Der gesamte Plan für Liridonas Ermordung soll von ihrem Ehemann, dem jetzigen Angeklagten Naim Murseli, ausgeheckt worden sein. Hintergrund sei der Zusammenbruch der familiären und ehelichen Beziehungen gewesen, der in ihm den Wunsch nach Rache geweckt habe.
Die Generalstaatsanwaltschaft von Pristina hat lebenslange Haftstrafen für Naim Murseli, Granit Plava und Kushtrim Kokalla beantragt, die des Mordes an Liridona Ademaj beschuldigt werden.
Staatsanwältin Javorka Perlinčević sagte in ihrem Schlussplädoyer, die Beweise belegten, dass Murseli den Mord an seiner Frau aus Gründen der ehelichen Beziehung und des finanziellen Gewinns geplant habe.
„Alle gesammelten und ausgewerteten Beweise bestätigen den begründeten Verdacht der Staatsanwaltschaft, dass die Angeklagten neben der in Absatz 5 der Einleitungsklausel der Anklageschrift gegen Kushtrim Kokalë genannten Straftat – der unterlassenen Anzeige einer Straftat – eine weitere Straftat begangen haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt daher, dass das Gericht die Angeklagten der ihnen zur Last gelegten Straftaten für schuldig befindet und sie gemäß dem Gesetz bestraft. Bei der Festlegung von Art und Höhe der Strafe sollen die Art und Weise der Begehung der Straftaten sowie das Verhalten der Angeklagten nach deren Begehung berücksichtigt werden. Sie werden mir zustimmen, dass in diesem Fall keine mildernden Umstände vorliegen. Daher beantragt die Staatsanwaltschaft, dass die drei Angeklagten die Höchststrafe für Mord, also lebenslange Freiheitsstrafe, erhalten.“ erklärte die Staatsanwältin in dem Fall, Javorka Perlinjevic.
Die Generalstaatsanwaltschaft in Pristina erhob am 15. Januar 2025 Anklage gegen sie und Tom Dojat.
In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft heißt es, Murseli, Plava und Kokalla hätten zuvor vereinbart, dass der Mord von dem Angeklagten Plava begangen werden sollte, und Murseli solle ihm dafür 30.000 Euro zahlen.
Der gesamte Plan für Liridonas Ermordung soll von ihrem Ehemann, dem jetzigen Angeklagten Naim Murseli, ausgeheckt worden sein. Hintergrund sei der Zusammenbruch der familiären und ehelichen Beziehungen gewesen, der in ihm den Wunsch nach Rache geweckt habe.
Laut Anklageschrift wurde Kokalla der Plan zunächst von Murseli offenbart. Kokalla lehnte es jedoch ab, eine Gelegenheit zu finden, Liridona zu töten. Daraufhin suchte Kokalla Kontakt zu Plava auf, den er Naim vorgestellt hatte. Naim Murseli selbst soll die Pistole mit 20 Patronen von dem Angeklagten Tom Dodaj für 280 Euro erworben haben. Mit dieser Waffe wurde der Mord an dem Verstorbenen begangen.
Laut Anklageschrift habe der erste Angeklagte Naim Murseli aufgrund der gestörten Familien- und Eheverhältnisse, in deren Verlauf Wut und Rachegelüste aufgekommen seien, nun einen Plan geschmiedet, die verstorbene Liridona aus seinem Leben zu entfernen.
In der Anklageschrift heißt es, dass Naimi, nachdem am 25. Juni 2022 die Lebensversicherungspolice auf den Namen von Liridona Murseli bei der Gesellschaft Folksam in Höhe von 3.000.000 Schwedischen Kronen ausgezahlt wurde, um nach dem Mord finanzielle Vorteile zu erhalten, dem dritten Angeklagten (Kushtrim Kokalla) den Plan offenbarte, seine Frau zu liquidieren, und ihn bat, eine Gelegenheit zu finden, sie zu töten.
In der Anklageschrift heißt es, Kokalla habe sich zunächst geweigert und dann den zweiten Angeklagten, Granit Plava, gefunden, den er Naim Murseli vorstellte, und die drei hätten vereinbart, dass Granit den Mord begehen würde, im Gegenzug für eine Entschädigung von 30.000 Euro durch Naim.
Am 29. November 2023 soll Naimi die Schusswaffe und 20 Patronen erhalten haben, die er am selben Tag gegen 14:00 Uhr von dem vierten Angeklagten Tom Dodaj für 280 Euro kaufte und die er dem zweiten Angeklagten Granit Plava übergab.
Granit Plava soll die besagte Waffe benutzt haben, um die inzwischen verstorbene Liridona zu töten. Der Mord ereignete sich am selben Abend zwischen 20:11 und 20:18 Uhr an dem mit Naimi vereinbarten Ort. Er inszenierte den Vorfall als Raubüberfall, während Naimi Liridona mit seiner rechten Hand am linken Arm festhielt, um zu verhindern, dass sie der Kugel ausweichen konnte. Anschließend stiegen Naimi und die Kinder aus dem Auto und verließen den Tatort.
Naim Murseli wird vorgeworfen, gemeinsam mit den Angeklagten Granit Plava und Kushtrim Kokalla den Straftatbestand des „schweren Mordes“ gemäß Artikel 173 Absatz 1 Nummern 1.3 und 1.4 in Verbindung mit den Artikeln 31 und 34 des Strafgesetzbuches begangen zu haben.
Laut Anklageschrift ereignete sich am 29. November 2023 zwischen 20:11 und 20:18 Uhr im Dorf Bërnica in Pristina in der Straße „Dalip Alshiqi“ der erste Angeklagte Naim Murseli, der sich in dem Auto befand, in dem die inzwischen verstorbene Liridona und ihre Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren nach vorheriger Absprache saßen, ein Lichtsignal an den Angeklagten Plava. Dieser trat daraufhin plötzlich mit einer Maske auf dem Kopf und einer Pistole in der Hand vor das Auto, während der Angeklagte Murseli anhielt, den Motor abstellte und Liridona mit seiner Hand am linken Arm festhielt.
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