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Rajoni dhe Bota11 Prill 2026, 17:42

Was bleibt zwischen Propaganda und Realität von Irans militärischer Macht übrig?

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Was bleibt zwischen Propaganda und Realität von Irans militärischer
Illustratives Foto

Trotz heftiger Angriffe der USA und Israels verfügt der Iran weiterhin über einen bedeutenden Teil seiner militärischen Kapazitäten, darunter Tausende von Raketen, während Schäden an der Industrie und Unsicherheit über die langfristige Produktion weiterhin zentrale Herausforderungen darstellen.

Es ist ein Kampf um die tatsächliche oder vermeintliche militärische Stärke Irans. Offizielle Quellen, von Washington bis Tel Aviv, heben die Erfolge der Operation Epic Fury hervor, während Geheimdienstkreise vorsichtigere Einschätzungen abgeben.

Die neuesten Schätzungen stammen vom Wall Street Journal, das der Geheimdienstanalyse viel Raum gibt: Trotz der erlittenen Angriffe verfügt Pasdaran immer noch über Tausende von Kurz- und Mittelstreckenraketen.

Viele von ihnen sind den Angriffen entkommen, während andere in bombardierten Tunneln „begraben“ sind, aber geborgen werden können. Die Verteilung des Arsenals, die Errichtung der sogenannten „Raketenstädte“ und gut funktionierende Verteidigungssysteme haben den Revolutionsgarden eine bedeutende Reserve gesichert, ergänzt durch eine reduzierte Anzahl von Anti-Schiff-Marschflugkörpern, die im Kampf um die Straße von Hormus von Nutzen sind. Was die Kamikaze-Drohnen betrifft, die unerlässlich sind, um die Golfmonarchien unter Druck zu setzen, so wird geschätzt, dass sie etwa 50 % verloren haben.

Die Lage der iranischen Rüstungsproduktion bleibt weiterhin ungewiss, da Fabriken zu den Hauptzielen der Angriffe zählen. Verschiedene Industriezweige, sowohl Rüstungsbetriebe als auch Zulieferbetriebe, wurden schwer beschädigt. In der zweiten Phase der Offensive waren es vor allem die Israelis, die diese Ziele angriffen. Die Auswirkungen dieser Angriffe werden voraussichtlich mittel- und langfristig sichtbar sein, da die Schäden nicht innerhalb weniger Wochen behoben werden können. Zusätzlich belasten Sanktionen und die schwierige wirtschaftliche Lage der Islamischen Republik die Situation.

Die Analyse des Wall Street Journal steht im Einklang mit früheren Berichten, die betonen, dass sich die Pasdaran vorbereitet haben, indem sie andere Konfrontationen in Betracht zogen, ihre territoriale Tiefe ausnutzten und flexiblere Taktiken anwandten.

In den vergangenen Tagen haben das Pentagon und die israelischen Streitkräfte (IDF) ihre Daten präsentiert, um die erzielten Ergebnisse hervorzuheben. Laut den USA wurden 13.000 Munitionsteile eingesetzt, 80 % der Luftverteidigung neutralisiert, 450 Raketendepots, 800 Drohnenanlagen und 2.000 Kommandozentralen getroffen. Auf israelischer Seite wurden über 10.800 Luftangriffe gegen 4.000 Ziele durchgeführt; 18.000 Kampffahrzeuge (Bomben, Raketen und Kampfdrohnen) kamen zum Einsatz; 60 % der 470 Raketenwerfer der israelischen Armee wurden zerstört; 85 % der Luftverteidigungssysteme wurden außer Gefecht gesetzt; der israelische Führer Ali Khamenei wurde getötet und über 40 hochrangige Funktionäre wurden ausgeschaltet; zudem wurden Atomanlagen beschädigt.

Israelische Generäle haben hinzugefügt, dass die iranischen Raketenangriffe auf Israel schrittweise auf etwa 10 bis 15 Raketen pro Tag zurückgegangen seien, und führen diesen Rückgang auf die Wirksamkeit präventiver Schläge zurück. Experten widersprechen dieser Interpretation und betonen, dass die iranischen Streitkräfte mit größerer Präzision operierten und Waffen mit mehreren Sprengköpfen einsetzten, was ausreichte, um die Gegner in ständiger Alarmbereitschaft zu halten. Dieselbe Taktik wurde auch in Dubai und Kuwait mithilfe von Drohnen angewendet.

Die Raketen der Revolutionsgarden dienten nicht nur als militärische Waffe, sondern auch als politisches und propagandistisches Instrument, um zu demonstrieren, dass das Regime der Ayatollahs nicht besiegt ist und weiterhin in der Lage ist, seinen Gegnern entgegenzutreten. Gleichzeitig hat die selektive Schließung der Straße von Hormus die Position Teherans gestärkt.

Der Beginn eines fragilen Verhandlungsprozesses bietet den Parteien die Chance zur Neuausrichtung. Die USA haben weiterhin Truppen und militärische Ausrüstung verlegt, während der Flugzeugträger „Ford“ nach Wartungsarbeiten im östlichen Mittelmeer neu positioniert wurde und Verstärkung für amphibische Operationen erwartet wird. Iran hingegen könnte Drohnen aus Russland und, laut einem CNN-Bericht, Luftverteidigungssysteme aus China über ein Drittland erhalten. Es handelt sich dabei um tragbare, niedrig fliegende Flugabwehrraketen – ein Szenario, das mit möglichen Bodenoperationen in Verbindung gebracht wird. Peking hat diese Informationen dementiert.

Schließlich bleiben zwei Fragen zu den Raketenwerfern offen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die anfänglichen Einschätzungen der iranischen Fähigkeiten unzutreffend waren. Experten gehen davon aus, dass der Bau neuer Werfer nicht besonders schwierig ist, da Pasdaran sich an nordkoreanischen Modellen orientieren und Transportfahrzeuge zu mobilen Plattformen für den Raketenstart umbauen könnte. / Adaptiert aus „Corriere della Sera“

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