
Osmanische Parade in Prizren: Eine Rückkehr zur Geschichte oder ein Einflussprojekt Ankaras?
Der Mehterani-Marsch im Herzen der Stadt wird nicht mehr als kulturelle Veranstaltung betrachtet, sondern als politisches Signal zur Umgestaltung des historischen Gedächtnisses und zur Ausweitung des türkischen Einflusses im Kosovo.
Die osmanische Parade in Prizren ist keine alte Tradition. Zu Zeiten Jugoslawiens gab es den Brauch der Mehteran-Militärparade nicht. Dies liegt auch daran, dass die Türkei Atatürks ein säkularer Staat war, der sich nicht mit der Wiedereinführung von Symbolen der osmanischen Vergangenheit befasste.
Mit Erdoğans Machtantritt und der Einführung einer neuen neo-osmanischen Politik änderte sich alles. Ankara begann systematisch in die Wiederherstellung des osmanischen Gedächtnisses auf dem Balkan zu investieren und nutzte dafür kulturelle, religiöse und diplomatische Instrumente. In diesem Kontext wurde auch das „Yunus-Emre“-Institut gegründet, das zwar theoretisch die türkische Sprache und Kultur fördert, in der Praxis aber häufig dazu dient, den historischen türkischen Einfluss in der Region neu zu gestalten.
Ein symbolträchtiger Moment in diesem Prozess war der Einmarsch türkischer KFOR-Truppen in Prizren im Juni 1999. Während deutsche Streitkräfte im Rahmen einer NATO-Befreiungsoperation einmarschierten, war der Einmarsch der türkischen Truppen von einer Atmosphäre begleitet, die für viele eher einer symbolischen Rückkehr als einem internationalen Militäreinsatz glich. Die Szenen jenes Tages mit türkischen Flaggen und überschwänglicher Begeisterung sind bis heute Gegenstand von Diskussionen.
Seitdem ist die symbolische Präsenz der Türkei in Prizren zur Regel geworden. Jedes Jahr veranstaltet die Militärkapelle „Mehteran“, die zum türkischen Staatszeremoniell gehört, Paraden in der Stadt. Diese Veranstaltungen fallen mit Daten zusammen, die mit dem Einmarsch des Osmanischen Reiches in diese Gebiete verbunden sind, und sind von starker historischer Symbolik geprägt.
Die Parade findet auf den Hauptstraßen der Stadt statt und macht Halt in Shadërvan, dem historischen Zentrum von Prizren. Dort werden osmanische Märsche aufgeführt und eine Erzählung zur Verherrlichung der imperialen Vergangenheit nachgestellt. All dies geschieht mit Zustimmung der lokalen und zentralen Institutionen des Kosovo, während es von einigen Bürgern als Fest gefeiert wird.
Doch am 25. April 2026 geschah etwas, das über die übliche Symbolik hinausging. Die Band „Mehteran“ spielte das Lied „Oj Kosovë, oj Nëna ime“ und präsentierte es als Geste der Annäherung und Brüderlichkeit. Für viele war dies nicht nur eine künstlerische Darbietung, sondern eine politische Botschaft. Ein Versuch, einen Teil der albanischen Identität symbolisch anzueignen und in eine andere historische Erzählung einzubinden.
Deshalb hat die diesjährige Parade stärkere Reaktionen hervorgerufen. Sie ist nicht mehr nur eine kulturelle Veranstaltung, sondern eine Geschichtsinterpretation, die die tiefsten Gefühle der Identität berührt.
Einige kritische Stimmen haben sich offen geäußert. Arbër Gashi, ein Schweizer Anthropologe und Aktivist der Organisation „Shoqeria e Re“, wendet sich seit Langem gegen dieses Phänomen und sieht darin eine Verzerrung des historischen Gedächtnisses. Auch der katholische Geistliche Dom Nikson Shabani reagierte scharf und betonte, dass Orte wie Shadërvani nicht zu Bühnen für Symbole der Besatzung umfunktioniert werden dürften.
Ihre Botschaft ist eindeutig: Das historische Gedächtnis darf nicht relativiert oder als Dekoration für heutige politische oder geopolitische Interessen missbraucht werden.
Das ist der Kern der Debatte. Es geht nicht um Kultur, sondern um die Interpretation der Geschichte und den Respekt vor dem, wofür sie steht.
Und genau hier liegt das Problem. Wenn Institutionen schweigen und die Symbolik der Vergangenheit unreflektiert genutzt wird, dann dient die Geschichte nicht länger als Lehre. Sie wird zum Instrument der Einflussnahme. / Broschüre
Po po keshtu futet krimbi nga pak, keta jane futur shume thuaj. Po kur e marrin fare nuk kendojne me shqip. Ata edhe dyqanet ne shesh i kane si histori osmane, ose dhe turke po themi meqe bejne tregti
Gjithe ku demonstrim i qelbur i ideologve te ish pushtuesit...dhe kryetari shqiptar i Prizrenit rri i strukurë pa asnje reagim. Gjithandej ne tokat shqiptare, Kosove, Shqiperi, Maqedoni...pushtuesit ende sot bejne cfare duan vet pa i trazuar askush nga banoret vendas shqiptar. Kështu si duket paska qene ne Iliri, prandaj u zhduken duke akomoduar gjithfarë ardhacakesh sllavomongol..
Qetesohu se pervecse injorant je edhe i lig
Merrini me shkelma qafiret musli - sllavo - mongole. Si tre vije Erdogani ne kryeministri e t'i thote kryebalashit tone per bustin e Gjergj Kastriotit, hiqe kete tradhetar e Roma me brez te bardhe rri si mut, cdo presesh me. Sa poshte na kane ulur keta qerratenjte e politikes keta 35 vitet e fundit.
Mire e ke, hajde fillo i pari se me te tjeret pas na ke...
Do vij greqiri sllavomongol e te ju shpetoj, bash me janullatosaqisat. Mirëmban bustin eMitsotaqisit e mos i hidheni vorioleshat se ua ndalin pensionin...gjuhen shqipe dhe tubimet shqiptate edhe ashtu ne Himarën shqiptare ua kane ndaluar...
Bravo. Duhet te kete parada nga gjithe pushtuesit . Xaxaa
Prizreni ka nje pakice te forte Turke dhe ndikimin e nje kulture te vjeter Osmane. Prizrenalinjte dhe shume kosovare, kur serbet ben pastrim etnik, u moren dhe ndihmuan nga Turqia e cila edhe sot eshte nje nder promovuesit e forte te sigurise ne Kosove. Identiteti Otoman eshte i oerzier me identitetin Kosovar dhe nuk ka asgje te keqe. Perrallat si puna e Ben Blushit, dhe e regjimit te Emver Hoxhes tregojani tjeterkujt..