Florind Rama wurde nach einer koordinierten internationalen Operation in Kolumbien festgenommen, nachdem er von Interpol gesucht worden war. Er steht im Verdacht, an einem Fall von Entführung, Folter und Mord beteiligt gewesen zu sein, der sich 2022 in Marbella, Spanien, ereignet hat. Die Ermittlungen ergaben Verbindungen zu kriminellen Netzwerken in Europa, und er wird außerdem verdächtigt, Kontakte zum mexikanischen Sinaloa-Kartell unterhalten zu haben.
Der Albaner Florind Rama, auch bekannt als Terziu Florín, wurde in Kolumbien festgenommen. Er steht im Verdacht, Verbindungen zu Drogenhandelsnetzwerken zu unterhalten, darunter zum mexikanischen Sinaloa-Kartell, berichtet „El Tiempo“.
Nach einer 30-tägigen Fahndung wurde er von den kolumbianischen Behörden in der Stadt Pereira festgenommen. Gleichzeitig wurde gegen ihn ein internationaler Haftbefehl wegen des Verdachts der Beteiligung an einem Fall von Entführung, Folter und Mord ausgestellt, der sich 2022 in Marbella, Spanien, ereignet hatte.
Die Ermittlungen ergaben, dass Rama ein Netzwerk von Bewegungen in mehreren europäischen Ländern aufgebaut und mehrere Pässe benutzt hatte, um nicht identifiziert zu werden. Bei seiner Festnahme gab er sich als deutscher Staatsbürger aus, doch die Behörden hatten seine Identität und seine albanische Herkunft bereits zuvor bestätigt.
Laut Ermittlungsakten steht er in Verbindung mit kriminellen Strukturen an der Costa del Sol, einem Gebiet, das für die Aktivitäten internationaler Drogenkartelle bekannt ist. Gleichzeitig prüfen die Ermittler mögliche Verbindungen zu kriminellen Organisationen in Lateinamerika, darunter das Sinaloa-Kartell und die Jalisco-Gruppe.
Der Fall, wegen dem er gesucht wurde, bezieht sich auf den Mord an einem serbischen Staatsbürger in Marbella am 30. Juni 2022. Das Opfer wurde mit Anzeichen von Folter und Schusswunden gefunden, und spanische Ermittlungen führten zur Ausstellung internationaler Haftbefehle.
Das Ereignis datiert genau auf den 30. Juni 2022 und fand im Viertel Golden Beach in Marbella statt, wo die Leiche von Aleksandar K. gefunden wurde.
Laut europäischen Gerichtsakten unterhielt das Opfer Verbindungen zu Drogenhandelsnetzwerken und arbeitete als Informant mit den deutschen Behörden zusammen. Seine Kenntnisse krimineller Netzwerke in Europa und seine Verbindungen zu Organisationen in Lateinamerika machten ihn zu einer Schlüsselfigur dieser Strukturen.
In diesem Netzwerk ist Florind Rama mit kriminellen Organisationen balkanischer Herkunft verbunden, darunter Clans, die in Montenegro, Serbien und Kroatien operieren, sowie mit Kontakten in Deutschland.
Im Zuge der Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Täter des Mordes bestimmte Fahrzeuge fuhren, darunter einen Porsche Cayenne und einen Volkswagen. Außerdem wurden ballistische Übereinstimmungen gefunden, die die Tatwaffe mit anderen Verbrechen auf deutschem Gebiet in Verbindung brachten.
Seine Anwesenheit in Pereira, wo er sich zu verstecken suchte, eröffnete neue Ermittlungsansätze. Die Behörden analysieren mögliche Verbindungen zu lokalen Drogenhandelsnetzwerken, darunter Strukturen in Eje Cafetero, sowie Kontakte zu internationalen Organisationen.
Die Operation zur Verhaftung von Rama wurde in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen, darunter Europol und US-Behörden, durchgeführt.
Derzeit wird erwartet, dass er sich einem Auslieferungsverfahren nach Europa stellen muss, während die Ermittlungen zu seinem Netzwerk und seinen Kontakten in Kolumbien andauern.
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