Nach Reuters wurde der Skandal um die Finanzierung des Konzerts mit staatlichen Geldern auch von NBC News, US News, Internazionale und Dutzenden anderer internationaler Medien aufgegriffen.
Die Entscheidung der albanischen Regierung, das Konzert des US-amerikanischen Rappers Kanye West mit vier Millionen Euro zu finanzieren, ist längst keine innenpolitische Angelegenheit mehr. Der Skandal hat die Grenzen Albaniens überschritten und findet auch in großen internationalen Medien Beachtung.
Zunächst war es die angesehene Nachrichtenagentur Reuters , die der Entscheidung der Regierung von Edi Rama, öffentliche Gelder für ein privates Konzert zu verwenden, einen ganzen Artikel widmete und betonte, dass der Premierminister die Ausgaben inmitten öffentlicher Empörung und Proteste zu rechtfertigen suchte, die seit mehr als einem Monat seinen Rücktritt fordern.
Doch das Echo beschränkte sich nicht auf Reuters.
Der Artikel wurde umgehend von einer Vielzahl internationaler Medien nachgedruckt, darunter NBC News, US News & World Report, Yahoo News, Devdiscourse, Swissinfo, Marketscreener, MSN sowie das renommierte italienische Magazin Internazionale , wodurch die Debatte um Ramas 4 Millionen Euro ein weltweites Publikum erreichte.
In ihren Berichten wird darauf hingewiesen, dass die albanische Regierung beschlossen hat, 4 Millionen Euro für die Rettung des Konzerts von Kanye West einzusetzen, einem Künstler, der nach Äußerungen, in denen er Adolf Hitler lobte und Nazi-Symbole verwendete, in mehreren europäischen Ländern mit einem Auftrittsverbot belegt wurde.
Reuters zitiert Premierminister Edi Rama, demzufolge die Gelder erst im letzten Moment bereitgestellt wurden, um Albanien vor rund 25.000 Zuschauern aus 80 Ländern nicht zu blamieren. Gleichzeitig behauptet er, dass die Veranstaltung der albanischen Wirtschaft rund 100 Millionen Euro einbringen werde.
Gleichzeitig spiegelt der Artikel auch die heftige Reaktion albanischer Bürger wider. Reuters zitiert kritische Kommentare aus sozialen Netzwerken, in denen ein Bürger schreibt: „Albanien sollte sich schämen, einen Sänger willkommen zu heißen, der Hitler bewundert“, während ein anderer kommentiert: „Schande, nicht mit meinem Geld!“
Die Agentur erinnert zudem daran, dass die Proteste in Tirana bereits seit über einem Monat andauern. Laut Reuters begannen sie ursprünglich aufgrund von Jared Kushners Investitionsplänen an der albanischen Küste und weiteten sich dann auf den Widerstand gegen weitere Projekte in Schutzgebieten aus. Mittlerweile haben sie einen breiteren politischen Charakter angenommen, mit Forderungen nach dem Rücktritt von Premierminister Edi Rama und Korruptionsvorwürfen, die dieser zurückweist.
Die Tatsache, dass die Nachricht von Dutzenden internationalen Medien aufgegriffen wurde, zeigt, dass die Entscheidung der albanischen Regierung, Staatsgelder für Kanye Wests Konzert zu verwenden, nicht länger als rein lokale Kontroverse wahrgenommen wird. Sie hat sich zu einer Geschichte mit internationaler Tragweite entwickelt und Albanien sowie die Regierung von Edi Rama in den Mittelpunkt des globalen Medieninteresses gerückt. / Broschüre
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