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Politike27 Qershor 2026, 16:46

Der Autokrat, der König werden will!

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Der Autokrat, der König werden will!
Illustratives Foto

Ein im Buch „The Albania Files“ veröffentlichter Brief wirft Fragen auf, die über die Architektur hinausgehen: Ist die Idee von „Rama dem König“ eine Provokation, eine Ironie oder Ausdruck des Machtstrebens? Inmitten der Debatte um Autokratie und das Präsidialsystem stellt der Bürgeraufstand der letzten Wochen die Erzählung von ewiger Macht in Frage.

Wenn ein weltbekannter Architekt schreibt, dass die Wahlen wohl besser abgesagt werden sollten und dass ein Premierminister nach einer fünften Amtszeit „Präsident auf Lebenszeit, vielleicht sogar König“ werden könnte, dann handelt es sich nicht mehr um eine beiläufige Bemerkung in einem Architekturbuch. Es handelt sich um einen Text, der es verdient, sorgfältig gelesen zu werden.

Genau deshalb kann Reinier de Graafs Brief, der in dem Buch „Die Albanien-Akten“ veröffentlicht wurde, nicht als folkloristische Episode durchgehen. Er wirft zwei Möglichkeiten auf, und beide sind gleichermaßen bedeutsam.

Die erste Möglichkeit ist, dass der Autor es ernst meint.

Wenn dem so ist, dann sollten wir uns auf ein alarmierendes Zeichen einstellen. Ein Architekt, der jahrelang in Albanien gearbeitet und die Machtstrukturen dort aus erster Hand miterlebt hat, kommt zu dem Schluss, dass die Stabilität des albanischen Modells an die Kontinuität einer einzelnen Person geknüpft ist. Er geht sogar so weit, die Abschaffung der Wahlen und die Vorstellung eines Führers, der auf ewig regiert, vorzuschlagen.

Ein solcher Satz ist nicht nur eine Provokation. Er ist ein Test. Ein „Schachbrettmuster“, das der öffentlichen Meinung vorgelegt wird, um zu sehen, wie akzeptabel die Idee der permanenten Macht klingen mag.

Es gibt aber auch eine zweite Möglichkeit.

Dass Reinier de Graaf ironisch war.

Wenn dem so ist, ist die Ironie umso bitterer. Denn sie verspottet nicht die albanische Demokratie, sondern das Machtstreben. Die Vorstellung, dass ein Machthaber sich nie mit Mandaten zufriedengibt und stets nach Höherem strebt. Vom Premierminister zum Präsidenten. Vom Präsidenten zur unersetzlichen Figur. Vom politischen Führer zum Staatssymbol. Bis am Ende nur noch die Metapher übrig bleibt: der König.

Die moderne Geschichte hat gezeigt, dass Autokraten nicht von selbst aufhören.

Zuerst fordern sie eine weitere Amtszeit. Dann verändern sie die Institutionen. Dann ändern sie die Verfassung. Sie schränken die Gewaltenteilung ein, schwächen das Parlament, zentralisieren die Macht und errichten ein System, in dem der Staat mit einer einzigen Person gleichgesetzt wird.

Es handelt sich um ein Modell, das Europa bereits kennt.

Viktor Orbán in Ungarn.

Aleksandar Vučić in Serbien.

Recep Tayyip Erdogan in der Türkei.

In vielen Analysen und internationalen Medien wurde Edi Rama, zusammen mit diesen Führern, in die Debatte über die Machtkonzentration auf dem Balkan einbezogen. Nicht weil die Systeme identisch wären, sondern weil die Frage dieselbe ist: Wie weit kann die Macht eines Einzelnen reichen?

In Albanien ist diese Frage nicht theoretischer Natur.

Seit Jahren wird die Möglichkeit diskutiert, dass Edi Rama dem serbischen Modell folgen könnte: der Übergang von einer parlamentarischen Republik zu einem System mit deutlich erweiterten präsidialen Befugnissen. Diese Idee selbst wird in politischen Kreisen immer wieder erörtert.

Daher erhält De Graafs Brief eine andere Bedeutung.

Wenn er über einen „Präsidenten auf Lebenszeit“ schreibt, berührt er eine Debatte, die in Albanien schon lange geführt wird. Selbst wenn er es humorvoll gemeint hat, trifft er damit einen wunden Punkt in der albanischen Politik.

Und hier entsteht das Paradoxon.

Ein Buch, das eigentlich von Architektur handeln sollte, handelt in Wirklichkeit von Macht.

Weil Gebäude gebaut werden.

Aber auch Regime werden aufgebaut.

Es entsteht auch ein Personenkult.

Sogar die Überzeugung, dass der Staat ohne eine einzige Person nicht funktionieren kann, entsteht.

Deshalb ist der Brief nicht nur wegen seines Inhalts interessant. Er ist auch deshalb interessant, weil er zeigt, wie ein Teil der internationalen Elite Albanien wahrnimmt: als ein Land, dessen Entwicklung an die Kontinuität desselben Führers geknüpft ist.

Doch die Geschichte hat ihre Gewohnheiten.

Je größer die Macht, desto größer die Angst, sie zu verlieren.

Und genau da setzt die neueste Entwicklung an.

Während in einem internationalen Buch Szenarien für Rama als Präsidenten auf Lebenszeit oder gar als „König“ entworfen werden, geschieht auf den Straßen von Tirana das genaue Gegenteil. Der Bürgeraufstand dauert nun schon 28 Tage an. Jeden Abend gehen Tausende von Bürgern auf die Straße, nicht um die Macht des Premierministers zu erweitern, sondern um sie einzuschränken.

Die große Ironie besteht darin, dass sich manche einen Rama mit ewiger Macht vorstellen, die politische Realität aber in die entgegengesetzte Richtung geht.

Heute wirkt Edi Rama nicht mehr wie ein Anführer, der den Thron eines Präsidenten oder eines „Königs“ besteigt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren sieht er sich einer Revolte gegenüber, die nicht ein weiteres Mandat für ihn fordert, sondern das Ende seiner politischen Ära.

Dies ist vielleicht die beste Antwort auf Reinier de Graafs Brief.

In einer Demokratie gibt es keine Könige.

Und wenn die Bürger sich erheben, treten selbst Autokraten vom Thron zurück. / Broschüre

rama mbret

1 Komente

  1. O
    Opionisti

    Kjo dihete do behete brete. JANE DY GJERA1PARTIA SOCIALISTEENERIK MEHMETI NAPOLON BREGU .KURSE ME. KETA KA BERE MARVESHJE MARIN MEMA DHE LEGA ZOGU DHEALFRET MOISIU

    Lini një Përgjigje