TAGS-AT E JAVËS

Politike 9 Korrik 2026, 12:55

Die unerzählten Geschichten der „Flamingos“: Entwickelt sich aus den Protesten eine dauerhafte Revolution?

Shkruar nga Pamfleti

 

Die unerzählten Geschichten der „Flamingos“: Entwickelt sich
Flamingo Revolution /

Die Geschichte lehrt, dass Revolutionen, die nicht institutionalisiert werden, scheitern. Die „Flamingos“ haben den moralischen Kampf gewonnen; nun müssen sie den Kampf um die politische Macht gewinnen.

Der Protest, der mit großem Eifer gegen das Projekt Zvërnec und Sazan ins Leben gerufen wurde, dauert heute bereits 40 Tage an.

Diese Bewegung hat wichtige Entwicklungen für die albanische Gesellschaft ans Licht gebracht.

Sie hat eine öffentliche Meinung zum Ausdruck gebracht, die vor allem eine gerechte Republik fordert.

Ein Albanien ohne einen „König in weißen Turnschuhen“.

Ein gerechter Staat, ohne Kriminelle und ohne Institutionen, die sie schützen.

Eine gerechtere Wirtschaft, in der Ungleichheit so weit wie möglich reduziert wird, nach dem Vorbild des Wohlfahrtsstaatsmodells skandinavischer Länder, Westeuropas oder auch Ländern wie Slowenien.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Revolte, die dieser Protest im albanischen politischen Leben ausgelöst hat, repräsentativ ist.

Tatsächlich repräsentiert sie in vielerlei Hinsicht die überwiegende Mehrheit der Albaner.

Das Problem in dieser Phase ist jedoch ein anderes.

Wie ein Kind nach den ersten 40 Lebenstagen muss sich diese Bewegung nun Gedanken darüber machen, wie sie möglichst gesund und sicher wachsen kann.

Die Personen, die bisher die an Edi Rama gerichteten Forderungen gelesen haben, haben fünf Punkte dargelegt, die unter anderem die Absetzung des Premierministers, die Bildung einer provisorischen Regierung und eine Verfassungsreform fordern.

Unterdessen bereitet Edi Rama eine, wie er es nennt, „reflektierende Antwort“ auf den Protest vor.

Laut Quellen wird er neben einer Kabinettsumbildung und einer Entlassungswelle in der höheren Verwaltung voraussichtlich auch Änderungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Ausschreibungen und Baugenehmigungen für Türme, Hotels und andere Großprojekte ankündigen.

Es wird außerdem erwartet, dass ein Online-System für öffentliche Konsultationen zu diesen Prozessen vorgeschlagen wird.

Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, stellt dies natürlich einen Erfolg des Protests dar.

Und jeder Bürger, der daran beteiligt war, hat das Recht, dies als eine Errungenschaft zu betrachten.

Doch die Hauptfrage bleibt:

Was geschieht als Nächstes?

Die von Edi Rama angebotene Lösung dürfte bei den Protesten kaum auf Zustimmung stoßen.

Und das ist völlig normal.

Denn es ist eine Lösung, die in erster Linie seiner Macht dient.

Während der Protest eine Lösung anstrebt, die den Bürgern dient, die ihn unterstützen.

Der natürlichste Weg ist, sie zu einer klassischen politischen Bewegung zu institutionalisieren.

Eine Bewegung, die ihre Anführer durch transparente Verfahren wählt.

Um dann alle Oppositionskräfte zu einer großen politischen Front gegen die Mehrheit zu vereinen und zu verschmelzen.

Ein ähnliches Modell wie das von Peter Magyar in Ungarn gebaute.

Die Möglichkeit besteht.

Die Kommunalwahlen finden nächstes Jahr statt.

Wenn diese Bewegung in Tirana und den wichtigsten Städten die Oberhand gewinnt, wird der Weg zu den Parlamentswahlen deutlich einfacher.

Bislang scheint die Situation jedoch anders zu sein.

Der Protest, der hauptsächlich von zwei Faktoren getragen wird – Deutschland und Albin Kurti –, zeigt keinerlei Willen zum Aufbau einer konkurrenzfähigen politischen Führung.

In Ungarn geschah das Gegenteil.

Die Alternative, die Viktor Orbán herausforderte, genoss im Westen breite Unterstützung, und die Wahlen entwickelten sich zu einem Referendum zwischen der Europäischen Union und dem prorussischen Modell.

Die Ungarn haben sich für Europa entschieden.

In Albanien scheint man zumindest bis jetzt einen permanenten Protest zu bevorzugen.

Eine permanente Revolution.

Ein Druckventil gegen Edi Rama.

Diese Strategie könnte den Premierminister schwächen.

Gleichzeitig könnte es ihm aber auch eine politische Überlebenskarte verschaffen.

Dasselbe galt auch für Sali Berisha, der zeitweise von verschiedenen politischen Akteuren als taktischer Verbündeter betrachtet wurde.

Genau dies hat die Entstehung einer neuen, dezidiert westlichen und proeuropäischen Alternative verhindert.

Indem Raum geschaffen wird für Ströme aus dem Osten, die von der Türkei finanziell und politisch unterstützt werden.

Ein Problem, das Edi Rama viel leichter lösen kann, indem er direkt mit Ankara verhandelt.

Selbst wenn man, wie die Metapher sagt, den „Koffer“ trägt.

Doch dies ist nicht die Lösung für die europäische und gerechte Republik, die die Albaner seit 40 Tagen auf dem Platz fordern. / Broschüre

të pathënat e flamingove revolucioni përmanent

Lini një Përgjigje