Angst in Teheran, Welle von Drohungen gegen die USA. Israel warnt vor einem Angriff der Amerikaner…
Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sind so hoch wie nie zuvor seit dem Abschluss des Atomabkommens von 2015. Täglich häufen sich die militärischen Warnungen und die aggressive Rhetorik, was ernsthafte Befürchtungen über einen möglichen Konflikt mit regionalen oder gar globalen Folgen aufkommen lässt.
US-Präsident Donald Trump hat heute offen mit dem Iran gedroht und von Teheran die Annahme eines neuen Atomabkommens gefordert. Er warnte, dass die USA im Falle einer Weigerung Irans zu einem deutlich stärkeren militärischen Einsatz bereit seien als bei früheren Operationen. Er erklärte, eine große US-Flotte, eine „Armada“ mit der USS Abraham Lincoln und weiteren Einheiten, sei in die Nähe des Irans entsandt worden, um die militärische Bereitschaft zu demonstrieren, Teheran zu einer Lösung nach Washingtons Bedingungen zu zwingen. Trump betonte, die Zeit für Gespräche laufe ab und die Bedrohung für den Iran bleibe ernst.
Israelische Medien berichten zudem, dass die USA ein umfassendes Vorgehen gegen den Iran erwägen, einschließlich Optionen für einen Regimewechsel in Teheran – eine Idee, die internationale Akteure zusätzlich beunruhigt. Dies gilt als eines der radikalsten möglichen Szenarien und nährt Spekulationen, dass die Spannungen zu einem offenen Konflikt führen könnten.
Die Iraner haben auf diese Drohungen mit scharfer Rhetorik reagiert. In einer offiziellen Erklärung vor der UNO bekundete Teheran seine Bereitschaft zu einem Dialog „auf der Grundlage gegenseitigen Respekts“, warnte aber gleichzeitig vor einer beispiellosen Reaktion im Falle eines US-Angriffs. Der Iran betonte, die Erfahrungen der vorangegangenen Konflikte in Afghanistan und im Irak hätten die hohen Kosten ausländischer Interventionen verdeutlicht.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi betonte, dass die iranischen Streitkräfte stets in Alarmbereitschaft seien, „mit dem Finger am Abzug“, was darauf hindeutet, dass Teheran bereit sei, auf jede Aggression entschieden zu reagieren. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass Teheran keine Atomwaffen anstrebe und die direkten Gespräche mit den USA derzeit ausgesetzt seien.
Ein weiterer hochrangiger iranischer Berater warnte davor, dass jede militärische Aktion der USA als Beginn eines umfassenderen Krieges betrachtet würde, und kündigte eine sofortige und beispiellose Reaktion an, die auch strategische Ziele in der Region jenseits des iranischen Territoriums umfassen würde.
Die Lage ist nicht nur zwischen den beiden Ländern, sondern auch in der gesamten Region angespannt. Mehrere Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben den USA die Nutzung ihres Luftraums für Angriffe auf den Iran verweigert, was interne Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit dem Konflikt verdeutlicht.
Unterdessen fordern regionale Staaten und internationale Akteure wie die Türkei Lösungen durch Dialog und eine Reduzierung der Spannungen. Sie schlagen vor, die verschiedenen Probleme nacheinander anzugehen, um einen größeren Konflikt zu vermeiden. / Broschüre
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