
Vor dem Büro des Premierministers werden die Rufe nach Gerechtigkeit stündlich lauter. Einer der Demonstranten ergriff das Mikrofon und forderte die albanische Antikorruptionsbehörde SPAK auf, die Ermittlungen gegen Premierminister Edi Rama zu beschleunigen. Er verglich das Versagen Albaniens mit internationaler Verantwortung.
„Von diesem Platz aus fordern wir SPAK erneut auf: Ermitteln Sie gegen Rama!“ , schloss er unter Applaus und Jubel der Menge und machte deutlich, dass die Protestierenden nicht aufhören werden, bis sie konkrete Maßnahmen der albanischen Justiz sehen.
In seiner Rede stellte der Demonstrant einen scharfen Vergleich zur Reaktion der internationalen Behörden her und hob die zwei unterschiedlichen Maßstäbe der Gerechtigkeit hervor.
„Die albanischen Behörden sollten die Ermittlungen beschleunigen. Der niederländische Finanzminister wurde vorgeladen, Rama jedoch noch nicht“, sagte er und betonte, dass hochrangige europäische Beamte zwar für Unternehmen im Zusammenhang mit Zvërnec zur Rechenschaft gezogen würden, der albanische Regierungschef aber weiterhin von den Ermittlungen unberührt bleibe.
Seine Forderung war klar und unmissverständlich: Die Staatsanwaltschaft darf nicht länger mit zweierlei Maß messen. Die Demonstranten auf dem Platz forderten, dass Rama genauso zur Rechenschaft gezogen wird wie seine Kollegen in Europa.
Während die Zeit abläuft und der Protest andauert, wird der Ruf nach Gerechtigkeit immer lauter. „Ermittelt gegen Rama!“ hallt der Ruf über den Platz und spiegelt die Unzufriedenheit der Menschen wider, die nicht länger auf Gerechtigkeit warten wollen.
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