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Editorial10 Maj 2026, 14:15

Donald Trump landet in Hormuz

Shkruar nga Gjergj Zefi
Donald Trump landet in Hormuz
Donald Trump und die Straße von Hormuz /

Geheime Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran werden als Signal für einen möglichen amerikanischen Rückzug gewertet...

Von allen Kriegen, die Amerika in den letzten Jahrzehnten im Nahen Osten begonnen hat, birgt der Konflikt mit dem Iran das Risiko, nicht nur der wirtschaftlich kostspieligste, sondern auch der politisch fatalste für US-Präsident Donald Trump zu werden.

Was als Machtdemonstration zur Durchsetzung der amerikanischen Vorherrschaft im Persischen Golf begann, entwickelt sich allmählich zu einer Krise, die seine Präsidentschaft zu Fall bringen und die von den USA nach dem Kalten Krieg aufgebaute globale Ordnung erschüttern könnte.

Die Straße von Hormus ist nicht nur eine Seeroute. Durch sie wird etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert. Wer Hormus kontrolliert, kontrolliert den wirtschaftlichen Rhythmus des Planeten. Und der Iran weiß das besser als jeder andere.

Trumps strategischer Fehler bestand darin, zu glauben, Teheran ließe sich durch gezielte Bombardierungen, Sanktionen und amerikanische Militärpräsenz einschüchtern. Doch der Iran ist weder der Irak von 2003 noch Gaddafis Libyen. Er ist eine Regionalmacht mit weitreichenden asymmetrischen Fähigkeiten, einem Netzwerk von Verbündeten im gesamten Nahen Osten und der Fähigkeit, den Persischen Golf in ein wirtschaftliches Inferno für den Westen zu verwandeln.

Nach wochenlangen Spannungen, Angriffen auf Handelsschiffe und der weltweiten Angst vor einer Schließung der Straße von Hormus senden die Märkte heute ein deutliches Paniksignal. Die Energiepreise schwanken extrem, die Kosten für die Seeversicherung sind alarmierend gestiegen, und die europäischen Volkswirtschaften spüren die ersten Auswirkungen der Krise. Amerika erkennt, dass ein Krieg gegen den Iran nicht mit Tomahawk-Marschflugkörpern gewonnen wird, sondern mit strategischer Geduld – etwas, das die Trump-Regierung nie an den Tag gelegt hat.

Die größte Ironie besteht darin, dass Donald Trump mit dem Versprechen an die Macht zurückkehrte, Amerikas endlose Kriege zu beenden. Er griff das neokonservative Establishment an, versprach wirtschaftlichen Isolationismus und gelobte, dass Amerika nicht länger der „Weltpolizist“ sein würde. Doch heute ist es Trump, der die Vereinigten Staaten in einen Konflikt treibt, der sich als noch katastrophaler erweisen könnte als der Irak- und der Afghanistan-Krieg zusammen.

Sein Problem ist nicht nur militärischer Natur. Es ist politischer Natur.

Sollte der Hormus auch nur teilweise für Wochen blockiert sein, wären die Folgen für die amerikanische Wirtschaft verheerend. Die Inflation würde explodieren. Die Spritpreise würden die amerikanische Mittelschicht hart treffen. Die Wall Street würde in Panik geraten. Und die Amerikaner würden es ihren Präsidenten nicht verzeihen, wenn sie selbst betroffen wären.

Trump mag zwar mit nationalistischer Rhetorik Fernsehdebatten gewinnen, aber er kann den globalen Ölmarkt nicht kontrollieren. Hier beginnt sein politischer Niedergang.

Auf internationaler Ebene ist der Schaden womöglich noch größer. Europäische Verbündete zeigen sich angesichts der amerikanischen Strategie offen nervös. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate befürchten, direkte Ziele iranischer Vergeltungsmaßnahmen zu werden. China und Russland sehen in der Krise die ideale Gelegenheit, den amerikanischen Einfluss im Nahen Osten zu schwächen.

Für Peking ist jede Schwächung der amerikanischen Kontrolle über die Energierouten ein strategischer Sieg. Für Moskau ist ein Amerika, das in einen weiteren kostspieligen Krieg verwickelt ist, das größte geopolitische Geschenk.

Der größte Schlag für Trump könnte jedoch aus den USA selbst kommen. Sollte der Konflikt durch amerikanische Opfer, eine Wirtschaftskrise und eine Energiekrise noch verschärft werden, wird das Narrativ vom „starken Präsidenten“ schnell zusammenbrechen. Die Amerikaner können politische Arroganz tolerieren, aber nicht endlose Kriege, die ihren Alltag beeinträchtigen.

Hormuz entwickelt sich zunehmend zu einem Symbol für die Grenzen amerikanischer Macht. Und Donald Trump riskiert, als der Präsident in Erinnerung zu bleiben, der in den Persischen Golf einmarschierte, um Stärke zu demonstrieren, letztendlich aber Amerikas Schwäche angesichts moderner asymmetrischer Kriegsführung offenbarte.

Am Ende gilt in der amerikanischen Politikgeschichte eine eiserne Regel: Präsidenten können Skandale überstehen, aber selten Kriege, die außer Kontrolle geraten.

Und Hormuz könnte genau dieser Krieg sein. / Broschüre

donald trump bie në hormuz gjergj zefi

3 Komente

  1. F
    Feti Dema

    Në Hormuz fillon ngjitja e MAGA dhe e Donald Tramp.

    1. N
      Nuku

      Ti kot ke humb per analist. Kur ta kuptosh ti çfare po ben USA në dhe me ngushticen e Hormuzit, por jo vetem, atehere besoj do kesh kohe per nje tas grosh.

      1. T
        Tony

        Si perhere agresoret ikin me bisht nen shale. Ne tere historine e njerezimit asnje agresor nuk e ka gezuar pushtimin por ka ikur me bishtin nen shale ose ka humbur e shkaterruar perandorine si pasoje.

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