Eine persönliche Erzählung über das Buch als eine Form der Freiheit und über die notwendige Distanz zwischen Genie und Mensch im Universum von Ismail Kadare...
In meiner frühen Jugend waren seine Bücher der einzige Lichtblick. Nicht als Trost, sondern als Beweis dafür, dass freies Denken auch dann existieren kann, wenn Freiheit fehlt.
In einer abgeschotteten Welt öffnete er einen inneren Raum. Dort verlor die Macht ihre mythischen Dimensionen. Die Angst wurde greifbar. Das Absurde erhielt einen Namen. Das genügte, um geistig zu überleben.
In einer Galaxie der Finsternis war Kadare der einzige Stern. Der einzige Orientierungspunkt. Der einzige Ort, an dem Gedanken ungehindert atmen konnten. Er lehrte mich nicht nur, Literatur zu lesen. Er lehrte mich, mir Freiheit vorzustellen, wo Freiheit noch nicht existierte.
Kadare predigte keine direkte Revolte. Er erschuf ein Paralleluniversum, in dem die Angst enthüllt, die Macht entmystifiziert und die Tyrannei mit Sprache, Symbolen und Ironie demontiert wurde. Er tat dies auf die für jedes Regime gefährlichste Weise. Nachdenken…
In meiner Kindheit und frühen Jugend glaubte ich nicht an Ideologien. Ich glaubte nicht an die Marionetten der Macht. Kadare war der einzige „Gott“, an den ich glaubte. Er forderte keine Anbetung, er zeigte mir, dass der Mensch frei bleiben kann, selbst wenn alles um ihn herum gefangen ist.
Von ihm lernte ich, dass Freiheit nicht auf der Straße beginnt. Sie beginnt mit dem Satz. Mit der Metapher. Mit der Weigerung, Absurdität als Normalität hinzunehmen. Kadare vermittelte mir ein klares Bild des Intellektuellen. Nicht als jemanden, der laut spricht, sondern als einen Geist, der lange Widerstand leistet.
Heute, da Albanien eine andere, raffiniertere und zynischere Form der Dunkelheit erlebt, bleibt Kadare genauso unverzichtbar. Kein Denkmal, aber auch kein Kompass. Nicht als Ikone, sondern als Gewissen.
Er lehrt uns, dass Nationen nicht allein von Brot und Macht leben können. Sie leben von Sprache, Erinnerung und Würde. Und dass der Schriftsteller in dunklen Zeiten nicht den Luxus hat, neutral zu sein.
An diesem Jahrestag gedenke ich Kadare nicht mit Wehmut, sondern mit Dankbarkeit. Denn ohne seine Bücher hätten viele von uns zwar körperlich überlebt, wären aber seelisch gebrochen.
Kadare gab uns keine fertigen Antworten. Er gab uns den Mut zum Denken. Und das war die reinste Form von Freiheit, die uns geschenkt werden konnte.
Ich war angewidert von Ismail Kadare. Nicht, weil ich ihn nie persönlich kennengelernt hätte, sondern weil ich das Genie nicht mit dem Menschen verwechseln wollte. Manche Ikonen müssen auf Distanz bleiben, nicht aus Furcht, sondern aus Respekt. Ich wollte Kadare so bewahren, wie er mir durch seine Bücher begegnet war: frei von äußeren Umständen, von menschlichen Schwächen, von der Banalität des Alltags. Für mich war er ein Geist, kein Freund. Eine Idee, keine soziale Erfahrung. Und vielleicht war diese Distanz mein Weg, das zu schützen, was er in mir bewirkt hatte.
Deshalb war er für mich nicht nur ein Schriftsteller. Er verkörperte meine Vorstellung von Freiheit. / Broschüre
Gjergj Zefi, ne kete shkrim ka shume llogjiike dhe shume te vertete qe shume prej shqiptareve e ndjejne brenda vehtes. Faleminderit.
Bravo Gjergj.
Te lumte zoti Gjergj. Ne dhjetra shkrime qe lexova sot, asnjeri nuk hynte kaq thjeshte ne esencen e krijimtarise se Kadarese. Fjale e lire mund te bucase edhe aty ku liria mungon. Respekt per ju!
Shkrimtari “ ne kohe te ereta nuk e ka luksin te jete neutral” Kte ja paska mesuar Kadareja. Po pse , mos valle qe disident Kadareja? Mos qe kundershtar i rregjimit, apo i perkedheluri i pushtetit?
Gjergjit!! Eshte e veshtire te leshe nje pergjigje midis dy klasave te jetuara ne ate periudhe,njera e shtypur tjetra e privilegjuar,pra per ne qe skishim te drejte studimi ata qe perfitonin edhe pse ishin nul ne shkolle,keshtu Gjergj megjith respektin njerezore nuk e shofe te njejte me Syrin tuaj.
Perfekt, realist, domethenes!
Ismaili qe talent ne letersi, dhe hipokrit rrufian i komunizmit ne anen tjeter.
Nje percaktim, si dokument historik. Mendoj se ata qe si deshire kane te mos kuptojne ate qe Kadareja dhuron per breza te tere, deshire kane gjithashtu te humbasin edhe aftesine e te menduarit.
Ah i dashur Gjergj ! Shkuan bukur por me pak hipokrizi.Kadare ishte shkrimtar qe pershtatej situatave,por hapur nuk dilte kurre.Prandaj ishte n/kryetar i frontit demokratik te Shqiperise,i bente lavde Partise dhe Enverit.Kure ndrroj sistemi ai zgjodhi te arratisej ne France e jo te luftonte ketu.Megjitheate ai mbetet shkrimtar i madh,dredharak.
Shkrim brilant! Bravo Gjergj Zefi!
Fjalë me peshë.
Kadare mbetet shkrimtar i madh, madje me shume se kaq. Artist sic jane shume pak shkrimtare, James Joyce, Celine, George Bernanos, William Faulkner, Louis Ferdinand Celine apo Kafka mirepo si njeri nuk ishte as i drejte dhe as i sinqerte. Kur u nderrua sistemi, nderroi edhe Kadare ideologji. Librat komuniste i ktheu ne anti-komuniste.
Nje shkrim brilant qe e ben edhe me terheqes titulli intrigues
Me pelqeve, ndonjehere edhe ti je si Kadareja ; )
Ku ti kërkoj rrënjët e tua Parti Si një rrap madhështor.........,Këto janë vargjet që më kujtohen nga shkrimtari komunist "disident"shqiptarë.Kur sistemit komunist po i binin thojtë shkrimtari "disident"vrapoj ti heq patkojtë??!!!i