Ebenso viel Beachtung fand das Banner „Tepsia do kurban“, neben dem Fotos von Edi Rama und Sali Berisha als Symbol des Widerstands gegen die beiden wichtigsten politischen Lager ausgestellt waren...
In Tirana demonstrieren seit elf Tagen Tausende Bürger und fordern den Rücktritt von Premierminister Edi Rama. Die Proteste begannen um 18:00 Uhr auf dem Skenderbeg-Platz, der sich zum Treffpunkt für alle Demonstranten entwickelt hat. Von dort marschieren sie zum Amtssitz des Premierministers, wo auf einem improvisierten Podium Reden gehalten werden.
Der Ruf, der mittlerweile zum Symbol des Protests geworden ist, lautet „Rama ins Gefängnis, Berisha ins Gefängnis“, aber auch „Euer Ende ist gekommen“, ein Ruf, der an die alten Politiker gerichtet ist.
Der neue Aufruf, der den heutigen Protest begleitete, richtete sich auch an Edi Rama und Sali Berisha, die die Demonstranten als „Verbündete“ betrachten, die sich gegenseitig in der Politik halten und diese vollständig kontrollieren: „O Rama, du Fossil, geh mit Sali ins Asyl.“
Das Banner zeigt Rama und Berisha, den ersten im Rollstuhl, den anderen an einer Krücke, die ältere Menschen zum Gehen benutzen.
Ebenso viel Beachtung fand das Banner „Tepsia do kurban“, neben dem Fotos von Edi Rama und Sali Berisha als Symbol des Widerstands gegen die beiden wichtigsten politischen Lager ausgestellt waren.
Unter den Demonstranten waren auch Transparente mit patriotischen und historischen Bezügen zu sehen. Auf einem wurde die Liga von Prizren mit der heutigen albanischen Diaspora verglichen, mit der Botschaft: „Prizren 1878, Albaner aus den 5 Vilâyets kamen zusammen. Tirana 2026, Albaner aus den 5 Kontinenten kamen zusammen.“
Eine Gruppe von Studenten marschierte mit einem großen Transparent mit der Aufschrift „Ihr habt eure Rechnung mit den Studenten noch nicht beglichen“ und hielt Botschaften wie „Wenn sich die Studenten erheben, erzittert der Staat“, „Ohne Jugend gibt es kein Albanien“ und „Jetzt sind wir an der Reihe“ hoch und brachte so den Geist der Studentenbewegungen zurück in den Protest.
Es mangelte nicht an Botschaften gegen die Entscheidungen der Regierung. Auf einem weiteren Transparent stand „Unser Land, unsere Entscheidung“, während ein anderes sich direkt an den Premierminister wandte mit der Botschaft: „Rama, feuere mich, wenn du ihn behältst!“, und damit ironisch die Konflikte zwischen Bürgern und Institutionen verhöhnte.
Auf einem der detailliertesten Transparente wurde unterdessen auch eine politische Plattform mit konkreten Forderungen präsentiert, die eine „radikal neue Regierung“, die Verteilung der Macht, die Begrenzung der Amtszeit des Premierministers auf 1-2 Jahre und ein bürgernäheres Regierungsmodell vorsahen.
Für viele Teilnehmer waren die Transparente nicht bloß Protestmittel, sondern der direkteste Ausdruck ihrer Unzufriedenheit mit der Regierung, der Opposition und dem gesamten politischen System. Inmitten eines Protests voller Rufe und Parolen waren es gerade die Transparente, die die größte Aufmerksamkeit auf sich zogen und sich in den sozialen Medien rasend schnell verbreiteten.
Die Demonstranten forderten, dass ihre Stimmen bis nach Surrel gehört werden sollten, wo Edi Rama seine Villa hat.
Pankarta me e bukur:OSali o fosil ik me Ramen ne Azil