
Die Verantwortlichen und Manager des Unternehmens werden wegen verschiedener Wirtschaftsverbrechen untersucht, darunter Urkundenfälschung, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Schmuggel. Im Fokus der Ermittlungen stehen auch Beamte der örtlichen Steuerbehörden.
Eine Operation, die in Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft Tirana, der Abteilung für Wirtschaftskriminalität und der investigativen Sendung „Stop“ durchgeführt wurde, führte zur Inspektion der Räumlichkeiten des Einkaufszentrums „Nikaj“ sh.pk in der Stadt Saranda.
Die Kontrollentscheidung wurde vom Gericht in Tirana im Rahmen eines Strafverfahrens erlassen, das wegen mehrerer schwerer Wirtschaftsstraftaten eingeleitet wurde.
Die Staatsanwaltschaft Tirana hat Ermittlungen gegen die Verantwortlichen und Manager dieses Einkaufszentrums wegen mehrerer Straftaten eingeleitet, insbesondere wegen „Urkundenfälschung“. Es besteht der Verdacht, dass manipulierte Steuer- und Finanzdokumente verwendet wurden, um den tatsächlichen Umsatz des Unternehmens und zahlreiche Beschlüsse der Geschäftsleitung zu verschleiern. Weiterhin wird ihnen „Einkommensverschleierung und Steuerhinterziehung“ vorgeworfen, da sie tatsächliche Einkünfte nicht deklarierten, Steuerpflichten umgingen und keine Steuerbescheide ausstellten.
„Geldwäsche“: Es besteht der Verdacht, dass Erträge aus illegalen Aktivitäten über verschiedene Finanzstrukturen in Umlauf gebracht wurden, um ihre Herkunft zu verschleiern. „Handel mit Schmuggelware“: Auch bei den Kontrollen wurden Verdachtsfälle bestätigt, in denen Waren ohne ordnungsgemäße Zolldokumente ins Gebiet eingeführt wurden.
Es bestehen aber auch Verdachtsmomente hinsichtlich der Straftatbestände der illegalen Beschäftigung, der Steuerhinterziehung und der Herbeiführung eines Insolvenzverfahrens.
Nach ersten Angaben der Ermittlergruppe beläuft sich die mutmaßliche Steuerhinterziehung auf Milliarden von Lek, was diesen Fall zu einem der schwerwiegendsten macht, die in letzter Zeit im Süden des Landes untersucht wurden.
Derzeit begleitet die Staatspolizei die Unternehmensleitung bei weiteren Verfahrensschritten; weitere Verhaftungen sind je nach Beweislage nicht ausgeschlossen.
Die Ermittlungen richten sich auch gegen Beamte der Steuerverwaltung in Saranda. Gegen den Steuerdirektor der Stadt und mehrere zuständige Prüfer wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch, Vernachlässigung gesetzlicher Kontrollpflichten oder Duldung von Verstößen ermittelt, wodurch illegale Aktivitäten möglicherweise über einen längeren Zeitraum ermöglicht wurden.
Die Ermittlungsgruppe beschlagnahmt Finanzdokumente, Server und elektronische Geräte, während die Kontrollen sowohl in den Geschäftsräumen als auch in anderen Lagern im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit fortgesetzt werden.
Im Zuge der Ermittlungen befindet sich auch ein Beamter der Kriminalpolizei von Saranda, zuständig für Wirtschaftskriminalität, unter Verdacht. Laut den Aufzeichnungen der investigativen Sendung „Stop“ steht der Beschuldigte im Verdacht, regelmäßig von Polizeibeamten Klement Bello informiert und unterstützt worden zu sein.
Dieser Vorwurf wurde in die Ermittlungsakte aufgenommen und wird voraussichtlich im Laufe des Verfahrens von den zuständigen Behörden überprüft. Die Behörden werden voraussichtlich nach Abschluss der ersten Ermittlungsphase eine offizielle Mitteilung veröffentlichen. / Broschüre
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