Das in Washington unterzeichnete Abkommen ebnet den Weg für formelle Verhandlungen zwischen den beiden Ländern nach jahrzehntelanger Feindschaft, während die USA es als „ersten Schritt“ hin zu mehr Stabilität an Israels Nordgrenze bezeichnen.
Nach jahrzehntelangen Konflikten und fehlenden formellen Beziehungen haben Israel und der Libanon am Freitag einen bedeutenden diplomatischen Schritt unternommen und in Washington ein von den USA vermitteltes Rahmenabkommen unterzeichnet. Das Abkommen gilt als historisch, da es die Grundlage für die Aufnahme formeller Verhandlungen zwischen den beiden Ländern und die Umsetzung eines Plans zur Reduzierung der Spannungen entlang der Grenze schafft.
Die Unterzeichnungszeremonie fand nach fünf Runden intensiver Verhandlungen statt, an denen US-Außenminister Marco Rubio persönlich beteiligt war.
„Dies ist erst der Anfang vom Anfang. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Heute haben wir den ersten Schritt getan, und manchmal ist das sogar der schwierigste“, erklärte Rubio während der Zeremonie.
Das Abkommen sieht einen schrittweisen Prozess vor, bei dem sich das israelische Militär zunächst aus bestimmten Gebieten im Südlibanon zurückzieht und die Kontrolle an die libanesische Armee übergeht. Israel hat jedoch klargestellt, dass ein vollständiger Rückzug von der Entwaffnung der Hisbollah und der Garantie abhängt, dass die Gruppe ihre militärische Präsenz nahe der Grenze nicht wiederherstellt.
Laut dem israelischen Fernsehsender Kanal 12 wird die erste Phase in zwei Pilotgebieten umgesetzt, während Israel weiterhin Positionen entlang der „Blauen Linie“ halten wird, bis die Sicherheitsbedingungen erfüllt sind.
In einer Erklärung nach der Unterzeichnung bezeichnete Premierminister Benjamin Netanjahu das Abkommen als „bedeutenden Erfolg“ und betonte, dass „die Sicherheit Israels an erster Stelle steht“ und dass die militärische Präsenz in der Sicherheitszone so lange fortgesetzt wird, bis die Hisbollah keine Bedrohung mehr darstellt.
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