Albanien hat Fehler gemacht und Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union. Aber auch Europa hat eine historische Verpflichtung gegenüber einem Volk, das jahrhundertelang für die Verteidigung seiner Grenzen und Werte eingetreten ist.

Von den Mauern der Burg Rozafa bis zu den Korridoren Brüssels: Die Albaner standen stets an der Seite Europas. Die Ukraine-Debatte sollte die EU daran erinnern, dass Albanien nicht am Rande des Kontinents liegt, sondern Teil seiner Geschichte ist.
In der aktuellen Debatte der Europäischen Union über die Beschleunigung des EU-Beitritts der Ukraine sollte Albanien sich nicht gegen Kiew positionieren. Ein Volk, das für seine Freiheit kämpft, verdient Unterstützung und Solidarität. Die Ukraine zahlt heute einen hohen Preis für die Verteidigung ihrer Souveränität und der Werte, die Europa selbst zu vertreten vorgibt.
Während Europa zu Recht über die Zukunft der Ukraine debattiert, sollte es eine andere Realität nicht vergessen: Der Westbalkan und insbesondere die Albaner sind nicht einfach nur Beitrittskandidaten. Sie sind seit Langem Teil der europäischen Geschichte, lange bevor die Europäische Union selbst existierte.
Albanien kann sich nicht von seiner Unschuld befreien. Wir haben unsere Fehler, unsere Versäumnisse und unsere inneren Wunden. Korruption, Massenabwanderung, institutionelle Schwächen und politische Polarisierung sind reale Probleme. Europa hat das Recht, Standards und Reformen zu fordern.
Genauso berechtigt ist aber die Frage, die die Albaner an Europa richten können: Reicht die Sprache der Bedingungen und technischen Berichte allein aus, um das Verhältnis zwischen Europa und der albanischen Nation zu beurteilen?
Die Geschichte sagt Nein.
Jahrhundertelang standen die Albaner an vorderster Front im Konflikt zwischen dem Westen und dem Osmanischen Reich. Skanderbegs Widerstand war nicht nur die Verteidigung albanischer Gebiete; er wurde von europäischen Chronisten als Damm betrachtet, der das osmanische Vordringen ins Herz Europas verzögerte.
Die Belagerung von Shkodra in den Jahren 1478/79 zählt zu den bedeutendsten Ereignissen der europäischen Geschichte. Die Chroniken jener Zeit berichten von der Befürchtung, dass nach dem Fall Shkodras der Weg nach Italien frei sein würde. Die symbolische Erinnerung an die Rufe der osmanischen Soldaten, die Shkodra als Tor nach Rom betrachteten, ist auch in der albanischen und italienischen Geschichtsschreibung erhalten geblieben. Die Botschaft war eindeutig: Nach Shkodra würde Italien und das Herz des westlichen Christentums an der Reihe sein.
Es ist kein Zufall, dass es im Vatikan und in den italienischen Archiven Hunderte von Dokumenten gibt, die den albanischen Widerstand als ein Problem von europäischer und nicht nur lokaler Bedeutung darstellen.
Diese Geschichte darf nicht für politische Zwecke missbraucht werden. Sie darf nicht in romantischen Nationalismus umgedeutet werden. Aber sie darf auch nicht verdrängt werden.
Denn das moderne Europa gründet auf historischer Erinnerung. Polen erinnert sich an seine Opfer. Griechenland erinnert sich an seinen Kampf um die Unabhängigkeit. Die baltischen Staaten erinnern sich an ihren Widerstand gegen die Sowjetunion. Auch die Albaner haben das Recht, sich an ihre Rolle in der Geschichte des Kontinents zu erinnern.
Deshalb verdient Italiens Reaktion auf die Ukraine-Debatte Beachtung. Rom stellt sich nicht gegen die Ukraine. Es erinnert uns vielmehr daran, dass Europa keine strategischen Politiken entwickeln kann, während es jene Länder vergisst, die seit Jahrzehnten vor den Toren der Union stehen.
