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Editorial 6 Shkurt 2026, 12:25

„Daddy“ Trump und die Waisen der europäischen Rechten

Shkruar nga Gjergj Zefi
„Daddy“ Trump und die Waisen der europäischen Rechten
Donald Trump /

Der amerikanische Populismus hat nichts mit dem konservativen Adel Europas gemein...

Vom „natürlichen Verbündeten“ zur politischen Belastung: Warum Donald Trump nichts mit dem historischen Adel der europäischen Rechten gemein hat.

In den europäischen Hauptstädten, insbesondere im konservativen rechten Spektrum, macht sich ein ungutes Gefühl breit: Donald Trump ist nicht der Mann, der jahrelang als großes Vorbild für die Wiederbelebung der westlichen Rechten gefeiert wurde. Im Gegenteil, er erweist sich als destabilisierender Faktor, der oft in offenem Konflikt mit dem politischen Kern des europäischen Konservatismus steht.

Ein Recht ohne Tradition und ohne Verantwortung

Die europäische Rechte, von den klassischen Konservativen bis zu den alten Christdemokraten, gründet auf Institutionen, einer Ethik des Staatsaufbaus und der Achtung von Bündnissen. Sie entstand aus der Idee von Ordnung, Verantwortung und Rechtsstaatlichkeit. Trump hingegen verkörpert im Wesentlichen das Gegenteil: Politik als Spektakel, Bündnisse als Verhandlungsmasse und den Staat als persönliches Eigentum.

Es ist nichts „Edles“ daran, die NATO zu bedrohen, wann immer es wahlpolitisch opportun erscheint, Europa als Belastung statt als Partner zu behandeln und Diplomatie auf öffentliche Beleidigungen oder wirtschaftliche Erpressung zu reduzieren. Das ist nicht die konservative Rechte; das ist Populismus ohne jegliche historische Verantwortung.

Von ideologischer Illusion zu strategischer Enttäuschung

Eine Zeit lang sahen einige europäische Rechtsparteien in Trump eine globale „Lokomotive“ gegen den progressiven Liberalismus. Doch heute ist die Realität brutaler: Trump kämpft nicht für Werte, sondern für sich selbst. Er baut keine ideologische Achse auf, sondern Abhängigkeitsverhältnisse. Er sucht keine Verbündeten, sondern Vasallen.

Deshalb erkennen immer mehr rechtsgerichtete europäische Politiker, selbst jene, die Brüssel ideologisch skeptisch gegenüberstehen, dass Nähe zu Trump kein Gewicht verleiht, sondern die Würde untergräbt. Statt die europäische Souveränität zu stärken, erzeugt sie Unsicherheit und Spaltung.

Die europäische Rechte steht vor einer historischen Entscheidung

Die europäische Rechte steht heute vor einer ernsthaften Bewährungsprobe: Entweder sie bewahrt ihren staatsbildenden und westlichen Charakter, oder sie gleitet in Richtung der Nachahmung eines amerikanischen Modells ab, das keine Wurzeln, keine Tradition und keinen Respekt vor Europa hat.

Trump ist nicht der Erbe Churchills, Adenauers oder De Gasperis. Er verkörpert nicht den Konservatismus, sondern die amerikanische Krise. Und je eher dies in Europa begriffen wird, desto eher wird die europäische Rechte von einer Illusion befreit, die sie politisch und strategisch teuer zu stehen kommt. / Broschüre

daddy trump e djathta evropiane

1 Komente

  1. H
    Hari

    Trump Po con boten dhe Jo evropen drejt shkaterrimit,ai do e fundosi edhe ameriken,amerikanet vrane veten e tyre qe zgjodhen trump per president

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