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Rajoni dhe Bota 9 Maj 2026, 22:40

Die Ära, in der die Diplomatie vom Bräutigam und seinem Freund betrieben wird!

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Die Ära, in der die Diplomatie vom Bräutigam und seinem Freund
Kushner und Witkoff

In der Ära Trump ist es für einen professionellen Diplomaten wie für einen Kutscher im Autozeitalter...

Der Geopolitiker Robert Kaplan meinte einst: „Das Verständnis des Weltgeschehens beginnt zwar mit Landkarten, endet aber mit Shakespeare.“ Die heutige Weltlage ist weniger erhaben. Sie beginnt mit Donald Trumps Social-Media-Posts und endet mit den Geschäftsinteressen von Freunden und Familie des US-Präsidenten.

Eine kürzlich erschienene Veröffentlichung des European Council on Foreign Relations kommt zu dem Schluss, dass Trumps fast ausschließliche Abhängigkeit von Freunden und Familie als Vermittler zur Lösung schwieriger außenpolitischer Probleme systemische Risiken für Europa birgt.

Der Einsatz von Sondergesandten durch den Präsidenten folgt einem Muster, das so vertraut ist wie der charakteristische Rhythmus eines Morsecode-Operators. Europa sollte diese „neue Diplomatie ohne Diplomaten“ zwar fürchten, aber gleichzeitig versuchen, sie zu verstehen.

In einer Welt ohne gemeinsame Prinzipien und funktionierende Institutionen sind Sondergesandte unerlässlich. Das Einzige, was die Welt noch zusammenhält, ist die Tatsache, dass es dieselben Personen sind, die über die Beendigung der Kriege in der Ukraine, im Gazastreifen und im Iran verhandeln und jederzeit den Präsidenten anrufen können. Der Friedensrat ist kein Ersatz für die Vereinten Nationen, aber der Golfplatz kann genauso effektiv sein wie der Verhandlungstisch.

Die Diplomatie befindet sich im Wandel, weil sich das Wesen der amerikanischen Macht verändert. Nach dem Zweiten Weltkrieg sicherte die amerikanische Hegemonie öffentliche Güter, offene Seewege, ein stabiles Finanzsystem und kollektive Sicherheit. Heute sind die USA weder willens noch in der Lage, diese Güter bereitzustellen. Stattdessen agieren sie lieber als führender globaler Störfaktor.

Andere Länder sollten diese Tatsache akzeptieren und sich entsprechend verhalten, da das Hauptziel der US-Außenpolitik mittlerweile darin besteht, dem Rest der Welt ihre Macht zu demonstrieren. Die USA praktizieren eine Form theatralischer Hegemonie, in der alle Kriege lediglich „Spezialoperationen“ sind und alle gescheiterten Spezialoperationen (wie die im Iran) als globale Probleme dargestellt werden, die von anderen gelöst werden müssen.

In Trumps Außenpolitik zählt Geschwindigkeit mehr als Richtung. Hektische Unberechenbarkeit verunsichert alle. Verbündete können nicht planen, Gegner nicht abstimmen und Institutionen sich nicht anpassen. Kaum hat die Welt einen Schock verkraftet, trifft sie der nächste.

Dieser unübersichtliche Ansatz ist das, was der amerikanische Politiktheoretiker Stephen Holmes als „Hierarchie ohne Ordnung“ bezeichnet. Man könnte ihn auch die Agamemnon-Doktrin nennen, in der Rache, sowohl für Feinde als auch für treulose Verbündete, unvermeidlich ist.

Diese Weltanschauung geht von der Ungleichheit der Staaten aus, davon, dass selbst Großmächte nicht wirklich so mächtig sind und dass diese Mächte ihre Privilegien genießen und die Kriegsbeute behalten sollten – allerdings nur unter der Bedingung, dass sie die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten anerkennen. Es handelt sich nicht um eine zeitgemäße Version der Einflusssphärenpolitik des 21. Jahrhunderts, denn in dieser Sichtweise wird Hegemonie nicht von Interessen, sondern von Stolz und Wut angetrieben.

