Im Namen der „Stabilität“ amnestiert die amerikanische Diplomatie Dodiks Gefolgsleute und lässt die Logik von Abmachungen wieder aufleben, die einst Blut und Territorium spalteten. Bosnien wird zum ersten Beweis für die düstere Rückkehr des Trumpismus in der Region…
Es handelt sich nicht einfach um eine administrative Entscheidung. Die Aufhebung der Sanktionen gegen Milorad Dodiks engste Vertraute durch die USA ist ein politischer Akt mit langfristigen Konsequenzen und einer sehr beunruhigenden Botschaft.
Anstatt die Friedensarchitektur in Bosnien und der Region zu stärken, öffnen die Amerikaner die Türen für Erpressung, Verhandlungen und die Rehabilitation von Nationalisten, die jahrelang gegen den multiethnischen Staat Bosnien gearbeitet und dessen Zerfall bedroht haben.
Dies ist kein Akt der Diplomatie, der Stabilität durch Prinzipien anstrebt, sondern eine beängstigende Rückkehr zum Trump-Stil: schmutzige Verhandlungen mit fragwürdigen Persönlichkeiten im Tausch gegen kurzfristige Ruhe. Dieselbe Logik ermöglichte es Vučić, sich in den Kosovo-Serbien-Verhandlungen eine privilegierte Stellung zu sichern, während er gleichzeitig im Norden Parallelstrukturen förderte und mit dem Segen von Botschaftern aus dem Weißen Haus die Spannungen anheizte.
Dieselbe Hand ermöglicht nun die Rückkehr von Personen in die Politik, die wegen ihrer Beteiligung an Korruption, Sabotage von Institutionen und Verbindungen zu russischem Auslandseinfluss auf eine schwarze Liste gesetzt wurden.
Die Aufhebung der Sanktionen gegen Dodiks Mitarbeiter ist keine taktische Kursänderung. Es ist ein ideologischer Wandel hin zu einem Ansatz, bei dem alles verhandelbar ist, einschließlich der territorialen Integrität von Ländern, der Gerechtigkeit für Kriegsopfer und des Fortbestands der verfassungsmäßigen Ordnung.
Es ist die Rückkehr von Trumps Schatten in der amerikanischen Diplomatie, eine Politik, die weder Freunde noch Prinzipien kennt, sondern nur kurzfristige Interessen und Abkommen, die als "Fortschritt" verkauft werden.
Diese Entwicklung betrifft nicht nur Bosnien und Herzegowina. Sie spiegelt vielmehr das wider, was man die „Trump 2.0-Doktrin“ in der amerikanischen Politik nennen könnte: die Priorisierung der Interessen des Augenblicks, Flexibilität gegenüber instabilen Akteuren und die Untergrabung ideologischer Auseinandersetzungen zugunsten wirtschaftlicher und politischer Lobbyarbeit.
Dodik hat erklärt, dass er persönlich einen Brief an die US-Regierung richten werde und die Hoffnung geäußert, dass eine Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus Washingtons Haltung gegenüber seiner separatistischen Entität verändern werde.
Sein Netzwerk ist darauf ausgelegt, republikanische Verbindungen auszunutzen, indem es verstärkt Lobbyarbeit in Washington betreibt und sich an konservative Organisationen wendet, die den Balkan als Terrain für die Ausweitung des amerikanischen politischen und religiösen Einflusses sehen. Das ist keine Diplomatie, sondern strategische Amnesie.
Für Albanien und die Albaner in der Region ist dies ein Weckruf. Wenn die USA die Sanktionen aufheben, um Frieden zu erkaufen, anstatt Rechenschaft einzufordern, könnte jede separatistische Bestrebung, jede Politik der ethnischen Spaltung oder territorialen Unordnung freie Bahn erhalten. Das bedeutet, dass die Begriffe „Rechtsstaatlichkeit“, „territoriale Integrität“ und „Internationalisierung der Stabilität“ zu Propagandainstrumenten verkommen sind, anstatt in die Praxis umgesetzt zu werden.
Anstatt als Garant der verfassungsmäßigen Ordnung in Bosnien und Herzegowina aufzutreten, macht sich die USA zum Spielball von Autokraten und korrupten Netzwerken, die den Westen als politischen Zufluchtsort nutzen. Handelt es sich bei der Aufhebung der Sanktionen um „umsichtige Zusammenarbeit“ oder um den Kauf von Schweigen? Das OFAC gibt keine offizielle Stellungnahme ab, und diese Intransparenz ist selbst ein Symptom für fragwürdige Diplomatie.
Dies ist ein Beispiel dafür, wie sich die amerikanische Politik unter Trumps Einfluss von Lobbyisten und pragmatischen Interessen anpasst und dabei Prinzipien opfert. Für uns Albaner sollte dies eine Warnung sein: Stabilität auf dem Balkan wird nicht länger allein durch ausländische Mächte gewährleistet, sondern durch unsere Fähigkeit, unsere nationalen Interessen zu verteidigen, wenn strategische Partner ihren Kurs ändern. Denn wenn Großmächte Frieden mit Destabilisatoren schließen, kann sich hinter dem „Stabilitätspakt“ ein weiteres territoriales Abkommen, ein weiterer dunkler Einfluss und eine weitere wertlose Politik verbergen.
In diesem Dokument der heutigen Diplomatie ist die Aufhebung der Sanktionen nicht das Ende der Geschichte, sondern der Beginn eines Kapitels, in dem wir uns nicht nur fragen müssen: „Was werden sie tun?“, sondern auch: „Was tun sie nicht?“. Und leider wird die Antwort immer deutlicher: Sie schützen den Balkan nicht länger vor der Dunkelheit, die sie selbst mitverursacht haben. / Broschüre
Ne nuk kemi një provë që, partnerët strategjik të kenë ndërruar kurs. Dhe se ky ndërrim kursi të kërcënojnë identitetin tonë kombëtar. "Ndërkombëtarizimi i stabilitetit"ndoshta sjell ndryshime për mirë për NE.
Nuk mund te presin Shqiptaret ndonje te mire nga burri e tre grave sllave. Mbyll gojen se po fole shume te vjen ere e rende.