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Ekonomi21 Maj 2026, 15:44

EU-Kommission widerlegt Regierungspropaganda: Albanische Wirtschaft dürfte sich verlangsamen

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EU-Kommission widerlegt Regierungspropaganda: Albanische Wirtschaft dürfte
Illustratives Foto

Laut EU-Kommission ist das Wirtschaftswachstum auf 3,3 % gesunken.

Für die albanische Wirtschaft wird in den nächsten zwei Jahren ein moderateres Wachstum erwartet. Die Europäische Kommission prognostiziert einen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf 3,3 % in den Jahren 2026 und 2027, nach 3,7 % im Jahr 2025.

Dem Frühjahrsbericht zufolge bleiben Binnennachfrage und Investitionen die wichtigsten Wachstumstreiber. Der Tourismus dürfte weiterhin einen bedeutenden Beitrag leisten, seine Auswirkungen auf die Wirtschaft könnten sich jedoch nach dem starken Wachstum der letzten Jahre abschwächen.

Die Kommission führt die Verlangsamung auf externe Unsicherheiten und den erneuten Schock an den Energiemärkten infolge des Konflikts im Nahen Osten zurück. Dies dürfte den Inflationsdruck im Jahr 2026 erhöhen, während die Inflation danach voraussichtlich nahe am Zielwert der albanischen Zentralbank von 3 % bleiben wird. Die Europäische Kommission beschreibt die Frühjahrsprognose als ein Szenario mit schwächerem Wachstum und höherer Inflation aufgrund des Energieschocks.

Eine weitere Belastung für die Wirtschaft bleibt der Arbeitsmarkt. Obwohl die Arbeitslosigkeit voraussichtlich niedrig bleiben wird, verringert die anhaltende Abwanderung das Arbeitskräfteangebot und kann die Kosten für Unternehmen in Branchen mit Arbeitskräftemangel erhöhen.

Im Bereich der öffentlichen Finanzen prognostiziert die Kommission für 2026 eine Ausweitung des Defizits und für 2027 eine Verringerung. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP weiter sinkt, was durch das nominale Wirtschaftswachstum begünstigt wird.

Positiv zu vermerken ist, dass Fortschritte bei den EU-Beitrittsverhandlungen das Vertrauen der Investoren stärken und das Wirtschaftsklima verbessern könnten. Zwar beseitigt dieser Faktor nicht das Risiko einer Konjunkturabschwächung, doch könnte er die Auswirkungen externer Unsicherheiten auf Investitionen und Geschäftserwartungen abmildern.

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