Mit dem „Nein“ im Referendum bricht der gesamte Plan zusammen…
Ein Werbespot, der italienische Bürger dazu aufruft, im Referendum „Nein“ zu den Vorschlägen der Meloni-Regierung zu sagen. Dieser Spot birgt das Potenzial, sich im Vorfeld des Referendums über das Wahlrecht als Meisterleistung der Mitte-Rechts-Partei zu erweisen. Der Mechanismus sieht einen extrem hohen Mehrheitsbonus vor, der vom Verfassungsgericht durchaus angreifbar sein könnte, da er die zu Renzis Zeiten akzeptierten Grenzen überschreitet.
Den Vorschlägen von Melonis Gruppe zufolge wird die Koalition, die 40 Prozent der Stimmen erhält, mehr als 55 Prozent der Mandate erringen. Das geht über das vom Verfassungsgericht Zulässige hinaus.
Die Eile, mit der die Rechte das neue Gesetz verabschieden will, gibt ebenfalls Anlass zu Zweifeln. Die Mehrheit möchte das Gesetz mit dem unschönen Namen „Stabilicum“ in den kommenden Tagen dem Parlament vorlegen und verabschiedet sich damit unter anderem von jeglicher institutionellen Höflichkeit, die eine vorherige Konfrontation mit der Opposition erfordern würde. Doch davon ist keine Rede.
Tatsächlich scheint die Mehrheit von der Angst vor einer Niederlage, allen voran beim Referendum, und damit auch vor dem Verlust des Nimbus der Unbesiegbarkeit, der sie seit ihrem Sieg 2022 begleitet hat, beherrscht zu sein. Meloni sucht daher nach Abkürzungen und versucht, sich Vorteile zu verschaffen. Doch er spielt damit der Opposition, angeführt von der Demokratischen Partei und der Fünf-Sterne-Bewegung, in die Hände. Diese verstärkt die Dynamik der „Nein“-Kampagne, die allein auf den autoritären Bestrebungen Giorgia Melonis basiert, und fügt nun ein weiteres Element hinzu: Die Einschüchterungstaktik gegen die Rechte sieht nun folgendermaßen aus: Wahlbetrug, Angriffe auf Richter, Wahlen und Meloni im Quirinal.
Mit dem „Nein“ im Referendum bricht der gesamte Plan zusammen: Das ist die Linie von Elly Schlein und Giuseppe Conte, vereint im Kampf. Hinzu kommt, dass die Ratspräsidentin ein schnelles Inkrafttreten des Wahlgesetzes anstrebt, da sie möglicherweise vor den Wahlen im Herbst Wahlen abhalten möchte. Große Nervosität herrscht im rechten Flügel. Die Opposition spielt defensiv und kontert, wie ein Team, das weiß, dass die Gegner Angst haben und ihr entscheidendes Spiel schlecht spielen. / Adaptiert von „Pamphlet“ aus „Linkiesta“
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