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Dosja e zezë14 Shkurt 2026, 14:34

Der „Gjadri-Pakt“ ist gebrochen, Italien zahlt 700.000 Euro Entschädigung an den Algerier, der ihn nach Albanien transferiert hatte.

Shkruar nga Diplomatico | Pamfleti.net

Der „Gjadri-Pakt“ ist gebrochen, Italien zahlt 700.000 Euro

Ein gefährlicher Präzedenzfall, der das Abkommen zwischen Tirana und Rom erschüttert und schwere Menschenrechtsverletzungen offenlegt. Diese Gerichtsentscheidung könnte für die Regierung Meloni einen immensen finanziellen Schaden bedeuten und Albanien einen diplomatischen Makel einbringen.

Was als wegweisendes Projekt und Gegenstand europaweiter Diskussionen begann, entwickelt sich rasch zu einem juristischen Albtraum und einer finanziellen Falle für die Regierung von Giorgia Meloni in Italien.

Der Rama-Meloni-Pakt, der die Überführung von Migranten in Zentren in Albanien als Wunderlösung für die Asylkrise vorsah, hat seinen bisher schwersten Rückschlag erlitten.

Die jüngste Entscheidung des römischen Gerichtshofs deckt nicht nur die illegalen Vorgehensweisen auf, sondern stellt auch einen irreparablen Bruch der bilateralen Beziehungen dar und schafft einen schwerwiegenden finanziellen Präzedenzfall, der das gesamte Unternehmen zum Scheitern bringen könnte.

Laut einem ausführlichen Bericht der renommierten italienischen Zeitung „Il Fatto Quotidiano“ hat das Gericht in Rom ein schockierendes Urteil gefällt und das italienische Innenministerium im Fall eines algerischen Staatsbürgers zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 700.000 Euro verurteilt.

Diese Person wurde ohne Transparenz und unter eklatanter Verletzung internationaler Konventionen nach Albanien überstellt. Laut dem Journalisten Franz Baraggino handelt es sich dabei nicht nur um einen technischen Fehler, sondern um ein „fahrlässiges Verhalten“, das die Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen brutal verletzt hat.

Richter Corrado Bile fällte ein unerbittliches Urteil: „Das von Matteo Piantedosi geführte Ministerium hat gegen die Regeln guter Regierungsführung verstoßen.“

Aus dem von „Il Fatto Quotidiano“ veröffentlichten Dokument geht hervor, dass die Verlegung des Algeriers aus der Rehabilitationsklinik in Italien nach Gjadri ohne schriftlichen oder begründeten Befehl erfolgte.

Die Rekordsumme von 700.000 Euro spiegelt den außerordentlichen moralischen und physischen Schaden wider, der dem Beschwerdeführer zugefügt wurde, der gewaltsam von seiner Familie und seinen minderjährigen Kindern, die in Italien lebten, getrennt wurde.

Ein schockierender Aspekt, den die Zeitung hervorhebt, ist die Behauptung, die italienischen Behörden hätten den Migranten bis zuletzt über sein Ziel belogen. „Das Urteil stellt fest, dass dem Überstellten fälschlicherweise mitgeteilt wurde, er würde in ein anderes Zentrum in Italien, genauer gesagt nach Brindisi, gebracht“, schreibt Baraggino.

Stattdessen befand er sich in einem Fahrzeug mit Ziel Albanien, seine Handgelenke während der gesamten Fahrt gefesselt, und er hatte keinerlei Informationen über sein weiteres Schicksal. Der Anwalt des Falls, Gennaro Santoro, erklärte gegenüber der italienischen Zeitung, dass das Zentrum in Albanien die Menschenrechtsverletzungen „exponentiell vervielfacht“.

Er warnt davor, dass diese Entscheidung nur die „Spitze des Eisbergs“ sei, da Santoro auch zwei weitere identische Fälle bearbeite, die voraussichtlich dasselbe Schicksal erleiden würden. Santoro betont, dass die Tatsache, dass Immigranten wegen Ordnungswidrigkeiten und nicht wegen Straftaten in Abschiebehaftanstalten landen, das Anlegen von Handschellen und die Isolation in Albanien zu einer extremen Maßnahme mache, die dem heiligen Prinzip des Habeas Corpus widerspreche.

Warnung für Albanien

Angesichts der immensen Entschädigungszahlungen an die italienische Regierung ist diese Entwicklung auch für das offizielle Tirana ein Grund zur Besorgnis. Obwohl Premierminister Edi Rama wiederholt beteuert hat, Albanien biete lediglich das Territorium an und die Gerichtsbarkeit bleibe vollständig italienisch, zeigt die juristische Realität, dass die Verantwortung nicht gleichmäßig verteilt werden kann.

Es besteht die reale Gefahr, dass der albanische Staat selbst in die Klagewelle vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hineingezogen wird. Angesichts der Tatsache, dass diese Verstöße – darunter unmenschliche Behandlung, Betrug bei der Angabe von Reisezielen und fehlende Begründung für Anordnungen – physisch innerhalb der albanischen Grenzen stattfinden, kann sich Tirana nicht auf die Rolle eines bloßen „Zuschauers“ berufen.

Wenn Albanien Personen in sein Hoheitsgebiet aufnimmt, die sich gewaltsam verhalten und gegen Artikel 8 der EMRK (Recht auf Privat- und Familienleben) verstoßen, riskiert es, als „Komplize der Rechtswidrigkeit“ bezeichnet zu werden.

Die Geldstrafe von 700.000 Euro ist eine deutliche Warnung, dass das „Gjader-Modell“ sich zu einem kostspieligen Fehlschlag entwickelt. Albanien könnte sich bald im Fokus internationaler Organisationen wiederfinden und beschuldigt werden, Strukturen zuzulassen, die systematische Menschenrechtsverletzungen begehen.

Der Zusammenbruch des Rama-Meloni-Pakts ist längst nicht mehr nur politische Rhetorik. Er stellt nun eine finanzielle und moralische Belastung dar, die Albaniens Image noch jahrelang schädigen könnte. / Zusammengestellt von Pamphleti

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