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Editorial 3 Shkurt 2026, 13:05

Donald Trumps Erpressung und die Illusion der Kontrolle

Shkruar nga Gjergj Zefi
Donald Trumps Erpressung und die Illusion der Kontrolle
Narendra Modi und Donald Trump /

Wie Öl und Handel genutzt werden, um Indien von Russland abzuwenden, in einem Spiel wirtschaftlichen Drucks, das mehr Illusionen als echte Lösungen hervorbringt...

Donald Trump instrumentalisiert Öl für politische Zwecke und verkauft der Welt eine simple Gleichung: Amerika senkt die Zölle auf indisches Öl, Indien verzichtet auf russisches Öl, Russland hat kein Geld mehr für den Krieg. Auf dem Papier wirkt das wie ein genialer Schachzug gegen den Kreml; in der Praxis ist es ein gefährliches Spiel, bei dem Markt, Infrastruktur und nationale Interessen nicht mit der Rhetorik des Weißen Hauses übereinstimmen. Das neue Abkommen mit Neu-Delhi, das als schneller Erfolg präsentiert wird, verschleiert eine hartnäckige Wahrheit: Energie lässt sich nicht per Präsidialerlass steuern und auch nicht über Nacht ersetzen.

Indien unter der Führung von Narendra Modi ist ein wichtiger Abnehmer russischen Öls, da dies wirtschaftlich vorteilhaft und technologisch geeignet ist. Würde man Indien auffordern, Russland sofort den Rücken zu kehren, hieße das, höhere Preise zu zahlen, Lieferketten umzustrukturieren und innenpolitische Risiken einzugehen. Solche Entscheidungen lassen sich nicht per Handschlag treffen, egal wie stark der amerikanische Zolldruck auch sein mag. Und genau hier beginnt der Konflikt zwischen Propaganda und Realität.

Venezuela wird als Trumps Trumpfkarte angepriesen: Schweröl, ähnlich dem russischen, sei „ideal“ für indische Raffinerien. Doch Venezuela ist heute keine Energie-Supermacht; die Branche ist marode und verarbeitet kaum eine Million Barrel pro Tag. Sie braucht jahrelange Investitionen, politische Stabilität und Rechtsgarantien, um sich zu erholen. Die Aufhebung von Sanktionen und Gesetzesänderungen sind nur der Anfang, nicht das Ende. Ohne langfristiges Kapital und Vertrauen wird Venezuela nicht genug Öl liefern, um Moskau zu ersetzen.

Andererseits sind Russland und Wladimir Putin keine passiven Zuschauer. Moskau hat gelernt, mit den Sanktionen zu leben, hat alternative Wege gefunden und mit niedrigen Preisen Kunden gehalten. Selbst wenn Indien seine Käufe schrittweise reduziert, ist dies zwar Druck, aber kein existenzbedrohender Schlag. Die russische Wirtschaft mag sich zwar abschwächen, aber ein Handelsabkommen wird sie nicht zum Zusammenbruch bringen.

Trump weiß das. Doch für ihn ist Energiepolitik ein wahlpolitisches und geopolitisches Instrument: Er will den Wählern zeigen, dass er Russland „einen Schlag versetzt“, Indien näher an den Westen heranführt und Platz für amerikanisches Öl schafft. Das Problem ist, dass diese erpresserische Energiepolitik mehr Unsicherheit als Gewissheit erzeugt. Sie treibt Indien in doppelzüngige Spielchen, macht Venezuela anfällig für politische Zyklen und beendet den Krieg in der Ukraine nicht.

Letztlich handelt es sich hier um einen Leitartikel über die Illusion der Kontrolle. Zölle lassen sich per Dekret senken, die Märkte jedoch nicht. Öl ist nicht nur ein Rohstoff; es steht für Infrastruktur, Technologie, Verträge und nationale Interessen. Trumps Abkommen mit Indien ist ein symbolischer Anfang, keine Lösung. Und je eher Washington dies akzeptiert, desto weniger wird die Welt von Versprechungen enttäuscht sein, die zwar großspurig klingen, aber wenig halten. / Broschüre

shantazhi i donald trump iluzioni i kontrollit

1 Komente

  1. T
    Tony

    Dora n’qafë e gishti n’mythë. Jetë e poshtër.

    Lini një Përgjigje

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