
Ein 29-jähriger Albaner, der von den britischen Medien als „der Kriminelle, der nicht abgeschoben werden kann“ bezeichnet wird, hat den zehnten Jahrestag seines Aufenthalts im Vereinigten Königreich gefeiert, obwohl zuvor bereits Abschiebungsbescheide gegen ihn erlassen worden waren.
Das ist Dorian Puka, der in den sozialen Medien bei einer Party im VIP-Bereich des berühmten Londoner Clubs „Cirque le Soir“ zu sehen war – einem Treffpunkt für Prominente. In dem auf Instagram veröffentlichten Video sieht man ihn inmitten von Champagner im Wert von Tausenden von Pfund, unterhaltsamen Darbietungen und luxuriöser Atmosphäre.

Pukas Geschichte in Großbritannien begann am 17. Februar 2015, als er wegen Einbruchs in eine Wohnung in Twickenham verhaftet wurde, während der Besitzer im Ausland Urlaub machte und den Vorfall auf Überwachungskameras beobachtete. Er wurde zu neun Monaten Haft verurteilt und verpflichtete sich, nach seiner Entlassung das Land zu verlassen.
Der „Telegraph“ berichtet, dass es ihm jedoch innerhalb eines Jahres gelang, unter Umgehung der Grenzkontrollen nach Großbritannien zurückzukehren. Laut den Behörden war er an einer Reihe von Diebstählen in den Londoner Vororten beteiligt, bis er schließlich von Zivilbeamten in Surbiton festgenommen wurde. Bei seiner Festnahme trug er eine teure Uhr, die mutmaßlich gestohlen war. Puka wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und im März 2020 abgeschoben.
Rückkehr- und Asylantrag
Nach seiner Rückkehr nach Albanien reiste er nach Deutschland, Belgien und in die Niederlande, bevor er im Dezember 2020 wieder nach Großbritannien einreiste. Da ihm erneut die Abschiebung drohte, beantragte er Asyl.
Seit 2023 steht Puka unter der Überwachung der Einwanderungsbehörden und trägt ein elektronisches Überwachungsgerät, während er auf die endgültige Entscheidung des Gerichts über seinen Antrag wartet.
Während seiner Haftzeit erregte er Aufsehen, als er mit einem eingeschmuggelten Handy Fotos auf Instagram veröffentlichte, darunter auch Bilder mit anderen verurteilten Mitgliedern der organisierten Kriminalität.
Die Reaktion der Behörden
Das britische Innenministerium erklärte, es könne ihn derzeit nicht abschieben, solange sein Asylantrag nicht geprüft sei. Ein Sprecher sagte, die Regierung reformiere das System, um die Abschiebungen ausländischer Straftäter zu verstärken, und warnte, dass solche Fälle künftig strenger geahndet würden.
Unterdessen hat der Fall Puka in Großbritannien eine Debatte über das Asylsystem und die Abschiebungsverfahren für Menschen mit Vorstrafen ausgelöst.
Lini një Përgjigje