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Editorial 4 Korrik 2026, 11:38

Die Proteste dürfen nicht getötet werden.

Shkruar nga Gjergj Zefi
Die Proteste dürfen nicht getötet werden.
Foto von der Protestaktion /

Der Protest genoss das Vertrauen der Bürger, weil er frei entstanden war. Sollte er in die Hände der Strippenzieher alter Politik fallen, würde er seinen ursprünglichen Zweck verlieren.

Der Protest, der bereits seit einem Monat andauert, war zu erwarten, und es war sogar dialektisch, dass er eine Metamorphose seiner Aktionen und eine Entwicklung seiner Aktivitäten mit sich bringen würde.

Die große Bürgerbewegung, die zwar durch das brutale Vorgehen privater Sicherheitskräfte gegen Bürger in Zvërnec ausgelöst wurde, scheint eindeutig keine spontane Reaktion gewesen zu sein.

Es handelte sich um eine organisierte Initiative.

Nicht nur aufgrund eines einzigen Faktors, sondern aufgrund mehrerer verschiedener Faktoren, die seit langem darauf vorbereitet sind, die Regierung von Edi Rama zu konfrontieren.

Diese Faktoren werden zwar nicht öffentlich hervorgehoben, sind aber deutlich erkennbar.

An erster Stelle stehen die internationalen Partner, insbesondere Deutschland, das jede zivilgesellschaftliche Initiative unterstützt hat und weiterhin unterstützt, die sich gegen die Regierung von Edi Rama wendet.

Berlin hat seinen politischen und institutionellen Einfluss genutzt, um zivilgesellschaftliche Organisationen zu unterstützen und die Reaktion und Organisation von Oppositionsbewegungen zu fördern.

Sein Einfluss war ebenso in der Diplomatie, den Medien und anderen Institutionen spürbar.

Dieser Faktor ist zwar wichtig, kann aber nicht die politische Organisation des Protests aufbauen.

Er kann sich nicht in eine politische Bewegung verwandeln, die einen grundlegenden Wandel im Land herbeiführen wird.

Dies ist die Pflicht der albanischen Faktoren.

Und sie sind zahlreich.

Mit unterschiedlichem Hintergrund, Glaubensrichtungen und Zusammensetzungen.

Aber in einem Punkt sind sie sich alle einig:

Der Abschied von Edi Rama.

Doch im Laufe der Tage kam es zu einer weiteren Entwicklung.

In der ersten Phase des Protests wurden Gruppen mobilisiert, die sich mit dem politischen Islam und Erdogans Linie identifizieren und versuchen, den Protest auf ihre traditionelle Agenda gegen Israel auszurichten.

Diese Linie verblasste jedoch sehr schnell.

Hauptsächlich aufgrund des Einflusses internationaler Faktoren, die fordern, dass der Protest ein demokratisches, bürgerliches und eindeutig westliches Profil beibehält.

Eine Bewegung, die neben der Absetzung von Edi Rama auch die Bildung einer neuen politischen Opposition zum Ziel hat.

Ein ähnliches Modell wie in Ungarn, wo eine neue Alternative entstand, die das traditionelle Establishment herausforderte.

Genau aus diesem Grund, so diese Interpretation, kam der sogenannte „Plan B“ zum Einsatz.

Ein Plan, bei dem Sali Berisha und Ilir Meta eine aktive Rolle übernommen haben.

Letzterer gilt als Unterstützer mehrerer Gruppen, die an dem Protest teilnahmen und Verbindungen zu bestimmten Medien- und Finanzkreisen unterhalten.

Aus dieser Perspektive betrachtet, haben Berisha und Meta sich zu diesem Zeitpunkt entschieden, direkt an dem Protest teilzunehmen.

Nicht nur dadurch, dass einige der Organisation nahestehende Personen in Führungspositionen berufen werden, sondern auch dadurch, dass ihre militantesten Einheiten, die an heftige politische Auseinandersetzungen gewöhnt sind, aktiviert werden.

Genau diese Intervention beschädigte die moralische Überlegenheit, die der Protest in den ersten Wochen erlangt hatte.

Weil sie für Edi Rama und Sali Berisha gleichermaßen eine Bedrohung darstellte.

Berishas Auftritt auf der politischen Bühne ist ein Weg, den internationalen Partnern zu zeigen, dass ohne ihn keine politische Alternative aufgebaut werden kann.

Eine Art Aushandlung seines Stils.

Doch die Frage, die sich stellt, lautet:

Könnten internationale Partner durch diesen Schritt erpresst werden?

In diesem Zusammenhang wird auch die jüngste Warnung der amerikanischen Botschaft zu den Protesten verlesen, in der auf die Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen hingewiesen wird.

Eine Entwicklung, auf die in den kommenden Tagen weitere politische oder diplomatische Reaktionen folgen könnten.

Denn der Kampf um die Ausrichtung des Protests ist gerade in seine komplizierteste Phase eingetreten. / Broschüre

mos e vrisni protestën gjergj zefi

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