Berichten zufolge standen beide Seiten in den vergangenen 24 Stunden in ständigem Kontakt, um zu klären, ob Mitsotakis' Agenda ein offizielles Treffen vorsieht, wie es von Tirana gewünscht wurde...
Ministerpräsident Edi Rama befindet sich auf einem Besuch in Griechenland, wo er am jährlichen Delphi Economic Forum teilnehmen wird.
Doch der Schwerpunkt der albanischen Diplomatie lag offenbar, zumindest in den letzten 24 Stunden, auf der Lobbyarbeit für ein offizielles Treffen zwischen Edi Rama und seinem griechischen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis.
In Tirana haben die Medien verkündet, dass Rama ein Vieraugengespräch mit Mitsotakis im Büro des griechischen Ministerpräsidenten führen wird, doch laut griechischen Medien ist nichts sicher und die Verhandlungen dauern an.
Die griechische Zeitung ToVima schreibt, dass Edi Rama plant, diese Woche nach Griechenland zu reisen, um an den Sitzungen des Delphi Economic Forum teilzunehmen, während die diplomatischen Kontakte fortgesetzt werden und die Möglichkeit eines Treffens in Athen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis geprüft wird.
Laut Berichten standen beide Seiten in den vergangenen 24 Stunden in ständigem Kontakt, um zu klären, ob Mitsotakis' Tagesordnung ein offizielles Treffen vorsieht, wie es von Tirana gewünscht wurde.
Rama wird am Mittwochnachmittag auf dem Delphi Economic Forum eine Rede halten.
Da die beiden Staatschefs auf dem Forum sprechen werden, das am gleichnamigen Ort in Delphi im südlichen Mittelgriechenland stattfindet – nur 30 Autominuten voneinander entfernt –, gilt dies laut griechischen Medienberichten als der wahrscheinlichste Ort für ein persönliches Treffen.
Unterdessen besteht laut ihren Angaben noch eine weitere Option: Dienstag in Athen nach Ramas Ankunft oder Donnerstag vor seiner Abreise, da Mitsotakis später am selben Tag an einem informellen EU-Gipfeltreffen in Nikosia teilnehmen wird.
Bis Montagnachmittag war lediglich ein kurzes Treffen der beiden Staatschefs in Delphi bestätigt worden, obwohl Anstrengungen unternommen wurden, ein formelleres Treffen im Büro des griechischen Ministerpräsidenten in der Maximos-Villa zu organisieren.
Albanische Medien berichten hingegen von einem geplanten Treffen zwischen den Premierministern Rama und Mitsotakis am Mittwochmorgen. Laut Top Channel wird Edi Rama höchstwahrscheinlich als einziger Regierungschef von seinem Amtskollegen Mitsotakis im Amtssitz des Premierministers in Maximos empfangen.
Eine der wichtigsten Streitfragen zwischen den beiden Ländern, für die der Gerichtshof eine Lösung vereinbart hat, ist die Seegrenze. Athen ist bereit, die Gespräche darüber so bald wie möglich wieder aufzunehmen, da dies als letzter Zeitpunkt gilt, an dem beide Seiten eine für beide Seiten zufriedenstellende Einigung erzielen können. Griechenland könnte aufgrund innenpolitischer Entwicklungen im nächsten Jahr vorgezogene Neuwahlen abhalten, was darauf hindeutet, dass Mitsotakis dieses Thema weiter vorantreiben wird, um sich ein weiteres Druckmittel für die Innenpolitik zu sichern.
Edi Rama hingegen strebt den EU-Beitrittsprozess an und ist bereit, jeden Kompromiss einzugehen, um diesen Prozess zu beschleunigen.
Ein Treffen der beiden Ministerpräsidenten wäre laut griechischen Medienberichten zu diesem Zeitpunkt von besonderem Interesse, da das griechische Außenministerium eine Initiative angekündigt hat, die es unverzüglich umsetzen will. Diese Initiative betrifft den Westbalkan und die Beschleunigung der Beitrittsverfahren für sechs Staaten (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Kosovo, Serbien) mit dem Ziel, die erste EU-Erweiterung in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 zu realisieren – einem Zeitraum, in dem unser Land die Ratspräsidentschaft der EU innehaben wird.
Laut TaNea soll die griechische Initiative, die Giorgos Gerapetritis bereits „führt“, auf drei Ebenen voranschreiten: auf der Ebene der Konsultationen innerhalb der EU über die Unterstützung der griechischen Initiative durch andere Staaten (wobei Deutschland und Spanien bereits offen ihre Bereitschaft zur Mitwirkung bekundet haben), auf der Ebene der Schaffung eines Netzwerks von Ländern mit dem Ziel der Unterstützung des Westbalkans und auf der Ebene einer gezielten Präsenz in den Westbalkanstaaten durch eine Mission, die der Chef der griechischen Diplomatie im Mai durchführen will.
Die spezielle Mission in den Westbalkan, für die das Außenministerium intensiv daran arbeitet, die sechs Besuche von Gerapetritis zeitlich eng zu koordinieren – obwohl Athen ursprünglich geplant hatte, die Besuche möglichst noch in diesem Monat durchzuführen, haben regionale Entwicklungen diesen Zeitplan durcheinandergebracht –, bleibt eine strategische Priorität auf der diplomatischen Agenda unseres Landes. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der Instabilität, die die gesamte Region aufgrund der Krise im Nahen Osten erneut erfasst, sowie der tiefgreifenden Veränderungen in den transatlantischen Beziehungen. /pamphlet/
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