Nach dem Protest vor dem Amtssitz des Premierministers marschierten Hunderte von Bürgern weiter durch die Straßen der Hauptstadt. Der Widerstand hält unvermindert an, und die Jugend scheint entschlossen, die alte politische Klasse herauszufordern.
Obwohl der Protest vor dem Büro des Premierministers nach fast vier Stunden beendet wurde, sind die Straßen von Tirana weiterhin voller Bürger, die sich entschieden haben, nicht nach Hause zurückzukehren, sondern in Gruppen weiter durch die Hauptstadt zu marschieren.
Mit roten und schwarzen Fahnen, Transparenten und unaufhörlichen Sprechchören marschieren die Demonstranten durch die Hauptstraßen von Tirana und wiederholen die Parolen, die die ganze Woche über dominiert haben: „Rama geht weg“, „Rama ins Gefängnis“, „Berisha ins Gefängnis“, „Neues Albanien“, „Revolution“ und „Das Ende ist für dich gekommen“.

Die Atmosphäre während des gesamten Marsches war auch von zahlreichen Reaktionen von Bürgern geprägt, die nicht an dem Protest teilnahmen. An vielen Straßenabschnitten applaudierten Passanten und Anwohner den Demonstranten von den Bürgersteigen aus, und auch zahlreiche Autofahrer hielten kurz an, stiegen aus ihren Fahrzeugen und stimmten in den Jubel ein.
Andere bliesen zur Unterstützung in ihre Hörner, während von Balkonen und Bars entlang der Route Applaus und ermutigende Rufe für die marschierende Menge zu hören waren.

Gerade diese spontane Reaktion der Bürger auf den Straßen von Tirana wird als Indiz dafür gewertet, dass die Unzufriedenheit nicht auf die Demonstranten beschränkt ist, sondern viel breiter gestreut ist. Für viele Teilnehmer hat der Protest längst nicht mehr den Charakter einer gewöhnlichen Versammlung, sondern eines Bürgeraufstands, der täglich an Unterstützung gewinnt.
An der Spitze des Marsches stehen vor allem junge Menschen, Studierende und Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichen Alters, die erklären, dass sie nicht eher nachgeben werden, bis ihre Stimmen gehört werden. Die Botschaft des Marsches ist eindeutig: die Forderung nach politischem Wandel, nach einem Ende der Straflosigkeit und nach dem Rücktritt derjenigen, die das albanische politische Leben seit Jahrzehnten dominieren.
Im Laufe des Abends zieht die Menge unter dem Jubel und Applaus der Bürger weiter durch die Straßen der Hauptstadt. Dies zeigt, dass die Energie des Protests mit dem Ende der Kundgebung vor dem Amtssitz des Premierministers nicht nachgelassen hat. Im Gegenteil, die Revolte scheint entschlossener denn je, ihren Kampf gegen das politische Establishment fortzusetzen.
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Mbreselenese si proteste. Njerrzit duket se e besojne dhe mbeshtesin ndryshimin. Rama ik se na e shpife. Kuptoje kete gje. Ke 14 vjet qe na vjedh, na mashtron, na dhunon.