Die Fragen, die die Behörden zu den Küsten-Callcentern nicht beantworten wollen...
Die Operation „Ghost Call“ vom 13. April 2026 führte zur Verhaftung von zehn Callcenter-Mitarbeitern in Tirana und deckte einen Schaden von 50 Millionen Euro für österreichische Bürger auf. Die Operation wurde jedoch in der Hauptstadt eingestellt. Während in Tirana Büros geschlossen und Mitarbeiter vor Gericht gestellt werden, sitzen in Durrës weiterhin Hunderte junger Menschen täglich vor Computern in den Callcentern eines anderen Kartells, das laut Quellen aus dem Umfeld der Ermittler Arian Cara und Luis Hoxha gehört.
Die Broschüre dokumentiert die Struktur dieses Firmenkartells, das seit Februar 2026 zwischen London, Tirana und Durrës besteht. Was bisher nicht öffentlich gemacht wurde, ist die operative Erweiterung an der Küste: physische Callcenter, in denen Hunderte neuer Mitarbeiter täglich betrügerische Anrufe bei Bürgern der Europäischen Union tätigen.
Von London zum Bloc: sechs Unternehmen und eine englische Hülle
Am 8. März 2018 gründete Arian Cara in London die Firma Laurel Projects Ltd. mit Sitz im Kemp House, City Road 160, und setzte Luis Hoxha als Geschäftsführer ein. Die Firma wurde am 13. August 2019 aufgelöst, nachdem sie ihre Funktion als Briefkastenfirma für den spurlosen Geldtransfer erfüllt hatte.
In den albanischen Handelsregistern ist Cara als Gesellschafterin oder Geschäftsführerin in sechs aktiven Unternehmen eingetragen: B-Pro, My Tv, FinTech Solution, Vertex Invest, 2.0 und Zero Lounge. Bei Vertex Invest und FinTech Solution ist sie direkt mit Luis Hoxha liiert. Die Diversifizierung der Geschäftstätigkeiten – Handel mit Computersystemen, Betrieb einer Snackbar, Rechtsberatung und Immobilieninvestitionen – dient laut Quellen dazu, die Geldflüsse illegaler Einkünfte zu verschleiern.
Die Managementbüros in Tirana befinden sich im Green Park Komplex im ehemaligen Bllok, über der Bar „Cioccolati Italiani“ . Laut denselben Quellen ist dies jedoch nur die sichtbare Seite des Kartells. Das vollständige Bild zeigt sich an der Küste.
Durrës ist in Betrieb / Hunderte junger Menschen und Callcenter, die niemand anfasst
Laut Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungsbehörden haben Arian Cara und Luis Hoxha in Durrës Callcenter eingerichtet, in denen Hunderte neuer Mitarbeiter tätig sind. Diese Einrichtungen dienen nicht nur als Verwaltungsbüros oder Finanzstellen des Kartells, sondern sind operative Zentren, von denen aus betrügerische Anrufe direkt an europäische Bürger getätigt werden. Dabei wird dieselbe Masche angewendet, die die österreichischen Behörden bereits für Tirana dokumentiert haben: gefälschte Forex- und Kryptowährungs-Investitionsplattformen, Versprechungen schneller Gewinne und das Erlangen von Bankdaten der Opfer.
Die sozialen Folgen dieser Tatsache sind gravierend. Hunderte junger Albaner, meist Anfang zwanzig, arbeiten täglich in diesen Callcentern, oft ohne sich der kriminellen Natur des Systems, in das sie geraten sind, vollends bewusst zu sein. Für sie ist es „Callcenter-Arbeit“ mit überdurchschnittlichem Lohn, erfolgsabhängigen Provisionen und Fremdsprachenschulungen. Doch in Wirklichkeit sind sie Teil eines Netzwerks, das – wie die österreichischen Behörden warnen – Dutzende Millionen Euro von europäischen Bürgern erpresst hat.
Laut Pamphlets Quellen befindet sich eines der wichtigsten operativen Zentren in der Nähe des ehemaligen Hafens von Durrës.
Was diese Situation im Vergleich zum Fall Tirana noch gravierender macht, ist die Kontinuität des Betriebs. Während die Behörden in der Hauptstadt 443 Computer beschlagnahmt und drei Rechenzentren geschlossen haben, gab es in Durrës keinerlei Maßnahmen. Die Telefonisten rufen weiterhin an. Die Computer schalten sich weiterhin jeden Morgen ein. Das Geld trifft weiterhin ein.
Drei Fragen, denen sich die Behörden nicht länger entziehen können.
Erste Frage: Die Operation Ghost Call schloss drei Callcenter in Tirana und verhaftete zehn Mitarbeiter. Warum wurde die gleiche Untersuchung nicht auf Durrës ausgeweitet, wo laut Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungsbehörden Callcenter von Hunderten junger Menschen innerhalb der Strukturen des Cara-Hoxha-Kartells betrieben werden?
Zweite Frage: Die österreichischen Behörden, die vor den Plattformen ALPHASCRYPTO, CAPITALMARKET24 und GOLDCAPITAL24 gewarnt haben, identifizierten die meisten ihrer Opfer als Bürger, die telefonisch erpresst wurden. Wurde überprüft, ob einige dieser Anrufe aus Durrës und nicht nur aus Tirana stammten?
Dritte Frage: Österreichische und deutsche Behörden haben um Zusammenarbeit bei allen Betrugszentren in Albanien gebeten. Hat die albanische Staatsanwaltschaft eine solche Anfrage für Durrës erhalten, und wenn ja, warum hat sie nicht reagiert?
Ne se mashtrojne Europen mire ia bejne. Pak na ka bere Europa ne? Pastaj nga i mesuan keto hilera e trike, nga Europa e Ameriqia, da da.
"Kapitalizmin", pra hilet, i mesuam pas viteve 90' nga greket dhe jugu i Italise. Pra, nga "ajka" e vendeve kapitaliste.