TAGS-AT E JAVËS

Editorial23 Korrik 2026, 10:22

Donald Trump spielt mit der Zukunft der Menschheit.

Shkruar nga Gjergj Zefi
Donald Trump spielt mit der Zukunft der Menschheit.
Donald Trump /

Indem der amerikanische Präsident Saudi-Arabien das gibt, was er vielen anderen Ländern verweigert hat, riskiert er den Zusammenbruch der globalen Sicherheitsarchitektur und die Einleitung einer neuen Ära nuklearer Rivalität...

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen die Entscheidungen eines Einzelnen das Schicksal von Nationen verändern. Und es gibt Momente, in denen persönlicher Ehrgeiz die globale Sicherheit in den Schatten stellt.

Die Entscheidung der Regierung von Donald Trump, Saudi-Arabien den Weg für ein Atomprogramm zu ebnen, ist nicht nur ein Energieabkommen. Sie ist ein Signal dafür, dass die Regeln, die die Verbreitung der gefährlichsten Technologien der Welt bisher eingedämmt haben, aus kurzfristigen Interessen außer Kraft gesetzt werden könnten.

Jahrzehntelang basierte die US-Außenpolitik auf einem klaren Prinzip: Je weniger Länder über sensible Nuklearwaffen verfügen, desto sicherer die Welt. Heute scheint dieses Prinzip einer anderen Logik gewichen zu sein: Handelt es sich um einen Verbündeten, ist das Risiko tolerierbar.

Das ist nicht nur Heuchelei. Das ist ein Spiel mit dem Feuer.

Denn die Geschichte hat uns gelehrt, dass Kerntechnik niemals rein zivil bleibt. Jede Zentrifuge zur Urananreicherung für die Stromerzeugung kann unter bestimmten Umständen zum ersten Glied in einem militärischen Programm werden. Es ist kein Zufall, dass die Weltmächte seit Jahrzehnten strenge Beschränkungen auferlegt haben. Diese entspringen nicht Paranoia, sondern Erfahrung.

Wenn Saudi-Arabien diese Kapazität erhält, was hindert dann die Türkei daran, morgen dasselbe zu fordern? Oder Ägypten? Oder eine andere Regionalmacht, die sich abgehängt fühlt?

So beginnt ein Wettrüsten üblicherweise: nicht mit Raketen, sondern mit Ausreden.

Die Ironie ist bitter. Amerika hat jahrelang Iran bedroht, Sanktionen verhängt und argumentiert, die Urananreicherung gefährde den Weltfrieden. Heute wird dasselbe Argument relativiert, wenn es um einen strategischen Partner geht.

Dieser Doppelstandard überzeugt niemanden. Im Gegenteil, er liefert Washingtons Gegnern die mächtigste Propagandawaffe: den Vorwurf, das Völkerrecht werde nach Interessen und nicht nach Prinzipien angewendet.

Donald Trumps Anhänger werden sagen, das sei „Realpolitik“. Wenn Amerika es nicht tue, würden es China oder Russland tun. Das mag ein nachvollziehbares Argument sein. Doch selbst die pragmatischste Logik ändert nichts an der Tatsache, dass jede Ausnahme einen Präzedenzfall schafft und jeder Präzedenzfall das System schwächt, das zur Eindämmung der nuklearen Weiterverbreitung errichtet wurde.

Eine Welt, in der immer mehr Staaten über sensible Technologien verfügen, ist keine sichere Welt mehr. Es ist eine Welt, in der eine diplomatische Krise, eine Fehlkalkulation oder ein impulsiver Staatschef irreversible Folgen haben können.

Es ist nicht das erste Mal, dass Donald Trump internationale Normen missachtet. Doch wenn politische Eitelkeiten das globale nukleare Gleichgewicht gefährden, zahlen nicht nur die Amerikaner den Preis. Die gesamte Menschheit kann ihn tragen.

Die Geschichte beurteilt Staatsoberhäupter nicht nach den Abkommen, die sie bei offiziellen Zeremonien unterzeichnen, sondern nach den Folgen, die sie hinterlassen.

Und wenn diese Entscheidung den Beginn eines neuen nuklearen Wettrüstens im Nahen Osten markiert, wird sie nicht als diplomatischer Erfolg in Erinnerung bleiben. Sie wird vielmehr als der Moment in die Geschichte eingehen, in dem kurzfristige Interessen und politischer Ehrgeiz begannen, eines der wichtigsten Hindernisse für die internationale Sicherheit zu beseitigen. / Broschüre

trump luan bixhoz me të ardhmen e njerëzimit gjergj zefi

Lini një Përgjigje

Editorial