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Rajoni dhe Bota 3 Dhjetor 2025, 22:30

Der Krieg, den niemand erklärt, im Schattenkonflikt zwischen Mossad und Iran

Shkruar nga Jasim Al-Azzawi

Der Krieg, den niemand erklärt, im Schattenkonflikt zwischen Mossad und

Die Symbolik war brutal: Der Iran konnte seine Wissenschaftler mit Wachen, Barrikaden und Konvois umgeben und trotzdem keine Sicherheit erreichen...

In der Spionage geht die Wahrheit mit Misstrauen einher. Nichts wird klar ausgesprochen, nichts endgültig entschieden.

Die Geschichten tauchen mittendrin auf, ausgeschmückt mit Kühnheit oder durchsetzt mit Propaganda.

In der jüngsten Episode des sich verschärfenden Schattenkrieges zwischen Israel und Iran behauptet Teheran, seinen lang erwarteten Gegenangriff geschafft zu haben: das Eindringen in Israels sensibelste Nuklearkreise und die Bergung einer wahren Fundgrube an geheimen Dokumenten, Listen von Wissenschaftlern, Karten von Anlagen und internen Akten.

Das iranische Fernsehen schmiedete die Geschichte zu einem fast vollständigen Mythos: ausländische Agenten überbringen Drohungen in Form von Blumen, ein Wissenschaftler öffnet eine Autotür und findet rote Rosen und eine Postkarte mit der Aufschrift: „Wir können Sie erreichen.“

Eine perfekte Spionagegeschichte, doch wie immer bleibt die Bestätigung aus.

Sicher ist jedoch, dass keine der beiden Seiten einen größeren Konflikt erfindet. Lange bevor der zwölftägige Konflikt im vergangenen Juni Schlagzeilen machte – die kurze, heftige Enthüllung eines lange verborgenen Konflikts –, führten die Geheimdienste den eigentlichen Krieg fernab der Luft: langsam, im Verborgenen, methodisch.

Die moderne Phase begann wohl 2018, als israelische Agenten in ein Lagerhaus am südlichen Stadtrand von Teheran eindrangen und über 100.000 Dokumente zum geheimen iranischen Waffenprogramm mit dem Codenamen Projekt AMAD entwendeten. Die Operation war in ihrer dreisten Banalität atemberaubend: Ein Team brach in eine bewachte Anlage ein, belud Tresore mit Papier und digitalen Daten und entkam unbemerkt aus Teheran. Israelische Beamte präsentierten die Dokumente später öffentlich wie Trophäen: Konstruktionszeichnungen, Lagepläne, Entwürfe für Atomsprengköpfe. Damit wurde Irans Behauptung, die Waffe habe nie existiert, untergraben.

Was dann im Iran folgte, war eine Reihe bizarrer Zwischenfälle: Explosionen in Natanz, Brände entlang von Raketenentwicklungskorridoren, Industrieunfälle, die scheinbar immer die Infrastruktur trafen, die für Irans Atomprogramm von größter Bedeutung war.

Teheran machte zunächst technische Mängel verantwortlich, dann ausländische Sabotage – ein widerwilliges Eingeständnis, dass Israels Einfluss tief in iranisches Gebiet reichte, gestützt auf Informanten, deren Identität in keiner Anklageschrift jemals auftauchen würde.

Dann kam der November 2020, als Mohsen Fakhrizadeh, der als geistiger Architekt des iranischen Waffenprogramms galt, in der Nähe von Teheran ermordet wurde. Die Operation war so unheimlich präzise, ​​dass sie wie das Ergebnis einer ferngesteuerten Choreografie wirkte. Iranische Beamte gaben später zu, dass eine satellitengesteuerte automatische Waffe, die nach und nach ins Land geschmuggelt worden war, den Mord ohne die Anwesenheit eines Mossad-Agenten ausgeführt hatte.

The symbolism was brutal: Iran could surround its scientists with guards, barricades, convoy vehicles and still not reach safety.

