Eine 53-jährige Frau, die sich als Wahrsagerin ausgab und ihre Opfer um rund 40 Millionen Euro betrog, wurde von den australischen Behörden festgenommen.
Die 53-Jährige wurde am Mittwoch in einem Vorort von Sydney zusammen mit ihrer 25-jährigen Tochter festgenommen, die sich als Feng-Shui-Lehrerin (eine auf der chinesischen Kunst der Harmonie basierende Praxis) ausgab.
Die Mutter soll ihre Opfer, zumeist vietnamesische Frauen, dazu gebracht haben, Kredite aufzunehmen, wobei sie einen Teil für sich behielt, indem sie ihnen prophezeite, dass sie in Zukunft eine „Milliardärin“ sein würden.
Australische Polizei verhaftet Wahrsagerin wegen Betrugs in Höhe von 46 Millionen Dollar.
– Ashin HARILAL (@ashindevz0) 13. November 2025
Ein Mutter-Tochter-Gespann – die eine gab sich als Wahrsagerin, die andere als Feng-Shui-Meisterin aus – wurde angeklagt, weil sie angeblich fast 70 Millionen australische Dollar (46 Millionen US-Dollar; 35 Millionen Pfund) von schutzbedürftigen Vietnamesen in Australien ergaunert haben sollen. … pic.twitter.com/lf7gvwid9c
Die 53-Jährige wurde in 39 Anklagepunkten angeklagt, darunter die Führung einer kriminellen Vereinigung und der Betrug beim Erlangen finanzieller Vorteile. Ihre Tochter wurde in sieben Anklagepunkten angeklagt, darunter die Verwaltung von Erträgen aus Straftaten und die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung.
Bei der Festnahme in der Millionen-Dollar-Residenz beschlagnahmte die Polizei Dokumente, Mobiltelefone, Luxushandtaschen, einen 40 Gramm schweren Goldbarren im Wert von 10.000 australischen Dollar sowie Casino-Chips im Wert von 6.600 australischen Dollar.

Die Behörden gaben an, die 53-Jährige habe sich als angesehenes Mitglied ihrer Gemeinde ausgegeben und als „Wahrsagerin“ Klienten Ratschläge erteilt, von denen einige ihr erzählten, sie stünden vor finanziellen Schwierigkeiten.
Der 53-Jährige sagte dann voraus, dass ein Milliardär ihnen zu Hilfe kommen würde und dass dies „bald geschehen“ würde, wenn sie einen Kredit aufnahmen.
Nach Recherchen des Sydney Morning Herald (SMH) stehen Mutter und Tochter in Verbindung mit dem sogenannten „Penthouse Syndicate“, einer kriminellen Organisation, die große australische Banken um 250 Millionen australische Dollar (141 Millionen Pfund) betrogen hat. Dabei halfen Bankangestellte, die Kredite für den Kauf zahlreicher Immobilien in Sydney genehmigten.
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