Wenn die europäische Sicherheit heute ein Argument für die Ukraine ist, dann sollten Geschichte, euro-atlantische Loyalität und strategische Bedeutung auch Argumente für den Westbalkan sein.
Albanien strebt keine Privilegien an. Es sucht keine Abkürzungen. Es betrachtet die Mitgliedschaft nicht als Geschenk.
Europa muss jedoch verstehen, dass die Integration der Albaner nicht nur ein bürokratischer Prozess ist. Sie markiert den Abschluss eines historischen Kapitels, das vor Jahrhunderten begann.
Und wenn die Europäische Union ein Projekt der Erinnerung, der Werte und der historischen Gerechtigkeit sein will, dann sollte sie Albanien nicht nur durch Statistiken und Fortschrittsberichte betrachten.
Es muss dies auch im Verlauf seiner Geschichte erleben. Eine Geschichte, die in vielen entscheidenden Momenten auch die Geschichte Europas selbst war. / Broschüre
Pergjigja e Europes per borxhin ngaj Shqiperise eshte si barcaleta e Titos kur per te treguar qe ishin mbytur ne borxhe kapi fytin e kur dha te kuptonte qe do i lanin borxhet kapi koqet.
i referoheni historise nderkohe qe sot arabizimi dhe radikalizimi i i arnauteve po behet bute dhe pa zhurme,,,per cfare duhet europa???? si do shkojme atje, si shqiptare apo si arabe te arnautistanit,,,dhe,,,natyrisht qe duhet te plotesojme edhe ca rregulla per frocot e bq ,,felliqesira
Te kenaqin injorantet e vendit qe s'kane dale ne Europe qe ta shohin se sa arabe e te zinj e me the te thashe ka. Te jesh arab eshte ceshtje rrace, jo ceshtje besimi. Po edhe krishterimi andej nga arabet e semitet e ka zanafillen, se mos nuk je i informuar :) Ne fund arsyeja pse mezi po shkojme ne Europe eshte pikerisht urrejtja mes njeri tjetrit qe kemi nga askusha si puna jote. Vjedhim kete vend ne vend qe te kontribuojme te gjithe. Secili per vete. Turp.
Per cilen Evrope e ke fjale? Per ate Evrope ku janë anetare edhe Greqia, Rumania dhe Bullgaria????
Urime Gjergj Zefit per argumentimin serioz pse Shqiperia meriton te pranohet sa me pare ne Bashkimin Europian. Kete mentalitet duhet ta perqafojme te gjithe qe nga shqiptari me i thjeshte e deri te Kryeministri e Presidenti i RSH. Ne vitet 1825-1827 kur kryengritesit greke po mundeshin prej forcave osmane, perfaqesuesi i Anglise tha: "Edhe pse kryengritesit greke nuk po fitojne ne betejat kryesore, ne si Europe duhet ta shpallim Greqine shtet te pavarur, sepse ia kemi borxh per hir te kultures se saj te lashte. Mirepo ne vitet 1911 e 1912 kur kryengritesit shqiptare po fitonin betejat kryesore kunder ushtrise osmane, asnje nga perfaqesuesit e Fuqive Europiane nuk tha: "Duhet ta njohim shtetin e pavarur shqiptar, sepse ia kemi borxh gjakun qe ka derdhur per te mbrojtur qyteterimin europian nga barbaria osmane". Ky nenvleresim i traditave tona u manifestua edhe gjate takimeve te ambasadoreve te 6 fuqive te medha te Europes kur u ndane kufijte e shtetit te ri shqiptar me 1913, me shume se gjysma e tokve dhe e popullsise shqiptare u la jashte kufijve te Shqiperise per te kenaqur kelyshet e Rusise Cariste. Prandaj duhet te jemi te gjithe te kthjellet se Gjergj Zefi...