öffentliche Debatte dreht sich weiterhin um den Verbleib, den Sturz oder die Erschöpfung der langjährigen Regierung, während niemand ernsthaft über den Nachfolger spricht, wie dieser ausgewählt werden soll und das Risiko, dass seine Wahl nicht dem Willen der Bürger, sondern den Umständen geschuldet ist.
Wenn eine Regierung an Stärke verliert und die Gesellschaft keine klare Position hat, führt der Übergang nicht zu Wahlen, sondern zu Ernennungen. Er bringt keine klare Richtung, sondern schnelle Lösungen. Hier liegt die Gefahr des unfreiwilligen Premierministers – einer Figur, die nicht aus einem politischen Prozess hervorgeht, sondern aus dem Bedürfnis, eine Krise so schnell wie möglich zu beenden.
Ein solcher Premierminister kommt nicht, weil das Volk es verlangt, sondern weil niemand dagegen ist. Er kommt nicht mit einem Programm, sondern mit Akzeptanz. Er kommt nicht, um Entscheidungen zu treffen, sondern um Probleme zu vermeiden. Und ein Land, das diesen Kurs einschlägt, gestaltet seine Zukunft nicht selbst, sondern überlässt sie dem Lauf der Dinge.
Die Geschichte von Transformationsprozessen zeigt, dass Entscheidungen im Verborgenen getroffen werden, wenn Gesellschaften nicht rechtzeitig ihre Stimme erheben. Sie fallen nicht in Wahlen, sondern in Verhandlungen. Sie werden nicht von Bürgern, sondern von Akteuren getroffen, denen Stabilität über alles geht. Stabilität, die nicht aus der Innenpolitik erwächst, bringt Führungskräfte hervor, die keine Wurzeln haben und sich keiner Wahlpflicht unterwerfen.
Amerika ernennt keine Premierminister und gibt auch keine Namen bekannt, bevorzugt aber stets Ordnung und Kontinuität. Wenn ein Land seinen Nachfolger nicht durch einen transparenten politischen Prozess selbst bestimmt, entsteht dieser durch Kompromisse. Und Kompromisse bringen in der Regel Persönlichkeiten hervor, die zwar keine Unruhe stiften, aber auch nicht führen können.
Die Gefahr für Albanien liegt nicht im Machtwechsel an sich. Die Gefahr besteht im Übergang von einem starken zu einem willkürlichen Premierminister. Von einer Regierung, die Fehlentscheidungen trifft, zu einer, die gar keine Entscheidungen trifft. Von einer verantwortlichen Person zu einer, die lediglich den Posten besetzt.
Deshalb ist der richtige Zeitpunkt zum Sprechen nicht nach dem Fall, sondern jetzt. Nicht um jemanden zu stürzen, sondern um zu bestimmen, wer uns nicht regieren soll. Denn die Demokratie geht nicht nur verloren, wenn Wahlen manipuliert werden, sondern auch, wenn die Gesellschaft akzeptiert, dass ihre Richtung vom Zufall bestimmt wird.
Wenn Albanien diese Debatte heute nicht eröffnet, riskiert es, morgen mit einem Premierminister aufzuwachen, den niemand gewählt hat, den aber mangels Alternative alle akzeptiert haben. Und das ist die schleichendste Form des Kontrollverlusts.
Nicht einmal Edi Rama? Er gehört bereits der Vergangenheit an… / Broschüre
Hahah ju ka djeg Rama me ftesen nga Trump. Nuk po mund ta zhvleresoni me asnje gje. Do ta demtoni dhe helmoni vetem shendetin dhe shpirtin tuaj.
O kol palla, rama ka vdek, po shif ku do shkosh si patronazhist pas tij
Dëshira me largu Ramën nuk është vetëm e PDsë. Ky editorial me shumë drejtë shpalos pyetjen se kush do të jetë pasardhësi. Që qartësisht nënkupton stilin autoritar të një njeriu në krye të një shteti me themele të dobëta e me një nënbotë të fuqishme dhe mungesën e një apo disa kandidatëve të aftë. Zotëri Rama duhet të provojë pasuesit e tij, ndërsa Salih Berisha duhet ti hapë rrugën të rinjve shumë të aftë që rrinë në opozitë jo për besnikëri ndaj bajraktarit, por se janë anti-socialistë të bindur dhe nuk i kanë burimet dhe mbështetjen e organizuar për një alternativë që tërheq një shumicë votuese.