
Der Anteil des Dollars an den globalen Devisenreserven ist von 72 Prozent im Jahr 1999 auf heute etwa 57 Prozent gesunken, während andere Währungen entwickelter Länder und Gold an Bedeutung gewonnen haben...
„Vertrauen, insbesondere internationales Vertrauen, ist fragil und erfordert ständige Sorgfalt bei der Steuerung der Geld- und Fiskalpolitik“, warnte ein Beamter der US-Notenbank (Fed) bereits 1961. Mehr als sechs Jahrzehnte später erscheint diese Warnung angesichts der neuen Unsicherheit auf den globalen Märkten erneut relevant. Die Federal Reserve und das Finanzministerium sind nach wie vor die Hauptgaranten der US-Währung. Die mögliche Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef, sollte er im Mai vom Senat als Nachfolger von Jerome Powell bestätigt werden, wird von Anlegern jedoch als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor wahrgenommen. Die Devisenmärkte haben bereits reagiert und den Wertverfall des Dollars, der seit Anfang 2025 rund zehn Prozent seines Wertes verloren hat, teilweise gestoppt.
Die Stärke des Dollars und die internationale Glaubwürdigkeit der Vereinigten Staaten sind nicht dasselbe, aber sie sind durch die Attraktivität Amerikas als Investitionsstandort zunehmend miteinander verknüpft. Das aktuelle Klima ist geprägt von wachsenden Bedenken im Ausland hinsichtlich auf Dollar lautender Vermögenswerte, angeheizt durch Handelsspannungen, konfrontative Haltungen gegenüber Verbündeten und die Rücknahme jahrzehntelanger Handelsliberalisierung. Gleichzeitig hat sich die Struktur der ausländischen Investitionen in den Vereinigten Staaten deutlich verändert: Die Devisenreserven der Zentralbanken decken einen immer geringeren Anteil der Dollarnachfrage ab, während Investoren verstärkt auf risikoreichere Anlagen, vor allem US-Aktien, setzen.
Der Anteil des US-Dollars an den globalen Devisenreserven ist von 72 Prozent im Jahr 1999 auf heute etwa 57 Prozent gesunken, während andere Währungen entwickelter Länder und Gold an Bedeutung gewonnen haben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Nachfrage nach US-Dollar verschwunden ist, sondern dass sie sich von einem Sicherheitsaspekt hin zu einem Gewinnaspekt verlagert hat. US-Aktien machen heute mit 58 Prozent einen Rekordanteil der in ausländischem Besitz befindlichen US-Vermögenswerte aus – fast dreimal so viel wie nach der globalen Finanzkrise.
Dieser Trend spiegelt den Erfolg amerikanischer Unternehmen und die sich verbessernde makroökonomische Politik vieler Entwicklungsländer wider, macht den Dollar aber auch anfälliger für Marktschwankungen. Im vergangenen Jahr blieben die Renditen amerikanischer Aktien hinter denen anderer globaler Märkte zurück, da Anleger verstärkt Währungsabsicherungsgeschäfte abwickelten, Dollar verkauften und so den Dollar zusätzlich unter Druck setzten. Selbst US-Staatsanleihen, die traditionell als sicherer Hafen galten, spielen in Krisenzeiten nicht mehr dieselbe Rolle, da die Volatilität oft von der US-Politik selbst herrührt.
Obwohl viele Anleger die USA weiterhin als unersetzlichen Markt betrachten, fließt Kapital zunehmend nach Europa und Asien, während steigende Anleiherenditen in anderen G7-Staaten den Wettbewerb verschärfen. Analysten warnen, dass das Hauptrisiko für den Dollar nicht in der Entstehung einer Konkurrenzwährung liegt, sondern im Verlust des Wettbewerbsvorteils US-amerikanischer Aktien und der sinkenden Wahrnehmung der USA als sicherer Hafen.
In diesem Kontext gilt Kevin Warsh als Schlüsselfigur für die Zukunft des Dollars. Bekannt als Hardliner in der Geldpolitik, schlägt er in letzter Zeit jedoch gemäßigtere Töne an. Er wird als politisch engagierter als seine Vorgänger angesehen und konzentriert sich auf die Reduzierung der Fed-Bilanz. Seine Beziehung zu Präsident Donald Trump und deren Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der Zentralbank sind weiterhin ungeklärt. Obwohl der Dollar nach wie vor die Weltreservewährung ist, betonen Analysten, dass dieser Status nicht selbstverständlich ist und ständig neu verdient werden muss. Heute erscheint die amerikanische Währung so angreifbar wie nie zuvor in der jüngeren Geschichte. / Adaptiert aus dem „The Economist“-Artikel
Po si logjike dobesimi I dollarit rrit ekonomine amerikane. Sepse ne qofte se dua të blej nje mall qe kushton 100 euro dhe 100 dollare do shkoj ta blej 100 dollare sepse per mua dollari eshte me I lire. Pra me nje fjale amerika do heqe mallin stok dhe per rrjedhim do reuse prodhimin qe ti rimbushe magazinat
Ne se vlera e nje malli do ishe e njejte ndodh,ne se vlerat ne euro jane me te vogla se vlera ne dollar ,atehere behet bilanc edhe per garanci te tjera qe shoqerojne nje mall
Të njëjtin mendim kam edhe unë me komentuesin më sipër . Unë kam vënë re që her pas here dollari amerikan pëson rënie. Dhe kjo rënie ka pasur si qëllim pastrimin e magazinave nga stoqet e mallit . Amerika është një shtet, ku çdo gjë lëviz me shpejtësi , nuk ka dështime se nuk i pranon ato, atje vetëm ecet përpara me plane afatgjata që bota i kupton me vonesë.