Im Zeitalter Trumps ist es wie im Zeitalter des Autos, als Kutscher zu arbeiten. Kurz gesagt: Man wird nicht mehr gebraucht. Die eigene Expertise besiegelt die eigene Nutzlosigkeit.

Sondergesandte sind die neuen Friedensstifter, weil sie weder über Fachkompetenz verfügen noch durch bürokratische Prozesse eingeschränkt sind. Dass Trumps Mittelsmänner, Steve Witkoff und Jared Kushner, tief in private Geschäftsinteressen verstrickt sind, ist ein Vorteil; ohne Interessenkonflikte gäbe es keinen Anreiz, Konflikte militärisch zu lösen. Dass sie ständig über Geschäfte sprechen, sollte die Welt glauben lassen, dass ihnen der Frieden am Herzen liegt.

In Trumps Welt zu leben ist wie eine Fahrt im Riesenrad des Praters, Wiens historischem Vergnügungspark, wo Schwindel der Schlüssel zum Profit ist. Es ist eine Welt, die von Mittelmächten geprägt ist – nicht von echten Mittelmächten; man denke an die Türkei, die Golfstaaten oder Pakistan, die davon träumen, Mittelmächte zu sein.

Amerika steht unter Zeitdruck, daher bleibt keine Zeit für richtige Spielfilme, sondern nur für Trailer. Manche Trailer werden durchaus Wirkung zeigen, selbst im Fall von Venezuela; andere hingegen werden, wie im Fall von Iran, den gegenteiligen Effekt haben.

Was zählt, ist meine Zeit. Konflikte sollten kurz sein, und wenn Amerika sie nicht beenden kann, wird es andere tun lassen. Das ist für Trump die wahre Bedeutung von Macht: nicht die Fähigkeit, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen, sondern die Fähigkeit, sie zu zwingen, die eigenen Probleme zu lösen. Die Rolle der Sondergesandten besteht darin, dies allen anderen verständlich zu machen. / Adaptiert aus „Pamphlet“ der „Financial Times“

diplomacia kushner

4 Komente

  1. T
    Tony

    E ka bere Shtepine e Bardhe si furre buke, FAMILY BUSSINES. Kesaj bote i jane lagur frenat e nuk dihet ku do perfundoje.

    1. M
      Malësori

      Tamam furrë buke është katandisur Shtëpia e Bardhë..kush mundet hyn ,blen por edhe shet miell..Në vend që të jetë një ZYRË SECURITY ku nuk mund të hyjë pa leje as bleta që bën mjaltë, sepse edhe ajo pickon.Kështu ndodh kur një vend drejtohet nga gjysmakët,njëlloj sikur të ishte pa drejtim,apo njëlloj si anija në det të hapur me shtrëngatë,me motorë të fikur,dhe pa timon.Në rastin e USA,shtrëngatën e kanë krijuar gjysmakët në krye të shtetit.Mbolle erën,korr furtunën thonë shqiptarët...

      1. A
        Arben

        Po kopjon administraten Kenedi 1960-63, per krizen e raketave kubane, por situata tani eshte ndryshe.Edhe ne ate periudhe ka patur kritika,megjithese linja jo zyrtare familjare Kenedi funksionoi. Situata e sotme eshte pak me e rrezikshme, pasi si SHBA dhe Rusia nuk drejtohen nga politikane e diplomate vizionare,por nga manjate pronash e linja spiunesh,qe hyjne ne konflikt e nuk dijte ta menaxhojne.

        1. L
          Lilushi

          Bravo Pamfleti. Ndryshe nga shumë shqiptarë trushpëlarë, ke dalë nga kornizat dhe po mendon me paanësi. Faleminderit që u hap sytë atyre që akoma e presin shpëtimin pikërisht nga të huajt që na bëjnë gropën.

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