Der amerikanische Präsident hat sich auf die Eskalationsstrategie eingelassen, doch ein Ausstieg ohne politische und militärische Kosten wird zunehmend schwieriger...
Der Präsident der Vereinigten Staaten steht heute vor einem Paradoxon, das die amerikanische Geschichte wohl kennt, das aber jede Regierung so behandelt, als würde sie es zum ersten Mal entdecken: Amerika kann eine Front mit schockierender Geschwindigkeit eröffnen, aber es kann sie nicht mit der gleichen Leichtigkeit wieder schließen.
Im Falle des Iran steht Donald Trump genau vor dieser klassischen Falle der Großmacht: Er hat Stärke demonstriert, die Logik des maximalen Drucks aktiviert, muss aber nun feststellen, dass die Eskalation ihre eigenen Gesetze hat und dass ein unbeschadeter Ausstieg nicht mehr allein von seinem Willen abhängt.
Der Konflikt geht heute in die vierte Woche, die Rhetorik hat sich verschärft, und die gegenseitigen Drohungen haben sich auf die Energieinfrastruktur und die Straße von Hormus, ein wichtiges Nervenzentrum der Weltwirtschaft, verlagert.
Hier endet die Propaganda und die kalte Geopolitik beginnt. Trump kann zu seinen Wählern in der Sprache des Triumphs sprechen, er kann die Angriffe als Beweis amerikanischer Entschlossenheit präsentieren, er kann sogar behaupten, die militärischen Ziele seien beinahe erreicht. Doch ein Präsident wird nicht danach beurteilt, wie er in eine Krise gerät, sondern danach, wie er sie bewältigt.
Und genau hier liegt die Schwäche der aktuellen Situation: Die US-Regierung sendet widersprüchliche Signale aus, indem sie einerseits von einer Lockerung des Engagements und einer begrenzten Entspannung auf dem Ölmarkt spricht, andererseits aber auch von verstärkten Kräften und neuen Bedrohungen gegen den Iran. Das ist keine Strategie, sondern der Versuch, in einer Krise, die ihren eigenen Verlauf nimmt, Zeit zu gewinnen.
Trumps größtes diplomatisches Problem ist nicht nur der Iran. Das Problem besteht darin, dass eine Weltmacht nicht gleichzeitig Angst, Überzeugungsarbeit und begrenzte Belastungen zum Ausdruck bringen kann.
Die USA wollen ihre Autorität als Garant der Ordnung wahren, ohne jedoch die vollen Kosten dieser Rolle zu tragen. Dies ist der Kern der gegenwärtigen Krise.
Wenn Washington Teheran droht, Hormuz innerhalb von 48 Stunden zu öffnen, während westliche Verbündete und die G7 über den Schutz globaler Versorgungsgüter und maritimer Sicherheit sprechen, wird deutlich, dass Amerika nicht nur einen regionalen Konflikt bewältigt, sondern auch die Angst des internationalen Systems vor einem Energieschock mit verheerenden Folgen.
Genau aus diesem Grund befindet sich Trump in einer Sackgasse.
Sollte es zu einer weiteren Eskalation kommen, besteht die Gefahr, dass ein tieferer Konflikt entsteht, mit politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kosten, die nicht nur den Nahen Osten, sondern auch den amerikanischen Verbraucher selbst durch Ölpreise und Inflation treffen könnten.
Wenn er ohne konkretes Ergebnis nachgibt, riskiert er, als bedrohlicher Anführer wahrgenommen zu werden. Doch er gibt nach, wenn die Krise strategische Kohärenz erfordert. Wählt er den Mittelweg – maximalen Druck ohne offenen Krieg und ohne echtes Abkommen –, verlängert er lediglich einen instabilen Konflikt und macht das Weiße Haus vorübergehend zum Chaosverwalter. Analysten berichten, dass die Energiemärkte bereits mit großer Besorgnis reagieren und dies für Trump im Vorfeld der Zwischenwahlen zu einer politischen Belastung wird.
In diesem Bild ist der Iran nicht nur der Gegner. Er ist auch der Spiegel, der die Grenzen der amerikanischen Macht offenbart. Teheran weiß, dass es die Vereinigten Staaten im klassischen militärischen Sinne nicht besiegen kann. Aber es weiß auch, dass es die Kosten erhöhen, die Region destabilisieren, Hormus als Druckmittel einsetzen und Washingtons Verbündete dort treffen kann, wo es am meisten schmerzt: in den Bereichen Energie, Handel und gefühlte Sicherheit.
Irans Drohungen, die Straße von Hormus im Falle amerikanischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur vollständig zu schließen, sowie die Ausweitung der Bedrohung auf die Infrastruktur von Ländern, die amerikanische Stützpunkte beherbergen, zeigen, dass Teheran nicht auf einen militärischen Sieg, sondern auf die strategische Ausnutzung des Gegners aus ist.
Diese Situation verdeutlicht umso mehr eine Wahrheit, die ernsthafte Diplomatie nicht mit Euphemismen verschleiern sollte: Macht ohne politisches Projekt ist nichts als Chaos.
Bombardierungen können Ziele zerstören; aber sie können keine Ordnung schaffen.
Drohungen können vorübergehend Angst auslösen; sie können aber keine langfristige Stabilität erzeugen.
Und ein Präsident, der ohne klaren Ausstiegsplan in eine Krise gerät, riskiert, zum Geisel seines eigenen Images zu werden. Das ist Trumps eigentliches Drama in diesem Moment: Er darf nicht schwach wirken, doch jeder Versuch, nicht schwach zu erscheinen, kann ihn tiefer in die Krise stürzen. / Broschüre
A është Presidenti Trump në qorrsokak me Iranin?????Portal provokator.Nxhitës??????????Kujt i shërben??????
Po mire c'u duhet qe beni artikuj acarues per Perandorine!? Bota nuk ndihet sa e si ne Shqiptaret por rrine syhapur e vezhgojne. Ne barinjte e malit terr e verr bejme pa e mbushur zorren mire. Mire nje individ mund te jape opinione personale por mos shkoni me lart se nuk e gdhendim boten ne.