Chaos in Washington, selbst amerikanische Diplomaten sind weiterhin im Dunkeln. Nur Trumps Günstlinge spielen noch mit.
Als Donald Trump am 7. April den Iran warnte, dass „eine ganze Zivilisation heute Nacht untergehen könnte“, wurde nicht nur in Teheran Alarm geschlagen. In Washington versuchten europäische Diplomaten umgehend herauszufinden, ob der US-Präsident den Einsatz von Atomwaffen ernsthaft in Erwägung zog.
Die Befürchtungen in Europa und Asien reichten weit über Trumps Aussage hinaus. Man sorgte sich, dass Russland denselben Präzedenzfall nutzen könnte, um ähnliche Drohungen gegen die Ukraine zu rechtfertigen und damit gleichzeitig eine nukleare Krise auf zwei Kontinenten auszulösen.
Die europäischen Regierungen baten dringend das US-Außenministerium um Aufklärung, doch die Antwort, die sie erhielten, war schockierend: Selbst die US-Beamten wussten nicht, was Trump gemeint hatte oder was seine Aussagen bedeuten könnten.
Diese Episode gilt als deutlichstes Zeichen für den Zusammenbruch der traditionellen amerikanischen Diplomatie. In einer Zeit, in der der US-Präsident Verbündete und globale Märkte mit scharfen und unberechenbaren Äußerungen verunsichert, müssen viele Regierungen feststellen, dass die klassischen diplomatischen Kanäle der USA nicht mehr so funktionieren wie früher.
Mehr als die Hälfte der US-Botschafterposten weltweit sind derzeit unbesetzt. Von den 195 diplomatischen Posten sind über 100 vakant. Viele Botschaften werden von Geschäftsträgern anstelle von offiziell ernannten Botschaftern geleitet, während Tausende von Karrierediplomaten von der Trump-Regierung entlassen, gekündigt oder versetzt wurden.
Marco Rubio hatte das US-Außenministerium als „aufgeblähte“ Bürokratie bezeichnet und eine tiefgreifende Reform der US-Diplomatie eingeleitet. Innerhalb eines Jahres verließen rund 3.000 Mitarbeiter das Ministerium, während die Regierung schrittweise Karrierediplomaten durch politisch loyale Trump-Anhänger ersetzte.
In vielen Fällen kommunizieren amerikanische Verbündete nicht mehr über Botschaften oder offizielle Kanäle. Viele Regierungen suchen nun den direkten Kontakt zu Trumps engsten Vertrauten, wie Jared Kushner oder Steve Witkoff, da amerikanische Diplomaten selbst oft keine Informationen über die tatsächlichen Entscheidungen des Präsidenten haben.
Dies hat eine ungewöhnliche Situation in der globalen Diplomatie geschaffen. Anstelle der traditionellen institutionellen Analyse und Koordination versuchen viele Regierungen, Trumps Beiträge in den sozialen Medien zu interpretieren, um die Richtung der amerikanischen Politik zu verstehen.
Im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses hatten einige Beamte Berichten zufolge jederzeit Zugriff auf Trumps Social Truth-Konto, um die außenpolitischen Signale der USA zu verstehen.
Gleichzeitig haben die europäischen Verbündeten begonnen, ihre Reaktion auf den US-Präsidenten zu ändern. Nach der Drohung gegen den Iran entwarfen Großbritannien, Frankreich und Deutschland eine scharfe Erklärung gegen Trump, entschieden sich aber gegen deren Veröffentlichung. Grund dafür war die Befürchtung, eine öffentliche Reaktion könnte den US-Präsidenten zu einer weiteren militärischen Eskalation drängen.
Am Ende des Tages erklärte Trump einen Waffenstillstand mit dem Iran.
Doch für viele europäische Diplomaten liegt das größte Problem nicht allein in der aggressiven Rhetorik des US-Präsidenten. Die eigentliche Sorge besteht darin, dass niemand mehr weiß, ob Trumps Äußerungen politischer Druck, echte Drohungen oder Entscheidungen sind, die sich innerhalb weniger Stunden ändern könnten.
In einigen Fällen wurden sogar amerikanische Diplomaten selbst von der Informationskette ausgeschlossen.
Die ehemalige US-Botschafterin in der Ukraine, Bridget Brink, erklärte, dass niemand in der Botschaft eine Erklärung für die Aussetzung der Militärhilfe für Kiew durch die Trump-Regierung erhalten habe. Sie habe das Pentagon, das Außenministerium und das Weiße Haus kontaktiert, um die Gründe zu erfahren, aber keine Antwort erhalten.
Unterdessen verlagert sich der Einfluss in der amerikanischen Diplomatie zunehmend hin zu Personen außerhalb der traditionellen Staatsstrukturen. Jared Kushner und Steve Witkoff führen die Verhandlungen über die Ukraine, Gaza und den Iran, obwohl ihnen traditionelle diplomatische Erfahrung und tiefgreifende Expertise in strategischen Fragen fehlen.
Europäische Diplomaten berichteten, dass das amerikanische Team in den Verhandlungen mit dem Iran Schwierigkeiten hatte, die technischen Aspekte des iranischen Atomprogramms zu verstehen, und dass es oft die Europäer selbst waren, die die grundlegenden Aspekte der Verhandlungen erläuterten.
In vielen europäischen und asiatischen Hauptstädten setzt sich die Überzeugung durch, dass die amerikanische Diplomatie heute auf persönlichen Beziehungen und nicht mehr auf Institutionen basiert.
Aus diesem Grund haben Länder wie Südkorea und Japan begonnen, alternative Kanäle zu nutzen, um Trump direkt zu erreichen und dabei die offiziellen amerikanischen Diplomaten und Unterhändler zu umgehen.
Für die Verbündeten der USA hat sich das Dilemma zunehmend verschärft: Sollten Trumps Drohungen ernst genommen werden oder sind sie bloße politische Rhetorik?
Denn die größte Gefahr liegt nicht nur in dem, was Trump sagt, sondern darin, dass niemand mehr sicher weiß, was Amerika tun wird. / Entnommen mit Abkürzungen von „Reuters“
Mirë i ka thone Dibroni, dheti më mut kesaj pune.
Ket po don me bo karagjozi yne udheheqsi boteror me ate m.. e vogel qe i lepin b... cdo kryeministri dhe cdo njeriu sa kohe qe i ka nevojen e pastaj i fut thiken Ferit legeni kta kujtojn se ta jan e askush tjeter koha e maskarenjve me diploma po te pangop me buk dikur e pa brek