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Anti-Mafia17 Korrik 2026, 15:09

Verhandlungen über das Agrarlandgesetz: Wie staatliche Auftraggeber mit Photovoltaikparks belohnt werden

Shkruar nga Pamfleti
Verhandlungen über das Agrarlandgesetz: Wie staatliche Auftraggeber mit
Illustratives Foto

Von Photovoltaik bis hin zu staatlichen Auftraggebern – die Debatte, die auch die SP aufwühlt…

Der gestern in der Nationalversammlung verabschiedete Gesetzentwurf der Regierung zur Änderung des Gesetzes „Über den Schutz landwirtschaftlicher Flächen“ hat eine heftige politische Debatte ausgelöst, nicht nur mit der Opposition, sondern auch innerhalb der Sozialistischen Partei selbst.

Zum ersten Mal schlägt die Mehrheit vor, dass landwirtschaftliche Flächen auch für agriphotovoltaische Anlagen und Windparks genutzt werden können, wobei die Kriterien für die Nutzung und die Aufteilung der Flächen später durch einen Beschluss des Ministerrats festgelegt werden.

Die Änderungen sehen vor, dass die Regierung Regeln für die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für Agri-Photovoltaik- und Windkraftanlagen auf Flächen mit einer Bodenfruchtbarkeit von bis zu 8 festlegen wird, sowie die Überwachungsmethode und die Tarife, die die Energieerzeuger zahlen werden.

Doch dieser Punkt hat Besorgnis ausgelöst. Während der Beratungen im Rechtsausschuss sprach sich nicht nur die Opposition, sondern auch der sozialistische Abgeordnete Damian Gjiknuri, ehemaliger Energieminister, gegen den Gesetzentwurf aus. Er kritisierte den Artikel zu Windparks mit dem Argument, diese Anlagen benötigten massive Betonkonstruktionen und könnten daher nicht als schädlich für landwirtschaftliche Flächen angesehen werden. Die Debatte mit Justizminister Ulsi Manja verlief so hitzig, dass Gjiknuri die Ausschusssitzung verließ.

Selbst die Opposition äußerte Zweifel daran, dass die Änderungen nicht auf einer Forderung der Europäischen Union, sondern auf konkreten Wirtschaftsinteressen beruhen. Die Abgeordnete Jorida Tabaku warnte, dass die Regierung, während sich die albanische Landwirtschaft in einer Krise befinde und den Landwirten finanzielle Mittel fehlten, ohne klare Kriterien den Weg für die Nutzung von Agrarflächen für Photovoltaik- und Windparks ebne.

Diese Zweifel werden auch durch die bisherige Entwicklung des Photovoltaik-Energiesektors in Albanien verstärkt.

In den letzten Jahren hat sich der Bau von Photovoltaikparks zu einem der profitabelsten Wirtschaftszweige entwickelt. Unter dem Vorwand der Energiewende hat die Regierung eine Reihe mehrjähriger Projekte für Unternehmen genehmigt, die häufig mit bekannten, regierungsnahen Firmen in Verbindung stehen.

In einer einzigen Sitzung des Ministerrats wurden kürzlich drei große Projekte genehmigt: ein 70-MW-Photovoltaikpark in Savër, Lushnja, für die Firma „3X Energy“, ein 50-MW-Park in Saranda für „Park Sol Energy“ und ein weiterer 54-MW-Park in Poliçan für die Firma „X One“.

Hinter „3X Energy“ stehen Agim Xindoli und Adrian Dule. Letzterer ist bekannt dafür, Premierminister Edi Rama sein Keramikstudio zur Verfügung zu stellen. Agim Xindoli ist zudem an dem Unternehmen „Park Sol Energy“ beteiligt, das ein weiteres Photovoltaikprojekt in Saranda realisiert.

Ebenso bemerkenswert ist der Fall des Unternehmens „X One“. Gegründet 2021 mit einem Kapital von nur 10.000 Euro, veränderte das Unternehmen sein Profil, nachdem der Geschäftsmann Ilir Trebicka 2024 als Partner einstieg. Danach profitierte „X One“ von einer Reihe positiver Entscheidungen: Zunächst erhielt es 137 Hektar staatliches Land im Gebiet Baqel-Kodhel in Lezha mit dem Status eines „Strategischen Investors“. Dann erhielt ein weiteres, gleichnamiges Unternehmen, „Grand Park Skyline“, die Genehmigung zum Bau von drei Türmen in der Nähe der Nationalgarde, und nun wurde auch das Photovoltaikprojekt in Poliçan genehmigt.

Die Liste ist damit noch nicht vollständig. In anderen Regierungsentscheidungen haben auch Unternehmen wie Gramoz Çejkus „Tekno Fire“, Vasil Jovans „Kronos Konstruksion“ und Agron Kovaçs „Solen Energy“ Lizenzen oder Genehmigungen erhalten.

Ein weiterer Fall, der für Diskussionen gesorgt hat, ist der des Unternehmens „Dion Energji“, das Amantia Xhafaj und Ditjon Baboçi, Tochter und Schwiegersohn des ehemaligen Ministers Fatmir Xhafaj, sowie Artan Sako, Bruder des ehemaligen Direktors der Garde, Gramos Sako, gehört. Das Unternehmen erhielt staatliches Land in der Region Topojë-Seman für den Bau eines Photovoltaikparks und wurde später von der Energieregulierungsbehörde für die Energieerzeugung zugelassen.

Vor diesem Hintergrund stellt der neue Gesetzentwurf zur landwirtschaftlichen Nutzung einen weiteren Schritt dar, der den Spielraum für Energieprojekte auf landwirtschaftlich genutzten Flächen erweitern könnte. Die Regierung argumentiert, es gehe um die Entwicklung von Agri-Photovoltaik und erneuerbaren Energien, während Kritiker warnen, die Änderungen könnten einen weiteren Mechanismus zur Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen in andere Nutzungsarten schaffen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem der Agrarsektor eine der schwierigsten Phasen der letzten Jahre durchmacht. / Broschüre

parqet fotovoltaike rama

1 Komente

  1. S
    Stop palloshit!

    Kumbari matrapaz, edhe bujqësisë po ja grabit edhe ato pak toka qe ka.

    Lini një Përgjigje