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Editorial 5 Shkurt 2026, 10:36

Die Rückkehr von Abkommen, die kleine Nationen begruben

Shkruar nga Gjergj Zefi
Die Rückkehr von Abkommen, die kleine Nationen begruben
Konferenz von Jalta 1945 /

Der Schatten des „Neuen Jalta“ über der Ukraine und die Versuchung der Großmächte, im Namen der Stabilität über Souveränität zu verhandeln…

Die Weltgeschichte neigt zu Zynismus: Sie ändert die Namen, nicht aber die Mechanismen. Das Abkommen von Jalta 1945 war nicht bloß eine diplomatische Konferenz; es war ein rein geopolitischer Schachzug, bei dem das Selbstbestimmungsrecht im Namen vorübergehender Stabilität geopfert wurde. Heute, da die Welt mit dem Krieg in der Ukraine und Russlands revanchistischen Ambitionen konfrontiert ist, kehrt der Schatten dieses Jalta zurück – stiller, technokratischer, aber nicht weniger gefährlich.

Die in manchen westlichen Kreisen kursierende Idee einer „großen Lösung“ durch territoriale Kompromisse bedeutet im Grunde eine Rückkehr zur Logik der Einflusssphären. Sie setzt voraus, dass Frieden durch die Akzeptanz vollendeter Tatsachen, die Legalisierung von Aggression und die Opferung der staatlichen Souveränität auf dem Altar der „Realpolitik“ erreicht wird. Das ist keine strategische Klugheit, sondern Kapitulation im Gewand diplomatischer Sprache.

Die Krim ist nicht einfach nur eine annektierte Halbinsel. Sie ist ein Präzedenzfall. Eine Bewährungsprobe für die internationale Ordnung und für die Bereitschaft des Westens, die Prinzipien zu verteidigen, auf denen seine moralische Legitimität seit dem Zweiten Weltkrieg beruht. Jede Duldung des russischen Status quo in der Ukraine würde automatisch ein globales Signal aussenden: Grenzen sind verhandelbar und das Völkerrecht gilt nur für die Schwachen.

In diesem Sinne liegt die Gefahr eines „neuen Jalta“ nicht nur in den potenziellen Verhandlungstischen, sondern auch in der sich normalisierenden Denkweise, dass kleine Demokratien als Verhandlungsmasse dienen und kurzfristige Stabilität wichtiger sei als langfristige Gerechtigkeit. Diese Logik hat sich stets als gescheitert erwiesen. Sie erzeugt einen trügerischen Frieden und führt zu noch gewaltsameren Konflikten in der Zukunft.

Für Länder wie Albanien und die Balkanregion ist dies keine abstrakte Debatte. Unsere Geschichte ist voll von kleinen Jaltas, in denen Entscheidungen fernab von uns und über unsere Köpfe hinweg getroffen wurden. Daher muss jede Relativierung der Aggression in der Ukraine als direkte Bedrohung für die europäische Sicherheit und Ordnung insgesamt betrachtet werden.

Jalta ist nicht 1945 untergegangen. Es verändert lediglich seine Form, jedes Mal, wenn Prinzipien durch Angst und strategische Erschöpfung ersetzt werden. Die Frage heute ist nicht, ob der Westen mit Russland verhandeln kann, sondern ob er bereit ist, den moralischen und historischen Preis eines Kompromisses zu zahlen, von dem er weiß, dass er falsch ist. / Broschüre

jalta e re rikthimi i marrëveshjeve

1 Komente

  1. a
    astrit

    Kohet ndryshojne e gjithashtu situatat ndryshojne, sot ne nuk kemi nje Rusi si BRSS e Stalinit qe pushtoi gjysmen e Evropes dhe ju imponua si SHBA e Anglise ne teritoret qe deshironte ti merte. Gjithashtu kemi nje SHBA qe po rikthehet ne Izolicionin e saj historik ne kontinetin e Amerikes. Gjithashtu kemi nje Evrope qe e bashkuar siç eshte sot eshte shume ma e forte se Evropa e vitit 1945 Kohe te reja faktore te rinj!

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