Trumps Launen bezüglich Grönland heute nachzugeben, bedeutet, sich darauf vorzubereiten, morgen Irland, Ibiza oder Santorini nachzugeben, vielleicht weil Ivanka dort Urlaub gemacht hat und es ihr gefallen hat, und übermorgen, warum nicht, Sardinien oder Sizilien...
In den kommenden Tagen wird entschieden, wie die Europäische Union auf Donald Trumps neue Drohungen reagiert, die neben den üblichen Zöllen nun auch die Möglichkeit einer militärischen Aggression beinhalten. Die Argumente zur Rechtfertigung der Annexion Grönlands sind absurd, wurden praktisch überall widerlegt und sind es nicht wert, Zeit und Worte damit zu verschwenden (falls Sie Zweifel haben, fragen Sie doch einfach die künstliche Intelligenz – sie ist so dumm, dass sie zustimmt). Schließlich könnten die Vereinigten Staaten, wenn sie wollten, bereits heute ihre gesamten Streitkräfte über, unter und um Grönland stationieren.
Der Punkt ist also ganz einfach: Trumps Launen in Grönland heute nachzugeben bedeutet, sich darauf vorzubereiten, morgen Irland, Ibiza oder Santorini nachzugeben – vielleicht, weil Ivanka dort Urlaub gemacht hat und es ihr gefallen hat – und übermorgen, warum nicht, Sardinien oder Sizilien. Die Vorstellung, man könne vermitteln und einen Kompromiss finden, wie Giorgia Meloni vor zwei Tagen und Guido Crosetto gestern argumentierten, bedeutet, dass wir nach einem ganzen Jahr, in dem die ganze Welt miterlebt hat, wie Trump immer dann zurückweicht, wenn er einem Partner gegenübersteht, der Respekt gewinnen will – von China bis Brasilien –, und stattdessen immer mehr fordert, wenn er den Europäern gegenübersteht, nichts gelernt haben.
Diese italienischen Souveränisten sind wahrlich seltsame Patrioten, die das Ungerechtfertigte verteidigen, und laufen Gefahr, selbst unter den europäischen Souveränisten in der Minderheit zu werden, wo die Stimmen, die eine entschiedene Reaktion fordern, immer lauter werden. Im Moment kann Meloni vor allem auf die – gelinde gesagt – Besonnenheit des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz vertrauen, mit dem sie bereits beim letzten Mal eine Koalition bildete, als es darum ging, Trumps Zölle ohne jegliche Gegenwehr hinzunehmen und ihm sogar für seine Großzügigkeit zu danken (und hier ist das Ergebnis). Ganz zu schweigen natürlich von den üblichen fünften Kolonnen aller Feinde der Union, wie dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán oder dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrei Babiš.
Angesichts Ursula von der Leyens natürlicher Neigungen und ihrer offenkundigen Sensibilität für deutsche Positionen besteht daher die sehr ernste Gefahr einer Wiederholung des erniedrigenden Schauspiels vom letzten Mal, mit unvorhersehbaren Folgen für die Stabilität der Europäischen Union selbst. Andererseits bieten Trumps Arroganz und Unverfrorenheit jenen, die sie ausnutzen wollen, auch die Möglichkeit, die öffentliche Meinung zu schockieren und, wenn nicht an Stolz, wenn nicht an Rationalität, so doch zumindest an den Überlebensinstinkt zu appellieren.
Ausnahmsweise hat die Opposition die Chance, etwas Sinnvolles zu tun – für sich selbst und sogar für Italien –, aber sie muss jetzt handeln. Kurz gesagt: Es ist Zeit für europäische Patrioten. Dies ist die letzte Chance, unsere Souveränisten zur Rechenschaft zu ziehen und unser Land dazu zu bringen, von der EU eine der Herausforderung angemessene Antwort zu fordern – von geeigneten Gegenzöllen bis hin zu dem berüchtigten Zwangsmittel, das Frankreich zu Recht einsetzen will und dessen Abschaffung von der Leyen bereits wieder einmal droht.
Jeder, der eine Stimme hat, sollte sie jetzt erheben, denn die Folgen einer endgültigen Kapitulation Europas vor Trumps militärischer und zollerpressender Machtpolitik werden in jeder Hinsicht für alle sehr kostspielig sein. / Adaptiert aus „Pamphlet“ von „Linkiesta“
BE - ja, nuk duhet të tërhiqet nga mbrojtja e Groenlandës. Groenlanda është territor i Danimarkës, asaj Danimarke që është një antare e hershme e NATO - s dhe e BE - s. Sot është koha e vërtetë që NATO -ja duhet të tregojë Botës forcën e saj reale. Tërheqja e BE - s përballë Trampit mendoj që është humbje dhe mund të ndodhë plasaritje uniteti. Trampi nuk duhet kurrsesi të përçajë BE - n.