
Evis Sala schlägt eine 30-prozentige Kofinanzierung lebenswichtiger Medikamente durch Patienten vor, während öffentliche Gelder und Ausschreibungen wegfallen.
Die schockierenden Entscheidungen der Gesundheitsministerin Evis Sala hinsichtlich der lebensnotwendigen Bedürfnisse und finanziellen Schwierigkeiten von Patienten des Onkologischen Krankenhauses in Tirana setzen sich fort. Laut Informationen der Zeitung „Pamphlet“, die sich auf Quellen innerhalb des Gesundheitsministeriums stützen, haben Ministerin Evis Sala und die Direktorin der gesetzlichen Krankenversicherung, Arti Papajani, sogar ein System genehmigt, nach dem Krebspatienten einen Teil ihrer Medikamente selbst bezahlen müssen.
„Finanzielle Solidarität“, so der Minister.
Minister Evis Sala bezeichnete diese Entscheidung als „Initiative zur finanziellen Solidarität mit dem Krankenhaus“ und schlug vor, dass Krebspatienten 30 % der Kosten für Medikamente tragen sollen, die in der Krankenhausapotheke fehlen. In der Praxis bedeutet dies, dass der Staat, der gesetzlich verpflichtet ist, Behandlung und Medikamente für Krebspatienten kostenlos bereitzustellen, die finanzielle Last auf die Patienten und ihre Familien abwälzt.
Dieser Vorschlag kommt zeitgleich mit der öffentlichen Erklärung des Ministers, dass die Medikamentenversorgung des Onkologischen Krankenhauses um 2 Milliarden Lek aufgestockt wurde. Dennoch herrscht weiterhin Medikamentenmangel, und Patienten sind gezwungen, Medikamente in privaten Apotheken in der Nähe des „Mutter Teresa“-Krankenhauses zu kaufen.
Liste der Medikamente, die Patienten selbst bezahlen müssen
Den vorgelegten Dokumenten und Informationen zufolge umfasst das 30%ige Kofinanzierungsprogramm eine Reihe lebenswichtiger Medikamente zur Krebsbehandlung, darunter:
Cetuximab, Irinotecan, Irino, Carboplatin, Herceptin, Goserelin, TDM1, Brachytherapie, Phesgo 1200/600, Phesgo 600/600, Axitinib, Immuntherapie, Actinomycin-D sowie andere Spezialmedikamente.
Es stellte sich heraus, dass diese Medikamente vom Ministerium im Rahmen von Ausschreibungen beschafft werden, jedoch in der Krankenhausapotheke fehlen und nur auf dem privaten Markt erhältlich sind, wo die Preise für die meisten Patienten unerschwinglich sind.
Mangel an Betten und Ausrüstung, Überzahlung
Nach der aktuellen Situation stehen in der Onkologieabteilung für täglich rund 70 Patienten nur 17 Betten zur Verfügung. Die übrigen Patienten müssen warten, Leistungen selbst bezahlen oder sogar für medizinische Geräte, Reparaturen und grundlegende Materialien aufkommen, die der Staat bereitstellen muss.
Statt die Managementkrise zu lösen, hat der Minister den einfacheren Weg gewählt: die Kosten auf die am stärksten gefährdeten Patienten des Landes abzuwälzen.
Wer hat diesem Vorhaben zugestimmt?
Das Programm wurde vom Verwaltungsrat, der sich aus hochrangigen Vertretern der Regierung und von Gesundheitseinrichtungen zusammensetzt, genehmigt:

- Evis Sala, Präsident, Gesundheitsminister
- Fatos Shkurti, Vizepräsident, Vertreter der Gesundheitsgewerkschaften
- Arti Papajani, Mitglied, Direktorin des Fonds für obligatorische Krankenversicherung
- Xhoana Agolli, Mitglied, Direktorin für Budget- und Staatsschuldenmanagement, Finanzministerium
- Astrit Hado, Mitglied, Generaldirektorin des Instituts für soziale Sicherheit
- Fatmir Brahimaj, Mitglied, Präsident der Ärztekammer
- Alqi Kushi, Mitglied, Generaldirektor für Wirtschaft und Unterstützungsdienste, Gesundheitsministerium
Diese Entscheidung schafft einen gefährlichen Präzedenzfall: Der Staat entzieht sich seiner verfassungsmäßigen Verpflichtung, das Leben und die Gesundheit seiner Bürger zu schützen, während Krebspatienten als Mitfinanzierer staatlicher Versäumnisse behandelt werden.
Anstatt Korruption, Scheinvergaben und das Verschwinden von Geldern zu bekämpfen, hat die Regierung beschlossen, Kranken Rechnungen zu stellen. / Broschüre
Nese do kishte mundesi te ngrihej niveli i kurimit, perse jo!
Hajd se Noc Rrokun ke per te marre edhe ti.
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