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Editorial 3 Nëntor 2025, 11:53

Die Sumpfmänner des Ostens und die Naiven des Westens

Shkruar nga Gjergj Zefi

 Die Sumpfmänner des Ostens und die Naiven des Westens

 Der Leserbrief im „Corriere della Sera“ offenbart das Paradoxon Viktor Orbáns in der EU; in Albanien verfolgt Edi Rama ein ähnliches politisches Modell: Er sucht den Beifall Brüssels, regiert aber im Geiste Putins und Erdogans…

Das heutige Europa steht vor einem immer größer werdenden Paradoxon: Führungskräfte, die im Namen der Europäischen Union sprechen, aber im Geiste des Ostens regieren.

In einem Leserbrief an die italienische Zeitung Corriere della Sera fragte ein italienischer Leser: „Wenn Viktor Orbán die Europäische Union so sehr hasst, warum tritt er dann nicht aus?“ – eine Frage, die sich heute auch auf Edi Rama bezieht. Beide sind Meister der Doppelzüngigkeit: Sie nutzen das Vokabular Europas, um ihre Macht zu legitimieren, während sie in der Praxis Institutionen stärken, die Medien kontrollieren, die Wirtschaft an sich reißen und den Staat in Privateigentum verwandeln. Ungarns Orbán hat die EU in einen Geldautomaten verwandelt, der sein illiberales Regime finanziert; Rama hat in Albanien die europäische Integration zu einer Fassade gemacht, hinter der sich die Machtkonzentration in einer einzigen Hand verbirgt. Beide leben vom Geld und Prestige Europas, orientieren sich aber am Modell von Putin und Erdoğan, Führern, die mit vertikaler Kontrolle, Propaganda und Angst regieren.

In Tirana gibt sich Rama europäisch, agiert aber wie ein Balkan-Autokrat: personalisierte Gesetze, geheime Ausschreibungen, kontrollierte Medien und politisch gesteuerte Justiz. Er hat, wie Orbán, gelernt, dass Demokratie nicht unbedingt gestärkt, sondern als Alibi und Machterhalt genutzt werden muss.

Während Orbán sein Veto nutzt, um die EU zu blockieren, verwendet Rama das Versprechen der Integration, um die Opposition zum Schweigen zu bringen und Reformen zu einem Instrument der Kontrolle zu machen. Dies ist die moderne Form des europäischen Autoritarismus: Regierungen, die sich in der Rhetorik demokratisch geben, in der Praxis aber als geschlossene Systeme funktionieren.

Europa behandelt diese Machthaber weiterhin als „Sonderfall“ und begründet dies mit Stabilität, die jedoch durch das Schweigen der Bürger und die Schwächung der Institutionen erkauft wurde. Eines ist klar: Orbán in Budapest, Vučić in Belgrad und Rama in Tirana sind Symbole derselben politischen Krankheit – eines Systems, das Europa des Geldes wegen liebt, nicht aber seiner Werte. Wenn die Europäische Union ihre Glaubwürdigkeit nicht verlieren will, muss sie begreifen, dass die Gefahr nicht nur von außen, sondern auch von innen kommt, von jenen, die die blaue Flagge mit den gelben Sternen hochhalten, sie aber nutzen, um den Schatten einer zunehmend persönlichen Macht zu verdecken. Und Albanien riskiert, wenn es nicht aufwacht, das zu werden, was Ungarn bereits ist: eine Autokratie mit einem europäischen Lächeln. / Broschüre

batakçinjtë e lindjes naivët e brukselit gjergj zefi

1 Komente

  1. L
    La

    Mirepo parja hedh ujin perpjete... (E Babloku psh ka pare me m3 per t'i blere teeere kreret e BE)

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    Editorial