
Sein Unternehmen „Novartis“ profitiert von 500.000 Euro pro Jahr aus öffentlichen Gesundheitsfonds, während Hoti gleichzeitig den Status eines Abgeordneten, Honorarkonsul von Ungarn und Präsidenten des Apothekerverbandes innehat.
Dokumente, die der Zeitung „Pamfleti“ vorliegen, belegen, dass der DP-Abgeordnete aus der Region Shkodra, Kliti Hoti, vom Gesundheitsministerium und dem FSDKSH mit dem Vertrieb erstattungsfähiger Medikamente beauftragt wurde und dabei direkt vom Staatshaushalt profitiert. Über seine Firma „Novartis“ verstößt Hoti gegen das Gesetz zur Vermeidung von Interessenkonflikten und gegen Artikel 70 der Verfassung, der es Abgeordneten untersagt, sich an öffentlichen Geldern zu bereichern.
Laut offiziellen Dokumenten, die dem „Pamphlet“ vorliegen, verstößt der Abgeordnete der Demokratischen Partei, Kliti Hoti, schwerwiegend gegen das Gesetz Nr. 9367 vom 7. April 2005 „Über die Verhinderung von Interessenkonflikten“, da er über sein Pharmaunternehmen von öffentlichen Geldern profitiert.

Hoti, der die Region Shkodra vertritt, ist der faktische Eigentümer und Verwalter der Firma „Novartis“, die als Auftragnehmer des Gesundheitsministeriums und des Obligatorischen Krankenversicherungsfonds (FSDKSH) für die Belieferung von Apotheken und Krankenhäusern mit erstattungsfähigen Arzneimitteln auftritt.
In der neuesten Liste erstattungsfähiger Medikamente des Gesundheitsministeriums sind 78 Medikamente von Hotis Unternehmen aufgeführt, deren Kosten aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.
Anfang 2025 hatte Novartis 53 Medikamente im Angebot, doch nach der Aktualisierung im Oktober fügten Minister Evis Sala und die Direktorin des FSDKSH, Arti Papajani, 25 neue Produkte hinzu und bauten damit die Exklusivität des Unternehmens auf dem Pharmamarkt weiter aus.

Laut Finanzdaten beläuft sich der jährliche Gewinn des Unternehmens „Novartis“ aus dem Staatshaushalt auf rund 500.000 Euro. Dieser Betrag stammt direkt aus den Erstattungen für Medikamente, die in privaten Apotheken und öffentlichen Krankenhäusern verkauft werden.
Dies bedeutet, dass ein Mitglied des albanischen Parlaments gleichzeitig Nutznießer öffentlicher Gelder ist, was einen klaren Interessenkonflikt und einen Verstoß gegen die Verfassung darstellt.
Gemäß Artikel 70 Absatz 3 der Verfassung dürfen Abgeordnete keine gewinnbringende Tätigkeit ausüben, die aus dem Vermögen des Staates oder der Kommunalverwaltung stammt, noch dürfen sie dieses Vermögen erwerben.
Artikel 5 des Gesetzes über Interessenkonflikte verbietet es gewählten Amtsträgern, private, gewinnbringende Tätigkeiten auszuüben oder sich an gewinnorientierten Organisationen zu beteiligen.
Neben den Leistungen aus öffentlichen Mitteln erhält Kliti Hoti auch Einnahmen aus zwei weiteren privaten Funktionen:
- Honorarkonsul von Ungarn in Albanien, ein repräsentativer Posten mit wirtschaftlichem Interesse;
- Vorsitzender des albanischen Pharmazeutischen Verbandes, einer Organisation, die die pharmazeutischen Unternehmen in Verhandlungen mit der Regierung und FSDKSH vertritt.
Diese Kombination von Rollen macht Hoti zu einem eklatanten Fall von institutionellem und moralischem Konflikt, da er als Abgeordneter die Regierung kontrollieren muss, gleichzeitig aber durch die Verträge seines Unternehmens von ihr profitiert.
In der Vergangenheit forderte die Demokratische Partei (DP) aus ähnlichen Gründen den Entzug des Mandats der sozialistischen Abgeordneten Olta Xhaçka und Vullnet Sinaj: Sie profitierten von Staatseigentum oder öffentlichen Geldern.
Im Fall Hoti hat die DP jedoch keinen Antrag gestellt, während die Sozialistische Partei (SP) bisher geschwiegen hat.
Würden die Maßstäbe angewendet, die die Opposition selbst für ihre Gegner gefordert hat, müsste Hoti sein Mandat verlieren.
Im Gegenteil, das gegenseitige Schweigen von SP und DP beweist, dass die politische Klasse sich – unabhängig von Parteizugehörigkeit – gegenseitig schützt, wenn es um staatliche Vorteile geht.
Dieser Fall ist mehr als nur eine juristische Angelegenheit; er beweist den moralischen Verfall der albanischen politischen Elite, in der Abgeordnete parteiunabhängig zu Nutznießern des Staatshaushalts geworden sind.
Wenn die Justiz nicht eingreift, wird Kliti Hotis „Novartis“ weiterhin jährlich eine halbe Million Euro aus Steuergeldern beziehen, während das Parlament ein sicherer Hafen für Geschäftsleute mit politischer Immunität bleibt. / Broschüre
Kalistrën e kishim me ringurtsim ky zotëria na i ka bër me lek