Teheran will die strategisch wichtige Meerenge als neue Einnahmequelle nutzen, während Trump militärische Optionen gegen den Iran erörtert...
Der Iran prüft die Schaffung eines neuen, auf Bitcoin basierenden Seeversicherungssystems für Schiffe, die die Straße von Hormuz passieren, und zwar zu einer Zeit, in der die Spannungen mit den Vereinigten Staaten und Israel weiter zunehmen.
Laut der arabischen Wirtschaftsplattform Asharq-Bloomberg, die der Bloomberg-Gruppe angehört und sich auf von der iranischen Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte Dokumente beruft, wird das Projekt den Namen „Hormuz Safe“ tragen und zielt auf iranische Schifffahrtsunternehmen sowie Eigentümer von Gütern ab, die im Persischen Golf und auf den Routen um Hormuz transportiert werden.
Dem Bericht zufolge sollen Versicherungspolicen in Bitcoin bezahlt und mit kryptografisch verifizierbaren Dokumenten versehen werden. Laut Dokumenten des iranischen Wirtschafts- und Finanzministeriums könnte das System der Islamischen Republik Einnahmen von über 10 Milliarden US-Dollar einbringen. Ein Zeitplan oder eine konkrete Funktionsweise des Systems wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Die Straße von Hormus gilt als einer der strategisch wichtigsten Energiekorridore der Welt, da ein Großteil der globalen Ölexporte durch sie transportiert wird. Jegliche Entwicklungen, die die Sicherheit der Schifffahrt in diesem Gebiet betreffen, werden von den internationalen Märkten und westlichen Mächten mit Sorge verfolgt.
Die iranische Initiative fällt in eine Zeit hoher diplomatischer und militärischer Spannungen mit Washington. Laut Axios hält die Trump-Regierung den jüngsten Vorschlag Teherans, den dieser im Rahmen der Verhandlungen über sein Atomprogramm über Pakistan an die USA übermittelt hat, für unzureichend.
US-Quellen teilten Axios mit, dass das Weiße Haus der Ansicht sei, das iranische Angebot stelle „keinen bedeutenden Fortschritt“ dar und reiche nicht aus, um eine Einigung zu erzielen.
Es wird erwartet, dass US-Präsident Donald Trump die führenden nationalen Sicherheitsberater im „Situation Room“ zusammenruft, um militärische Optionen gegen den Iran zu erörtern. Ein US-Beamter warnte, dass die Verhandlungen „mit Bomben“ fortgesetzt werden könnten, falls Teheran seine Haltung nicht ändere.
Laut US-Regierung hat der Iran erklärt, keine Atomwaffen entwickeln zu wollen, hat aber keine klaren Zusagen gemacht, die Urananreicherung einzustellen oder seine Bestände an hochangereichertem Uran abzugeben.
US-Beamte dementierten Berichte, wonach die USA bereit seien, die Sanktionen bedingungslos zu lockern. „Wir brauchen ein echtes, starkes und detailliertes Abkommen zum Atomprogramm. Andernfalls werden wir über Atombomben verhandeln“, sagte eine Quelle gegenüber Axios.
Analysten schätzen, dass das iranische Projekt zur Seeversicherung mit Bitcoin auch als Versuch gewertet werden kann, das traditionelle internationale Finanzsystem und die Auswirkungen westlicher Sanktionen zu umgehen, indem Kryptowährungen in Zeiten wirtschaftlicher Isolation und geopolitischen Drucks als Alternative für internationale Transaktionen genutzt werden. / Broschüre
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