The covert war then escalated into something more: not just espionage, but hybrid warfare. By mid-2025, intelligence had seamlessly merged with overt force. Israeli agents reportedly smuggled drone parts into Iran and built clandestine launch pads inside the country. These unmanned aircraft were then used to shoot down surface-to-air missile systems ahead of large-scale Israeli strikes on Iranian missile and nuclear facilities in what became the short and dangerous “twelve-day war.”

Espionage was no longer preparation for violence. It was violence: striking first before the pilots crossed the airspace.

The Iranian response since then has been twofold: ruthless counterintelligence purges at home and dramatic narrative offensives abroad. Tehran has claimed the arrest of several Mossad-linked operatives; some have been publicly executed on espionage charges. These accounts are often televised, heavily mediated, unverifiable, but indicative of a state convinced that its domestic defenses are compromised.

Then, in June, came Iran's boldest claim yet: it had changed the direction of its own spy pipeline.

Iranian officials said intelligence operatives had seized “millions of pages” of Israeli nuclear documents. They spoke of maps, personnel records, home addresses and even surveillance photos. It all sounded strangely symmetrical to Israel’s 2018 heist of Tehran: a mirror operation, full-on revenge.

But here the story breaks.

So far, no material has emerged that independent analysts can verify as classified. Investigations by open-source journalists show that some of the images Tehran released come from publicly available publications or conference disclosures, research materials that never sought to penetrate fortified nuclear installations. Israel, as expected, has dismissed the claims with studied silence, refusing to dignify a psychological campaign with a rebuttal.

And psychological warfare, this is likely to be

In the realm of intelligence conflicts, declaring a victory matters almost as much as actually winning it. Iran made its announcement not for Western verification but for regional audiences, domestic morale, and signaling deterrence. The subtext was unmistakable: you are not the only ones who can penetrate the shadows.

Which brings us back to the anecdote of the bouquet, the anonymous scientist, the warning note, the red roses. It is unverified and theatrically perfect, perhaps too perfect to be true. The spy wars are full of such tales. Some stem from truth, others from embellishment. But they all serve the same purpose: to shape the emotional climate of fear and vulnerability in which real intelligence work becomes more powerful.

Die tieferliegende Realität ist beängstigender als jede einzelne Episode. Die Spionagerivalität des Mossad mit den iranischen Geheimdiensten ist nicht sporadisch, sondern systematisch. Sie beruht auf der ständigen Anwerbung von Informanten, der Ausbildung von Doppelagenten, der Cyberinfiltration von Forschungseinrichtungen, der Überwachung von akademischen Reisen, der Sabotage von Lieferketten und der gezielten Bekämpfung von Wissenschaftlern im In- und Ausland. Sie ist leiser als Raketenangriffe und in der Regel weitaus effektiver.

Der zwölftägige Krieg mag mit Waffenstillstandsverkündungen und leeren diplomatischen Worten geendet haben, aber die geheime Maschinerie kam nie zum Erliegen; im Gegenteil, sie beschleunigte sich noch.

Der nächste Konflikt wird wohl kaum mit Bomben beginnen. Er wird, wie immer, mit heimlich durchgesickerten Dateien, kartierten Telefonnetzen, überwachten Bankkonten, kompromittierter Software und abgezweigten Nachschubwegen beginnen. Die entscheidenden Momente werden nicht in Hauptstädten stattfinden, sondern in Laboren, auf akademischen Konferenzen, in Telekommunikationsdatenbanken und in den Köpfen von Wissenschaftlern, die sich fragen, ob jemand ihre Adresse kennt.

Und irgendwo wartet vielleicht ein Blumenstrauß auf dem Beifahrersitz eines unverschlossenen Autos.

Ob das letzte Bild Fakt oder Fiktion ist, verfehlt den Punkt: In diesem Krieg erklärt niemand irgendetwas; die Wahrnehmung selbst wird zur Waffe.

Die tödlichste Funktion der Spionage liegt nicht in den gestohlenen Geheimnissen, sondern im Schrecken, den sie verbreitet. /Adaptiert aus Middle East Monitor/

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