
Fußball ist kein Krieg. Es ist ein Spiel, das uns vereinen sollte, und nicht dazu, uns in eine Menge zu verwandeln, die nach Feinden sucht …
Ein Fußballspiel hat seine ganz eigene Schönheit, wenn in beiden Toren Tore fallen. Wenn ein Hoffnungstor in letzter Minute eine ganze Nation glücklich macht. Fußball ist pure Emotion, sportliche Ehrlichkeit und kollektive Freude. Doch wenn Politik und Nationalismus ins Spiel kommen, wie im Fall des Spiels Serbien gegen Albanien, verfliegt dieser Zauber sofort.
In solchen Momenten ist das Spiel keine sportliche Herausforderung mehr. Es wird zu einer Arena des Hasses, des Entlüftens von Komplexen und des falschen nationalistischen Protagonismus. Und man sagt sich: „Lass es so schnell wie möglich enden, egal ob 0:0 oder 5:5, Hauptsache, niemand gewinnt.“
Denn nicht mehr das Spiel ist wichtig, sondern die Krankheit, die unsere Gesellschaft erfasst hat: die des extremistischen Fandoms, das den Fußball vergessen hat und den Hass ehrt.
Der rumänische Schiedsrichter Istvan Kovacs, ein Mann vom Balkan, der zwischen die Fronten geraten ist, wird das Pech haben, nicht nur ein Spiel, sondern ein Duell der Symbole, Flaggen und Provokationen zu leiten. Er muss die Ruhe bewahren und gerecht strafen, damit der Sport nicht zum politischen Theater wird. Denn auf dem Balkan kann selbst ein Foul im Mittelfeld einen alten Krieg wieder entfachen.
Im kleinen Stadion von Leskovac mit 6.500 Sitzplätzen reichen zwei Hooligans aus, um den gesamten Fußballgeist zu zerstören. Doch die Verantwortung dafür tragen nicht sie, sondern die Politik, die sie inspiriert hat. Die serbischen Fans, die von der UEFA mehrfach für rassistisches und gewalttätiges Verhalten bestraft wurden, sind kein Sportpublikum mehr; sie sind ein Instrument nationalistischer Parteien, die mit ethnischen Spaltungen leben. Und das zeigt, dass das Problem nicht beim Fußball liegt, sondern bei der Ideologie, die ihn instrumentalisiert.
Die albanische Nationalmannschaft hingegen sollte das genaue Gegenteil beweisen. Sie sollte ruhig, diszipliniert und im Bewusstsein spielen, eine Nation zu repräsentieren, die Würde und nicht Rache sucht. Unseren Fußballern sollte Selbstbeherrschung beigebracht werden, wie man mit Körpersprache kommuniziert und jede Provokation vermeidet. Denn eine kleine Geste kann in den serbischen Medien große Schlagzeilen machen und mehr schmerzen als eine Niederlage.
Dieses Spiel ist emotional aufgeladen, birgt aber auch eine nationale Verantwortung. Albanien hat heute eine reifere Nationalmannschaft mit Spielern, die in starken Meisterschaften spielen, den modernen Fußball kennen und keine Minderwertigkeitskomplexe haben. Sie müssen mit Spielfreude und nicht mit Nervosität aufs Feld gehen, um zu gewinnen. Denn heute gilt mehr denn je: „Angriff ist die beste Verteidigung.“
Und vor allem ist Fußball kein Krieg. Es ist ein Spiel, das uns vereinen sollte, nicht in eine Menge, die nach Feinden sucht. Echte Fans wollen Tore, keine brennenden Fahnen. Sie wollen Siege, die Ehre erweisen, nicht solche, die trennen./ Broschüre
Sa bukur e ke shkruar, e drejte keshtu duhet te jete, po keta pisat te perdorin